Fetisch Film Festival 2015

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Hydrargyrum
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Fetisch Film Festival 2015

Beitrag von Hydrargyrum »

In Kiel ging gestern das diesjährige Fetisch Film Festival zu Ende, und ich hab mal ein paar Sachen aufgeschrieben zu den Filmen die ich gesehen habe.
Wenn noch jemand da war und Meinungen oder eigene Empfehlungen posten möchte, bitte sehr gern!

Ich beginne der Einfachheit halber mit den Kurzfilmen die ich sah.

*TIMEWASTERS von Cheyenne Picardo
Ein Kunstkurzfilm über professionelle Dominas der den Alltag hinter den Sessions beschreibt. Meiner Meinung nach sehr gut gemacht.

*HONEY DELIGHT von Domme Jaguar
war für mich eher ein unpassender Streifen, ganz ohne Ton zeigte er nur zwei Füße, die sich Honig in die Haut massierten. Für mich war das der unpassendste Film des ganzen Festivals, er wirkte eher wie ein Porno für Fußfetischisten als ein Film mit künstlerischem Anspruch.

*FUCK WORK von Jeffrey Dunn Rovinelli (Trailer)
Konnte leider aufgrund technischer Schwierigkeiten nicht gezeigt werden, aber der Trailer kann unter dem Link angesehen werden.

*MISTRESS MAY I von Gabrielle Ewing Doku
Eine Kurzdoku über eine professionelle Domina. Ich denke es gibt bessere Dokumentationen zum Thema, aber sie ist mir zumindest recht sympathisch.

*DOMIMAID von Maik Kern
Ein großartiger kurzer ironischer Streifen über Maidfetisch.

*DREAM HOUSE von Ben Kitnick
Ein Film über einen Mann der sich in eine Domina verliebt. Ich empfand es als eine schönen einfühlsame Geschichte über einen Menschen der sich schwertut sich zu ändern

*COUPLING von Maria Laura Spagnoli & Werther Germondari (Trailer)
Eigentlich passiert hier nichts. Man sieht eine (extrem klischeehaft aussehende) Domina mit ihrem "Hund" die anscheinend auf etwas warten. Es klingelt und ein (noch extremer klischeehaft aussehender) Dom mit seiner "Hündin" betreten das Zimmer. Ende.
Wenn der Film in irgendeiner Art und Weise ironisch sein sollte, so wird das nicht ausreichend klargemacht. Sollte ein Spannungsbogen aufgebaut werden, so ist das fehlgeschlagen.

*MISTRESS CAMEO & MASTER EL DIABLO von Ashley Doku
Ein Paar professioneller Dominanter, die über sich und die Szene in England berichten. Beide sind sehr rigide in ihren Ansichten. Er wurde mir im Laufe des Filmes etwas sympathischer, sie war für mich nicht ernstzunehmen. Ich habe weder Trailer noch Film bis jetzt finden können.

*METUBE von Daniel Moshel
Voll der Hammer. Schauts euch an.

*MASK4MASK von Aron Kantor
Ein großartiger lustiger kurzer Film über Normalität.

*WEARING LATEX von Cole Black Doku
Menschen und Models in sehr kurzen Statements was sie an Latex mögen.

*I/XXI von Aida Jara
Eine Bondageperformance. Sehr schön, dass sie sehr "normal" aussieht. Nicht auf Hochglanz poliert, mit echten Menschen als Darstellerinnen und an einer schmutzigen Location.

*LET GO von Mischa Badasyan
Der zweite Film, der leider aufgrund technischer Schwierigkeiten nicht gezeigt werden konnte.

*DISTURB DON’T DISGUST von Sophia Sauer
Momentaufnahmen verschiedener Sessions. Laut eigenem Anspruch soll die empfundene Schönheit der Beteiligten im Vordergrund gestellt werden. Ich persönlich empfand die Inszenierung eher als bedrückend, überkünstlich und provozieren-wollend. Gefiel mir nicht.

Langfilme zu denen es nur Trailer gibt;

*THE CEREMONY
Ein Dokumentarfilm über einen Zirkel von kultivierten Personen um Catherine Robbe-Grillet, die diverse, sehr schön inszenierte Sessions planen und durchführen. Im Zentrum steht die, in Frankreich anscheinend sehr bekannte, dominante Dame die inzwischen 85 Jahre alt ist.
Es werden kurze Ausschnitte aus einigen Sessions dieses Zirkels gezeigt, die neben der sehr schönen Inszenierung aus dem Zirkel, auch noch sehr schön filmisch festgehalten sind. Die Interviews konzentrieren sich für meinen Geschmack zu sehr nur auf diese eine Person.

*THE DUKE OF BURGUNDY
Ein sehr sehr verklausulierter und symbolistischer Film über die lesbische BDSM-Beziehung zweier Insektenforscherinnen. Die wahre Machtdynamik und ihre Probleme werden gezeigt und aufgearbeitet. Für mich ein sehr tröstlicher Film, der aber durchaus seine verstörenden Momente hat.
Auf jeden Fall der Film bei dem mir die an die Filme anschließende Diskussion beim Festival am meisten für den Film gebracht hat.

*S&M Sally
Eine BDSM-Komödie. Watch it. Sehr schöne Sessions, viele lustige und viele sehr schöne Momente. Man sieht ihm an dass es ein Low-Budget-Film ist, aber er ist großartig. Schöne Seitenhiebe auf die Szene und Szenenahe Themen wie Polyamorie.
Persönliche Empfehlung!

Vielleicht konnte ich euch ja ein paar schöne Filme näherbringen, oder sogar motivieren mal nach Kiel zu kommen zum nächsten Fetisch Film Festival. Es ist immer viel zu wenig los :)
Gaige hat geschrieben:To HELL with the First Law!

Sirenensang
Board-Fanatiker
Beiträge: 829
Registriert: 25. Sep 2010 01:30

Re: Fetisch Film Festival 2015

Beitrag von Sirenensang »

Mhh, ne, nicht unbedingt was hinzuzufügen.
Ich hab Agnieszka gesehen, aber da haben schlussendlich irgendwie doch die BDSM-Klischees gesiegt?
Das Ende war doof, mochte ich nicht.

Egianor
WAS IST REALLIFE?
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Re: Fetisch Film Festival 2015

Beitrag von Egianor »

wie gerne wäre ich dabei gewesen ...
Das Murmeltier erwachte am Morgen und beschloss, ans Meer zu gehen. Alle waren dagegen, sein Vater, auch seine Mutter, die Tante und die Geschwister. "Am Meer ist die Freiheit" sagte das Murmeltier und brach auf.
Christoph Miethke Das Murmeltier, das Meer, die Freiheit & das Glück

Beminet
Frischling
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Re: Fetisch Film Festival 2015

Beitrag von Beminet »

Diese Geschichte ist nach einer wahren Begebenheit verfasst worden.

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