BDSM-artiges Material im Internet beeinflusst Jugendliche?!

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Egianor
WAS IST REALLIFE?
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Re: BDSM-artiges Material im Internet beeinflusst Jugendliche?!

Beitrag von Egianor »

Wiederspricht
cyrus hat geschrieben: Diese Theorie halte ich für schwachsinnig
nicht dem nachfolgenden Satz
cyrus hat geschrieben: Ich habe auf einer LAN Party das erste mal einen Porno mit SM-Lastigem Inhalt gesehen und [...] ich fand es auf Anhieb ziemlich erregend
?
Entschuldige wenn ich Dich falsch verstehe aber für mich klingt das ein bisschen so, als würdest Du auf der einen Seite behaupten, das Internet (und ob es jetzt das Internet oder auf einer LAN-Party verteiltes Material ist sei mal dahingestellt, weil der Effekt der gleiche wäre) beeinflusse nicht, behauptest aber gleich darauf, nicht von selber auf Deine Neigungen aufmerksam geworden zu sein (zumindest ist es das, was ich verstehe - ich gebe aber zu, dass es da nicht eindeutig so steht...). Das klingt für mich etwas paradox.
cyrus hat geschrieben: Ich glaube nicht daran, dass es mehr Menschen gibt die auf SM stehen als früher, es gibt nur nicht mehr so große Blockaden bei der Auslebung der eigenen Sexuallität. Außerdem werden einfach mehr Praktiken angeboten die einen "sanften" einstieg fördern. Kein Vanilla würde es SM nennen seinen Partner mit Stofftüchern zu fesseln, aber wenn man ertsmal auf den eschmack gekommen ist,... xD
Das glaube ich auch, wobei ich mir auch gut vorstellen kann, dass die Menschen nicht zwangsläufiger weniger Blockaden haben, sondern sich einfach mehr Menschen trauen zu ihren Neigungen und Vorlieben zu stehen. Der Umgang mit Sexualtität (gleich welcher Form) hat sich ja stark verändert...
Das Murmeltier erwachte am Morgen und beschloss, ans Meer zu gehen. Alle waren dagegen, sein Vater, auch seine Mutter, die Tante und die Geschwister. "Am Meer ist die Freiheit" sagte das Murmeltier und brach auf.
Christoph Miethke Das Murmeltier, das Meer, die Freiheit & das Glück

cyrus
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Re: BDSM-artiges Material im Internet beeinflusst Jugendliche?!

Beitrag von cyrus »

Egianor hat geschrieben:Wiederspricht
cyrus hat geschrieben: Diese Theorie halte ich für schwachsinnig
nicht dem nachfolgenden Satz
cyrus hat geschrieben: Ich habe auf einer LAN Party das erste mal einen Porno mit SM-Lastigem Inhalt gesehen und [...] ich fand es auf Anhieb ziemlich erregend
?
Entschuldige wenn ich Dich falsch verstehe aber für mich klingt das ein bisschen so, als würdest Du auf der einen Seite behaupten, das Internet (und ob es jetzt das Internet oder auf einer LAN-Party verteiltes Material ist sei mal dahingestellt, weil der Effekt der gleiche wäre) beeinflusse nicht, behauptest aber gleich darauf, nicht von selber auf Deine Neigungen aufmerksam geworden zu sein (zumindest ist es das, was ich verstehe - ich gebe aber zu, dass es da nicht eindeutig so steht...). Das klingt für mich etwas paradox.
Naja ganz gleich ob ich einer direkten Form von SM das erste mal auf einer LAN-Party, im Internet oder in der Literatur begene, es beeinflusst meine Neigungen nicht, es zeigt mir nur das es dort etwas gibt das mich sehr anmacht, da war es aber auch vorher schon! Von daher hat es höchstens eine aufklärende Wirkung und keine fördernde. Früher oder später wäre ich ohnehin auf denn Trichter gekommen,...

mfg
cyrus

Nebensonne
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Re: BDSM-artiges Material im Internet beeinflusst Jugendlich

Beitrag von Nebensonne »

Auch, wenn das Thema mittlerweile vielleicht schon kalter Kaffee ist - wobei es durch die Mahnung von jugendschutz.net, dass dieses Forum jugendgefährdent sei, wieder aktuell geworden sein dürfte - ich finde es wichtig, mal darauf zu verweisen, wie perfide und manipulativ sich ein Mensch im Focus-Pokus zitieren lässt, der wohl tatsächlich glaubt, ein Wissenschaftler zu sein.

Denn wenn Herr Beier von "Betroffenen" spricht, so tut er nichts anderes, als jedem (von uns beispielsweise), die/der ihm aus eigener Erfahrung oder Überlegung widerspricht, eine gestörte und krankhaft veränderte Weltsicht zu unterstellen: Wir sind "Betroffene" und solange wir glauben, dass man mit BDSM nicht in eine Therapie gehört, sind wir intellektuell nicht ernst zu nehmen. Sowas nennt man in der Erkenntnistheorie eine Immunisierungstrategie und gilt als Ausschlusskriterium bzw. wer so etwas nötig hat, outet sich als Scharlatan!

Zweitens ist es Schwachsinn zu behaupten, dass Sexuelle Präferenzen im Jugendalter erlernt würden. Denn wenn dem so wäre, müsste Folgendes klappen: Eine erzkonservative Familie entdeckt, dass ihr Sohn zu Beginn seiner Pubertät Anzeichen, für homosexuelle Neigungen aufweist. Daraufhin erinnert sie sich an den klugen Artikel im Focus-Pokus und die beruhigende Mitteilung von Herrn Beier, dass Pornographiekonsum während der Pubertät die sexuelle Präferenz verändert. In den folgenden drei Jahren muss Sohnemann also täglich drei Stunden heterosexuelle Mainstreampornographie gucken, die Herr Beier vorher als unbedenklich eingestuft hat und ist daraufhin für alle Zeiten ein mustergültiges Mitglied im Club der selbsternannten Normalen! Frage: Warum klappt dieses Vorgehen seit Anbeginn der Menschheit nicht?

Der dritte und wie ich finde perfideste Aspekt ist die Suggestion einer immer schlimmer werdenden Entwicklung - und ergo einer guten alten Zeit vor dem Internet. Vielleicht verstehen viele Menschen nicht, was BDSM und andere Neigungen den "Betroffenen" bedeuten und warum diese keine "Betroffenen" sind, sondern einfach nur anders Lust erleben - aber eines kann jeder verstehen und in Geschichtsbüchern nachlesen: Was passiert, wenn Gesellschaften beschließen, dass es kein abweichendes Verhalten (und dies ausdrücklich auch im Sexuellen) mehr geben darf! Willkommen in der guten alten Zeit! Und wo hat bitte schön seitdem ein Werteverfall stattgefunden?

Ich glaube nicht, dass es heute mehr "Perverse" gibt, als früher. Es gibt heute nur mehr Menschen, die ihre Neigungen kennen und die Chance haben, sich mit ihnen auseinander zu setzen, mit ihren Partnern darüber zu reden und ich verstehe nicht, was daran problematisch ist. Die Ideen dahinter hießen einmal Aufklärung und Freiheit und natürlich bringt das Wissen auch die Nachtseiten unserer Existenz ans Licht, aber auch die waren immer schon da! Ich finde es nur noch feige, dass einige Leute, die ja offenbar ein Problem damit haben, dass sadomasochistische und andere Tendenzen nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden, nicht den Mut haben, zu ihrer Intoleranz zu stehen, sondern vorgeben aus altruistischer Sorge um unserere seelische Unversehrtheit zu handeln. Vielen Dank, es geht mir gut. Und es ginge mir noch besser, wenn ich nicht dauernd solche blöden Aussagen lesen müsste!
"Wer keine Kraft zum Traum hat, hat keine Kraft zum Leben." Ernst Toller (1893-1939)

aZrael
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Re: BDSM-artiges Material im Internet beeinflusst Jugendlich

Beitrag von aZrael »

Nebensonne, großartiger Beitrag! Das kann ich so nur unterschreiben!

Beste Grüße,
aZ
"People should not fear their government. The government should fear its people" - V

MrCode
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Re: BDSM-artiges Material im Internet beeinflusst Jugendlich

Beitrag von MrCode »

Das Argument mit der Veränderung der Sexualpräferenz durch Pornographiekonsum ist auch deshalb grober Unfug, weil es eine völlig aus der Luft gegriffene kausale Umkehrung vornimmt. Dahinter steht das Modell eines größtenteils passiven Konsumenten, dem Medien ungefragt vorgesetzt werden, welcher dieser dann unflektiert absorbiert.

Betrachten wir mal einen "durchschnittlichen Jugendlichen" (und ignorieren dabei, dass alleine dieser "durchschnittliche Jugendliche" schon schwer bis unmöglich zu fassen ist bzw. nicht existiert), der im Internet oder sonstwo nach pornographischem Material sucht. Er wird Material zu einer Vielzahl an verschiedenen Sexualpraktiken und -präferenzen in unterschiedlichen Darbietungsformen (Bilder, Videos, Texte etc.) finden und eine Auswahl treffen müssen, weil es schlicht unmöglich ist, alles davon auf einmal zu konsumieren. Was passiert nun, wenn dieser hypothetische Jugendliche auf ein Angebot trifft, das seinen Präferenzen überhaupt nicht entspricht? Meines Erachtens wird er es einfach überspringen und zum nächsten Angebot übergeben bzw. das Angebot sehr bald wieder zur Seite legen, in der Hoffnung für ihn Interessanteres zu finden, anstatt sich von etwas berieseln zu lassen, mit dem er überhaupt nichts anfangen kann.

Also zumindest ich kann von mir sagen: Wenn mich etwas nicht interessiert, schaue ich es mir nicht an, sondern widme mich anderen Dingen - und das handhabe ich nicht erst so, seit ich volljährig bin. Und ich behaupte einfach mal, dass die meisten Leute das so halten. Entsprechend ist es völlig aus der Luft gegriffen, aus der reinen Existenz von Material im Internet auf einen Konsum dieses Materials zu schließen - und von dort aus auch noch auf eine Veränderung der Präferenzen hin zur Grundlage des betreffenden Materials. Wer sich überhaupt nicht für BDSM interessiert, wird entsprechendes Material auch nicht bevorzugt konsumieren (oder gar bewusst danach suchen), womit weitergehende Fragen sowieso entfallen. Ein "Konvertieren" von Jugendlichen hin zu BDSM ist für mich in keiner Weise ersichtlich.

Diese Gedankengänge lassen sich nicht nur auf Pornographie oder sexuelle Inhalte anwenden, sondern auf alle möglichen Informationen. Auf Webseite XY wird über Juchtenkäfer diskutiert? Ne, interessiert mich nicht, Webseite zu, woanders bin ich besser aufgehoben.

Das Argument einer immer schlimmer werdenden Entwicklung ist leider eine Argumentationsweise, die man immer öfter findet. Sie verspricht den entsprechenden Personen auch für die Zukunft Betätigungsfelder, indem sie "nachweisen", dass ihre Arbeit immer (und damit sie) wichtiger werden. Das ist eine Marketingaussage unter einem pseudowissenschaftlichen Deckmäntelchen.

Psychotic
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Re: BDSM-artiges Material im Internet beeinflusst Jugendlich

Beitrag von Psychotic »

also: ich gucke seit ich 12 bin Pornos, hab damals schon so ziemlich vieles gesehen und je extremer der Porno desto erregender fand ich ihn. ich hab mich nur mit Hilfe von Pornos selbst befriedigt und meine sexuelles Erwachsen begann auch mit nem schäbigen Porno auf Kabel1.

jetzt bin ich 19, gucke immer noch Pornos mit sehr sehr alten Männern, Puppenhaften Blondchen, extrem groben Sex usw. - trotzdem liebe ich Kuschelsex und auch SM-lastiger Sex fällt weit nicht so hart aus wie in den Filmen (auf alte Männer steh ich in real übrigens auch nicht, und blonde Barbies sind auch alles andere als mein Typ :lol: )

ich fühle mich keineswegs von derartigen Dingen beeinflusst, zumindest nicht was mein Sexualleben angeht. und ich bin kein besonders gefestigter Mensch und vor einigen Jahren war ich das erst recht nicht. also behaupte ich mal dass BDSM-artiges Material und sonstiges im Internet nicht sehr viel Schaden anrichtet.

Neoktzchen
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Re: BDSM-artiges Material im Internet beeinflusst Jugendlich

Beitrag von Neoktzchen »

und solange wir glauben, dass man mit BDSM nicht in eine Therapie gehört
Ich hab da mal ne ganz blöde Frage zu...
Ist es denn nicht so, dass in der Psychologie BDSM schon lang nicht mehr als Krankheit gilt? Sondern als Sexualität anerkannt wurde?
Wenn das nämlich so ist, könnte man dann nicht rechtlich gegen den jugendschutz vorgehen? Oder ist das doch verzwickter als ich gerade denke...

Kaoru
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Re: BDSM-artiges Material im Internet beeinflusst Jugendlich

Beitrag von Kaoru »

Neoktzchen hat geschrieben:Ist es denn nicht so, dass in der Psychologie BDSM schon lang nicht mehr als Krankheit gilt? Sondern als Sexualität anerkannt wurde?
Wenn das nämlich so ist, könnte man dann nicht rechtlich gegen den jugendschutz vorgehen? Oder ist das doch verzwickter als ich gerade denke...
Ja, es ist verzwickter.
BDSM oder auch"Sadomasochismus" ist nach dem gängigen Diagnoseschlüssel ICD10 immer noch eine Krankheit. Genau genommen eine Störung der Sexualpräferenz. Wichtig ist, dass beim ICD10 nicht von Leidensdruck die Sprache ist. Will heißen: Streng genommen ist jeder der Spaß an Hauen und Gehauen werden hat ist krank.
Differenzierter geht hier der DSM-IV (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fourth Edition) vor.
Hier muss der Betreffende unter seiner Sexualität leiden.
maydaySM haben das ganz schön zusammengefasst.
Dein Wille ist Gesetz,
deine Worte Religion.
Deine Wünsche sind Befehle
und ich eile schon.

nessi
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Beiträge: 215
Registriert: 4. Apr 2011 18:46

Re: BDSM-artiges Material im Internet beeinflusst Jugendlich

Beitrag von nessi »

Ich hoffe, ich werde nicht gesteinigt für den Post, aber ich werfe mal ein etwas anderes Licht auf die Sache.
Ich habe mich vor circa einem halben Jahr vor meiner Mum geoutet. Wir hatten vorher schon ein sehr gutes Vertrauensverhältnis und haben es dadurch noch verstärken können. Sie hat sich die SMJG-Seite komplett durchgelesen (ich glaube, inzwischen weiß sie mehr über die SMJG als ich ^^) und auch diverse Beiträge hier im Forum. Wir diskutieren immer mal über gewisse Dinge, die hier auftauchen und die sie beschäftigen. Ich finde das gut und freue mich, dass sie ein solches Interesse an diesem Thema zeigt und ich weiß, dass wir beide gut diskutieren können, weil wir uns dabei immer auf eine möglichst sachliche Ebene begeben. In einer der ersten Diskussionen brachte sie dann etwas auf, worüber ich selbst so noch nie nachgedacht hatte:
Ich habe die SMJG gefunden, weil ich gewisse sexuelle Fantasien und Präferenzen habe. Ich beteilige mich hier, um mich mit anderen über ebendiese Präferenzen auszutauschen und diese Leute vielleicht sogar real kennen zu lernen. Aber natürlich geht es hier nicht in allen Threads nur um die Dinge, die ich gern tue (die allesamt grob mit "Fesseln und Hauen, ja kein Blut, sonst macht jemand was falsch" umschrieben werden können). Es gibt auch Threads zu Themen wie Breathplay, Cutting, Rapeplay, Waterboarding, Cellpopping, Branding, TPE und anderem. Das waren alles Dinge, die ich vorher noch nie gehört hatte und die ich auch beim ersten Lesen nicht unbedingt als "erstrebenswert" erachte. Aber ich sehe hier immer wieder Leute, die erst mit diesen Klassikern (Fesseln & Hauen) anfangen und dann eben - neugierig geworden durch die Threads zu den "extremeren" Praktiken - auch Härteres ausprobieren. Das ist natürlich an sich nichts Verwerfliches, aber meine Mum hat eben die Frage eingeworfen, ob man diese Dinge auch praktizieren würde ohne ein Forum, das einem haarklein erklärt, wie man ein Cutting richtig durchführt, welche Skalpelle für derlei Spiele am geeignetsten sind und das im Endeffekt eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zu fast jeder Technik hat (wahlweise auch einen Verweis zu einem Workshop, bei dem das erklärt wird). Ich meine, ansonsten würde doch der Großteil davon den meisten hier gar nicht bekannt sein oder im Hirn unter "zu gefährlich, belassen wir das als Kopfkino" abgespeichert werden.
Und so gesehen frage ich mich eben schon, ob es so gut ist, wenn 14-Jährige lesen, dass es hier Leute gibt, die sich bis aufs Blut auspeitschen lassen, sich bis zur Bewusstlosigkeit (oder kurz davor) würgen lassen und anderes. Ich kann durchaus verstehen, dass es nicht so gern gesehen wird, dass das alles hier frei verfügbar im Internet steht, meist auch recht anschaulich beschrieben, mit Beispielen und eben auch immer dem Wissen im Hinterkopf: "Das ist keine Fantasie, die irgendein Schundromanautor einhändig zu Papier gebracht hat, das ist Realität, die machen das wirklich!"
Und es ist einfach Tatsache, dass es hier durchaus Posts von Jugendlichen gibt, die zeigen, dass man in dem Alter eben eher dazu neigt, Dinge zu übereilen und nicht ganz zu durchdenken. Man hat endlich Gleichgesinnte gefunden, kann sich endlich mit denen austauschen und liest, was die alles machen, da denkt man sich natürlich: "Toll, das will ich auch. Und am liebsten alles auf einmal und sofort!" Man will möglichst bald mit eigenen Erfahrungen glänzen können, am besten in allen Bereichen gleichzeitig. Mir ist klar, dass nicht alle Jugendlichen so sind, das würde ich auch nie behaupten. Aber ich denke durchaus, dass dieses Schreiben von jugendschutz.net nicht völlig unbegründet war und man sich nicht einfach hinsetzen sollte und brüllen "Ach die sind doof, die machen die tolle Aufklärungsarbeit der SMJG kaputt.", sondern dass man eben auch nachdenken sollte, wie es denn zu diesem Schreiben kam. Und vielleicht ist die Trennung in die verschiedenen FSK-Bereiche nicht die schlechteste Idee, auch wenn es jetzt erstmal eine Heidenarbeit macht.
Das waren mal meine Gedanken dazu, bin gespannt, was ihr davon haltet.
Wer offen für alles ist, kann nicht ganz dicht sein. ;)

ore
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Beiträge: 359
Registriert: 9. Mai 2006 22:18

Re: BDSM-artiges Material im Internet beeinflusst Jugendlich

Beitrag von ore »

Da ich ja auch diverses Forenmaterial im Rahmen dieser Sache sichtete muss ich nessi Recht geben. Es gibt so manche Sachen, wo man auf die gleichen Gedanken kommen kann, die nessi hegt.
Ich verstehe nun auch, dass jugendschutz.net Handlungsbedarf sah.
Romanes eunt domus!


Jabber: ore@fem-net.de

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