mobber oder mobbing opfer???

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Knappe
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mobber oder mobbing opfer???

Beitrag von Knappe »

ich denke jeder kennt das, einer der sich nich so wirklich in die klassengemeinschaft einfiindet wird gemobbt und ausgegrenzt.

meine frage an euch:

werdet ihr ausgegrenzt, seit ihr welche die andere mobben oder seit ihr mitläufer deren die andere mobben???????

ich möchte mich auch zu meiner frage äußern und sage, dass es mich ankotzt( das ist auch der grund warum ich den thread geöffnet habe), dass es nur 2 oder 3 Schüler sind, die die fäden der ganzen klasse ziehen. 2 oder 3 sind ja alleine noch nicht schlimm aber was mich am meisten ärgert, sind die mitläufer. sie tuhen alles was die"coolen" tun nur um auch "cool" zu sein.

ich war mal ein mitläufer von solchen "fädenzieher", hab mich aber jetz davon losgerissen, weil es mich einfach nur ankotzt, dass man kinder/jugendlichen gleichem alters so tyrannisiert nur um "cool" zu sein.

und deshalb wollte ich mal euch fragen was ihr seid, ob es auch so ein system bei euch gibt und was für erfahrungen ihr damit gemacht habt.

Soak
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Beitrag von Soak »

Habs nie gemacht. Wurde mal bei mir versucht. Hat aber nicht funktioniert, weil mir die Leute da sowas von am Arsch vorbeigingen.
"There IS a way to enlightment!
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Siri
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Beitrag von Siri »

Eine Schule hab ich wegen Mobbing verlassen (vor drei Jahren).
Die beste Entscheidung, die ich treffen konnte, weil es danach nur noch bergauf ging und ich n ziemlichen Selbstbewusstseinsschub bekommen hab.
Mitlerweile bin ich zwar in meiner Klasse ein Aussenseiter, aber ein gewollter. Mich interessieren nur die wenigsten Leute, wenn ich mal Lust auf nen Schnack hab, dann hab ich auch in der Klasse n paar leute, mit denen ich reden kann, aber im Großen und Ganzen halt ich mich da raus, und der Rest lässt mich weitestgehend in Ruhe.
Das geht nach dem Motto "leben und leben lassen" geht aber so auch nur, weil ich in ner Klasse mit einer extrem guten Klassengemeinschaft gelandet bin, wo alle Leute einfach halbwegs Anständig sind, so dass es gar nicht erst zum Mobbing kommt, egal wer da drin landet.
Ich muss aber auch ganz ehrlich sagen, dass ich im Zweifelsfall höchstwahrscheinlich zu feige wäre, mich alleine gegen die Klasse zu stellen, wenn eine einzelne Person gemobbt werden würde, einfach, weil ich in der Situation selber schon war, und zuviel Angst hätte, selber wieder da reinzurutschen.
Nichts wird wieder so sein, wie es einmal war, aber es machte dich zu dem, der du heute bist

Kaoru
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Registriert: 5. Aug 2006 04:15

 

Beitrag von Kaoru »

Grundshcule: Mobbing-Opfer
gymnasium: erst versucht sich gut zu integrieren-
jetzt ebenfalls gewollter aussenseiter

Mit den leuten in meienr klasse will und/oder kann ich nicht reden, lass es also.
ich sag jedem offen meine meinung ins gesicht. wer sowas ertragen kann, wird gut mit mir klarkommen.
Wer lieber hintenrum lästert stößt bei mir auf granit. so einfach kanns sein^^
Dein Wille ist Gesetz,
deine Worte Religion.
Deine Wünsche sind Befehle
und ich eile schon.

Curlpidity
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Beitrag von Curlpidity »

Grundschule: Alles ok
Orientierungsstufe (5. + 6. Klasse): Mobbingopfer, danach Selbstbewusstsein ziemlich down...
Gymnasium: bis Ende 11. Klasse Mobbingopfer, war mir aber dann langsam egal, kam mit klar, nicht dazuzugehören...
Gymnasium: ab 12. Klasse, wo es dann ins Kurssystem ging, gings wieder... die Leute, die scheiße zu mir waren, habe ich labern gelassen und mich meinen echten Freunden, die ich in der Zeit dann gefunden habe, zugewandt....

Selbst Mobber: Nie. Finde ich absoult scheiße, so ein Verhalten. :!:

Allerdings muss ich auch sagen, dass ich nie eingegriffen habe, wenn jemand anderes gemobbt wurde... war einfach nur froh, wenn ich meine Ruhe hatte.... :roll: Naja, würde ich heute auch anders machen, aber damals hatte ich gar nicht das Selbstbewusstsein dazu....
Wahre Demut beunruhigt, verwirrt und stört die Seele nicht,
sondern bringt ihr Frieden, Trost und Ruhe.

Nevermore

 

Beitrag von Nevermore »

Kindergarten, Grundschule, Gymnasium bis zum Ende der ersten 11. Klasse: Opfer ohne Ausnahme, die schlimmste Phase war so 7.-10.
Danach Schulwechsel und Wiederholung der 11., seitdem geht es bergauf.

Anfangs lehnte man mich noch ab (was allerdings auch kein Wunder ist, solche Jahre hinterlassen nun einmal Spuren, ich war sozial völlig inkompetent und auch sonst nicht gerade problemlos/einfach/offen), inzwischen (13.) bin ich in einer mir sehr genehmen Randpopsition.
Es gibt noch ein, zwei Leute, die mich für besonders lustig halten, allerdings könnten sie mir nicht gleichgültiger sein -- ich bin stärker als sie, stehe zu mir und meinen vielleicht etwas individuelleren Interessen und habe nun einmal absolut kein Interesse an dieser Art der "Freundschaft", die eigentlich nur daraus besteht, entweder dem "Alpha-Tierchen" stumm und widerspruchslos beim Lästern zuzuhören oder auch selbst etwas zu derartigen "Gesprächen" beizutragen.


Ich war nie Mitläufer, nie Täter, allerdings halte ich es für schwierig, die Mitläufer so hart zu verurteilen. Betrachte ich die Situation von außen, so fällt es mir leicht, zu sagen, dass ich derartige Schwäche, derartiges Desinteresse, derartige Ignoranz verachte und verabscheue; betrachte ich jedoch die Mitläufer als Individuen -- das 130 kg schwere Mädchen, das selbst Lieblingsopfer war, bevor sie sich in die Masse eingliederte; die Schüchterne, die vor der Klasse kaum ein Wort herausbekommt, aber zum Glück die "richtigen Freunde" hat; oder auch die Friede-Freude-Eierkuchen-Teenies, die einfach nicht mitbekommen, was da wirklich passiert, nicht reif genug sind, sich in die Situation einzufühlen; nicht nachdenken -- dann ist derartiges Verurteilen und Verachten längst nicht mehr so einfach. Natürlich kann ich immer noch sagen, dass ich es verabscheue, dass diese Strukturen elendig und schrecklich sind, aber leider ist das Aburteilen/Einschätzen selbst in den wenigsten Fällen wirklich so leicht wie man es gerne hätte.

Carisa
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Beitrag von Carisa »

ich war von der 6./7. Klasse an bis Mitte der 10 Opfer
in der 10. hat unsere Klassenlehrerin es aber echt hinbekommen, dass da ein gewisses Gemeinschaftsgefühl entstand, lag u.a. daran, dass die Rädelsführer hängengeblieben bzw. von der Schule abgegangen sind, war aber schon eine heftige Zeit, weil ich im Grunde von der ganzen Klasse das einzige Opfer war...

das schlimmste ist: wenn Leute, die sonst sogar Freunde sind in der Klasse umknicken um nicht selbst zum Opfer zu werden, das sind nämlich viele der Mitläufer: potentielle Opfer und deshalb versuchen sie in der Klasse so wenig wie möglich aufzufallen
ich hab das damals einigen Leuten vorgeworfen, dass sie nicht zu mir gestanden haben, heute versteh ich das besser...

Ab der 11. war ich dann gewollter Außenseiter, war sowieso eher ein Neuanfang weil da die Klassen neu zusammengewürfelt sind. Aber es gibt sicher heute noch Leute die irgendwie schlecht über mich reden oder über mich herziehen, wenn sie sich an die Schulzeit erinnern (und ich bin seit fast 6 Jahren aus der Shcule raus). Ist mir egal.

Heute denk ich oft, dass die Zeit mich wirklich stark gemacht hat, auch wenn es mir oft noch nahe geht, wenn Leute über mich reden oder gar herziehen. Viel aus dieser Zeit hat mich geprägt...insofern sollte ich den Tätern wohl dankbar sein.

Täter war ich nie, eher Beschützer vielleicht: ich versuch wo ich kann zu unterbinden, dass Leute gemobbt werden.
Zuletzt geändert von Carisa am 11. Feb 2008 22:17, insgesamt 1-mal geändert.

Artus
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Beitrag von Artus »

wurde 3./4. gemobbt. hab in der zeit minderwertigkeitskomplexe aufgebaut, die sich oft in heftiger gewalt entluden.
das brachte mir an der neuen schule eine ziemlich schlechte stellung, wovon ich jetzt, 5 jahre später immer, noch den nachhall spüre.
inzwischen gehen mir die leute einfach so am arsch vorbei...ich hab gute freunde außerhalb der schule und in anderen klassen, dir reichen mir.

Hackfleischkannibale
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Beitrag von Hackfleischkannibale »

In der Grundschule wurde ich teilweise gemobbt, hatte aber immer einen, der zumindest so halb zu mir gehalten hat. Mein Problem war vor allem, das ich mich nicht hab integrieren können (ist aber auch nicht schlecht: Ich war der einzige Junge, der nicht auf die Hauptschule gegangen ist).

Das hat sich dann so fortgesetzt, so dass ich aufm Gymnasium im Klassenverband nur selten wirklich gemobbt worden bin, aber ich einfach keinen Anschluss gefunden hab. Inzwischen (seit der 11) habe ich so Leute, mit denen ich rumhänge, aber irgendwie habe ich auch da das Gefühl, nur so halb dazuzugehören. Wahrscheinlich liegt das aber daran, dass ich zu wenig auf Leute los-, äh, zugehe (und nicht ausgehe, während die kaum andere Hobbies haben).
Nothing in life has any business being perfect:
It's an affront to anyone with good taste.

Aeronaut
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Registriert: 8. Apr 2007 21:28

 

Beitrag von Aeronaut »

3-6: als neuzuzüger leicht gemobbt
7&8: oberstufe, nun wie alle andern gleichzeitig opfer und mobber :>
jetzt auf gymnasium: so wies ist, ists, und das ist gut so.
Die Realität ist immer noch schräger als alle Fiktion.
(Doris Dörrie, dt. Regisseurin u. Schriftstellerin, *1955)

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