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Cool da gehts um uns :)

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Lira
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Re: Cool da gehts um uns :)

Beitrag von Lira » 2. Jul 2014 11:32

Ja zu den Komentaren fande ich immernoch das hier am krassesten:
BDSM ist keine sexuelle Neigung, sondern für die Betroffenen ein mittelmäßig sicherer Weg, mit ihrer tieferliegenden psychischen Störung umzugehen. Mittelmäßig, weil es für die geistige Gesundheit sehr gefährlich ist, sich einer schlecht angesehenen Minderheitengruppe anzuschließen, wenn man eh schon nicht ganz stabil ist. Außerdem ändern sich psychische Störungen mitunter schneller, als man Gewohnheiten wieder umstellen kann. Dann kann Sasomaso auch ganz schnell physisch gefährlich werden.

Und dieses Gelaber von Safewords und wenig Alkohol finde ich ziemlich blauäugig. Als ob es bei den BDSM-Leuten keine Arschlöcher gäbe wie überall sonst auch, man noch nie was von seelischen Abhängigkeiten gehört habe, und als ob es nie vorkäme, daß jemand irgendwelche Alltagskonflikte ins Schlafzimmer trägt.
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Also mal ganz ehrlich... Zuviel Shades of Grey gelesen und Hobbyspychologe oder was wird das?
Ich überleg mir gerade ernsthaft mich da anzumelden und das so zu schreiben... Da da anscheinend nur Vanillas gepostet haben könnte das interessant sein xD

Ok, ich machs *g* Mal sehen was die sagen
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Ernie
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Re: Cool da gehts um uns :)

Beitrag von Ernie » 2. Jul 2014 11:49

Lira hat geschrieben:Ich überleg mir gerade ernsthaft mich da anzumelden und das so zu schreiben... Da da anscheinend nur Vanillas gepostet haben könnte das interessant sein xD

Ok, ich machs *g* Mal sehen was die sagen
Nur zur Warnung: Das kann sehr frustrierend sein. Wahrscheinlich reagieren sie gar nicht und wenn dann feindselig. Der Kommentarbereich ist wirklich selten etwas, wo man zu fruchtbaren Diskussionen kommt. Wir sind da durch dieses Forum sehr verwöhnt, weil hier die Leute tatsächlich auf die Argumente anderer eingehen; das ist aber wirklich die Ausnahme.
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Re: Cool da gehts um uns :)

Beitrag von Lira » 2. Jul 2014 12:16

Ja, ich weiß, aber das musste jetzt raus xD
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Re: Cool da gehts um uns :)

Beitrag von KatzenDame » 2. Jul 2014 14:54

@Lira: Vermutlich würde ich auch so handeln wollen,
wenn ich nicht wüsste, dass sie dir dann auch irgendetwas unterstellen würden.
Sie würden dir ebenfalls anhängen wollen, du hättest psychische Probleme oder sonst etwas derartiges.
Mit intoleranten Leuten kann man nicht diskutieren, egal wie gut du auch argumentieren magst.

Die Mehrheit dieser Menschen, sind der Ansicht, dass alleine das, was sie gut finden, auch normal und richtig ist.
Alles andere ist für sie krank und abartig.
Die Gesellschaft versucht Menschen Ansichten zu vermitteln, die sehr intolerant sind.
Diese Menschen sind nicht fähig ihren eigenen Standpunkt zu hinterfragen, sondern nehmen das Anerzogene für wahr und richtig an, so dass sie nicht mal auf den Gedanken kommen, sich mal mit ihren Meinungen zu beschäftigen.

Es würde dir Einiges ersparen, wenn du solche Menschen einfach ignorieren würdest.
Lass sie schreiben was sie für richtig halten und gut ist.
Ich bin selbst sehr temperamentvoll und weiß daher, dass mich eine unnütze Diskussion mit den Schwachmaten dort nur unnötig reizen würde, also übergehe ich das einfach geflissentlich.

Liebe Grüße
Ana alias KatzenDame. :angel:
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Re: Cool da gehts um uns :)

Beitrag von Lira » 2. Jul 2014 19:58

@KatzenDame

Also ich find das eher Spaßig und sie wollten mir gar nichts unterstellen ;)
Es ist sehr... Ja, schwierig, aber teilweise denken die glaub tatsächlich um wie es scheint^^
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Re: Cool da gehts um uns :)

Beitrag von Munro » 3. Jul 2014 14:27

KatzenDame hat geschrieben: Diese Menschen sind nicht fähig ihren eigenen Standpunkt zu hinterfragen [...]
Das bin ebenfalls ich nur in den seltensten Fällen. Nach ausreichend vielen Diskussionen mit anderen SMlern muss ich feststellen: Das gilt allgemein auch unter uns; und zwar insbesondere in Bezug auf SM, von anderen (unpersönlichen) Themen ganz zu schweigen.

Ernie hat geschrieben:Wir sind da durch dieses Forum sehr verwöhnt, weil hier die Leute tatsächlich auf die Argumente anderer eingehen; das ist aber wirklich die Ausnahme.
Es ist sehr leicht, auf die Argumente anderer einzugehen, wenn sie den eigenen Überzeugungen nicht grundsätzlich widersprechen. Vor allem in einem moderierten Umfeld wie hier im Forum oder auf Stammtischen mit Aufpasser / Stammtischleiter. Im Chat bei uns sieht es teilweise auch schon anders aus, nur vergessen wir das gerne mal. Nicht zu vergessen, dass sich hier viele kennen und sich freundschaftlich verbunden oder wenigstens bekannt sind, niemand sich übermäßig blamieren will. Das zeichnet dieses Forum und unsere Gemeinschaft aus, aber ist nicht irgendeiner besonderen Tugend der jungen SMler geschuldet.


Ich sehe sowieso keinen Grund, Akzeptanz zu suchen außerhalb derjenigen Menschen, die uns persönlich wichtig sind. Und selbst unter denen ist es nicht immer notwendig. Gesellschaftlich genügt uns Toleranz völlig, und da sind solche Artikel und hier und da etwas Öffentlichkeitsarbeit angebracht, auch um unseren Stand zu halten. Menschen, die glauben, unsere Neigungen wären Ausdruck unserer kaputten Psyche, können (und sind es i.d.R. auch) tolerant uns gegenüber sein. Deswegen sehe ich keinen Grund zur Besorgnis.

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Re: Cool da gehts um uns :)

Beitrag von MrCode » 3. Jul 2014 23:15

Munro hat geschrieben:Menschen, die glauben, unsere Neigungen wären Ausdruck unserer kaputten Psyche, können (und sind es i.d.R. auch) tolerant uns gegenüber sein. Deswegen sehe ich keinen Grund zur Besorgnis.
Dem stimme ich nicht zu. Wenn jemand z.B. davon ausgeht, dass Menschen sich nut aufgrund psychischer Probleme schlagen lässt, dann ist der Schritt zur Behauptung, der Gegenpart würde diese psychischen Probleme nur ausnutzen, wenn er die Person schlägt, nicht mehr weit, und dann sind wir ganz schnell von einvernehmlichem BDSM in eine Darstellung von echter Gewalt gerutscht. Ein ähnliches Problem zeigt sich auch, wenn Menschen, die im BDSM-Kontext Sadisten sind, in den Kommentaren dann mit Realsadisten im Sinne von kinischem Sadismus in einen Topf geworfen werden und dieselbe Grundlage, nämlich eine psychische Störung, unterstellt wird. Das befördert dann letzten Endes auch gesellschaftliche und politische Tendenzen, die z.B. bei Gesetzesänderungen Probleme für BDSMler bereiten können - da reicht alleine schon die Frage, ob BDSM-Pornos zu verbotener Gewaltpornographie zählen.

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Re: Cool da gehts um uns :)

Beitrag von Ernie » 4. Jul 2014 17:30

Munro hat geschrieben:
Ernie hat geschrieben:Wir sind da durch dieses Forum sehr verwöhnt, weil hier die Leute tatsächlich auf die Argumente anderer eingehen; das ist aber wirklich die Ausnahme.
Es ist sehr leicht, auf die Argumente anderer einzugehen, wenn sie den eigenen Überzeugungen nicht grundsätzlich widersprechen. Vor allem in einem moderierten Umfeld wie hier im Forum oder auf Stammtischen mit Aufpasser / Stammtischleiter. Im Chat bei uns sieht es teilweise auch schon anders aus, nur vergessen wir das gerne mal. Nicht zu vergessen, dass sich hier viele kennen und sich freundschaftlich verbunden oder wenigstens bekannt sind, niemand sich übermäßig blamieren will. Das zeichnet dieses Forum und unsere Gemeinschaft aus, aber ist nicht irgendeiner besonderen Tugend der jungen SMler geschuldet.
Dem Absatz stimme ich großteils zu, aber ich sehe da auch keinen Widerspruch zu dem, was ich gesagt habe? :wink:

Munro hat geschrieben:Ich sehe sowieso keinen Grund, Akzeptanz zu suchen außerhalb derjenigen Menschen, die uns persönlich wichtig sind. Und selbst unter denen ist es nicht immer notwendig. Gesellschaftlich genügt uns Toleranz völlig, und da sind solche Artikel und hier und da etwas Öffentlichkeitsarbeit angebracht, auch um unseren Stand zu halten. Menschen, die glauben, unsere Neigungen wären Ausdruck unserer kaputten Psyche, können (und sind es i.d.R. auch) tolerant uns gegenüber sein. Deswegen sehe ich keinen Grund zur Besorgnis.

Das finde ich höchst problematisch. Zum einem stimmen MrCodes Argumente, aber es kommen noch andere dazu: Wenn ich glaube, dass jemand krank ist, dann braucht er Hilfe. Dann sollte man ihn therapieren und ihm helfen seine Probleme zu lösen.
Außerdem führt solche Ablehnung zum effektiven Ausschluss von vielen Positionen in solzialen Berufen und in der Politik. Und ein Politiker sollte nicht zurücktreten müssen, weil er mit seinem Partner BDSM praktiziert.
Bei mir darf jeder machen, was ich will.

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Re: Cool da gehts um uns :)

Beitrag von Munro » 4. Jul 2014 23:02

MrCode hat geschrieben:Dem stimme ich nicht zu. Wenn jemand z.B. davon ausgeht, dass Menschen sich nur aufgrund psychischer Probleme schlagen lässt, dann ist der Schritt zur Behauptung, der Gegenpart würde diese psychischen Probleme nur ausnutzen, wenn er die Person schlägt, nicht mehr weit, und dann sind wir ganz schnell von einvernehmlichem BDSM in eine Darstellung von echter Gewalt gerutscht.
Warum schreibst du im ersten Satz, du stimmst mir nicht zu, nur um mir im zweiten Satz dann doch zuzustimmen? Einen Automatismus vom einen zum anderen behauptest du genauso wenig wie ich, die von mir genannte Möglichkeit lässt du also offen. Der zweite Teil des Satzes ist natürlich gut gedacht und sicherlich zutreffend. Die Frage ist, inwiefern diejenigen, die kranke Psyche unterstellen, die Einschränkung der Einwilligungsfähigkeit genauso stark sehen wie du in deinem Worst-Case-Szenario. Sehen sie diese Einschränkung nicht, kann zumindest ich gut mit ihrer (Fehl-)Einschätzung leben; und im anderen Fall können wir uns immerhin über Feingefühl bei der Frage der Einwilligungsfähigkeit in sexuelle Handlungen freuen.

Ernie hat geschrieben:Das finde ich höchst problematisch. Zum einem stimmen MrCodes Argumente, aber es kommen noch andere dazu: Wenn ich glaube, dass jemand krank ist, dann braucht er Hilfe. Dann sollte man ihn therapieren und ihm helfen seine Probleme zu lösen. Außerdem führt solche Ablehnung zum effektiven Ausschluss von vielen Positionen in solzialen Berufen und in der Politik. Und ein Politiker sollte nicht zurücktreten müssen, weil er mit seinem Partner BDSM praktiziert.
Die Benachteiligung in der Öffentlichkeit und im Berufsleben ist bei SMlern selten, weil es sich im Gegensatz zu Homosexualität bei SM um private sexuelle Vorlieben handelt, die in der Öffentlichkeit und im Berufsleben nicht ausgelebt oder gezeigt werden müssen und daher dort auch nicht zwangsläufig wahrgenommen werden, wie es eben bei Homosexuellen der Fall ist, die in der Öffentlichkeit als Pärchen auftreten. Deswegen brauchen wir keine Akzeptanz, also keine Öffentlichkeit, die eine positive Einstellung zu unserer Sexualität hat. Eine duldende Einstellung genügt, und die haben wir auf bereits hohem Niveau und in zunehmenden Maße. Das Niveau ist hoch genug, um nicht jeden sinnlosen Kampf gegen Windmühlen aufnehmen zu müssen; wie bei anderen gesellschaftlichen Themen gibt es für die letzten Gestrigen die biologische Lösung.

Auch der Wunsch, jemanden zu therapieren, ist mit der Toleranz unserer Neigung vereinbar, noch ein Grund, zumindest höchstens vorsichtig auf solche Haltungen zu antworten; Menschen, die sich angegangen fühlen, neigen selten zu einer Besserung ihrer Haltung. Und überlege mal selbst, welche Menschengruppen du gerne therapieren würdest, die du aber dennoch tolerierst und denen du im Alltag normal begegnest. Würden Politiker ständig versuchen, mich von ihrer psychischen Gesundheit zu überzeugen, würde ich sie dann vielleicht doch ganz ernsthaft einweisen lassen wollen, auch jenseits von Internet-Foren und Kommentar-Funktion.


Es gibt hin und wieder Situationen, in denen wir in unserem eigenen Leben mit Ablehnung aufgrund unserer Neigungen konfrontiert sind, bei den eigenen Eltern oder bei Freunden. Da gibt es wesentlich mehr für uns zu holen, da müssen wir auch mehr fordern als nur Toleranz. Anonyme Kommentar-Autoren im Internet gehören jedoch nicht zu denjenigen, die irgendwie Einfluss auf unser Leben hätten, außer dass sie bei dem ein oder anderen hier anscheinend noch Eindruck hinterlassen. Aber auch das gibt sich mit dem Älterwerden.

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Re: Cool da gehts um uns :)

Beitrag von Ernie » 5. Jul 2014 11:30

Munro hat geschrieben:
MrCode hat geschrieben:Dem stimme ich nicht zu. Wenn jemand z.B. davon ausgeht, dass Menschen sich nur aufgrund psychischer Probleme schlagen lässt, dann ist der Schritt zur Behauptung, der Gegenpart würde diese psychischen Probleme nur ausnutzen, wenn er die Person schlägt, nicht mehr weit, und dann sind wir ganz schnell von einvernehmlichem BDSM in eine Darstellung von echter Gewalt gerutscht.
Warum schreibst du im ersten Satz, du stimmst mir nicht zu, nur um mir im zweiten Satz dann doch zuzustimmen? Einen Automatismus vom einen zum anderen behauptest du genauso wenig wie ich, die von mir genannte Möglichkeit lässt du also offen. Der zweite Teil des Satzes ist natürlich gut gedacht und sicherlich zutreffend. Die Frage ist, inwiefern diejenigen, die kranke Psyche unterstellen, die Einschränkung der Einwilligungsfähigkeit genauso stark sehen wie du in deinem Worst-Case-Szenario. Sehen sie diese Einschränkung nicht, kann zumindest ich gut mit ihrer (Fehl-)Einschätzung leben; und im anderen Fall können wir uns immerhin über Feingefühl bei der Frage der Einwilligungsfähigkeit in sexuelle Handlungen freuen.

Ich sehe nicht, dass er dir zustimmt. Und auch nicht, dass das das Worst-Case-Szenario wäre, eher die konsequente Fortsetzung, wenn man BDSM für psychisch krank hält. Weswegen es sehr wichtig ist, dass wir als "normale" Gruppe anerkannt werden.

Munro hat geschrieben:Die Benachteiligung in der Öffentlichkeit und im Berufsleben ist bei SMlern selten, weil es sich im Gegensatz zu Homosexualität bei SM um private sexuelle Vorlieben handelt, die in der Öffentlichkeit und im Berufsleben nicht ausgelebt oder gezeigt werden müssen und daher dort auch nicht zwangsläufig wahrgenommen werden, wie es eben bei Homosexuellen der Fall ist, die in der Öffentlichkeit als Pärchen auftreten. Deswegen brauchen wir keine Akzeptanz, also keine Öffentlichkeit, die eine positive Einstellung zu unserer Sexualität hat. Eine duldende Einstellung genügt, und die haben wir auf bereits hohem Niveau und in zunehmenden Maße. Das Niveau ist hoch genug, um nicht jeden sinnlosen Kampf gegen Windmühlen aufnehmen zu müssen; wie bei anderen gesellschaftlichen Themen gibt es für die letzten Gestrigen die biologische Lösung.
Und wenn man zwangsgeoutet wird? Das gibt es ja auch. Dann läuft dein Expartner herum und erzählt, dass du auf die kranken Sachen stehst und plötzlich schließen sich dir Türen für Jobs und Ämter. "Tut mir Leid, aber ein Sadist darf unsere Kinder nicht betreuen." Deine Argumentation geht von einer idealen Situation aus, die geht aber schnell dauerhaft kaputt.
Munro hat geschrieben:Auch der Wunsch, jemanden zu therapieren, ist mit der Toleranz unserer Neigung vereinbar, noch ein Grund, zumindest höchstens vorsichtig auf solche Haltungen zu antworten; Menschen, die sich angegangen fühlen, neigen selten zu einer Besserung ihrer Haltung. Und überlege mal selbst, welche Menschengruppen du gerne therapieren würdest, die du aber dennoch tolerierst und denen du im Alltag normal begegnest. Würden Politiker ständig versuchen, mich von ihrer psychischen Gesundheit zu überzeugen, würde ich sie dann vielleicht doch ganz ernsthaft einweisen lassen wollen, auch jenseits von Internet-Foren und Kommentar-Funktion.
Das ist meiner Meinung nach eine problematische Haltung, weil sie von Therapie als etwas ausgeht, dass uns unangenehme Menschen als theapiewürdig ansieht,damit sie bequemer werden und nicht Menschen helfen soll, die leiden. Ich wünsche Leuten Therapie als Hilfe für deren Leben und nicht als Hilfe für meins.
Ist der letzte Satz reine Politikverdrossenheit oder verstehe ich ihn nicht? Ich denke, dass das dann keine Weiterentwicklung des Themas wäre, sondern ein Abkomen davon.
Munro hat geschrieben:Es gibt hin und wieder Situationen, in denen wir in unserem eigenen Leben mit Ablehnung aufgrund unserer Neigungen konfrontiert sind, bei den eigenen Eltern oder bei Freunden. Da gibt es wesentlich mehr für uns zu holen, da müssen wir auch mehr fordern als nur Toleranz. Anonyme Kommentar-Autoren im Internet gehören jedoch nicht zu denjenigen, die irgendwie Einfluss auf unser Leben hätten, außer dass sie bei dem ein oder anderen hier anscheinend noch Eindruck hinterlassen. Aber auch das gibt sich mit dem Älterwerden.
Bis auf den letzten Satz stimme ich dem jetzt zu :wink: Aber gerade haben wir über die gesamte Gesellschaft und nicht nur Onlinekommentatoren diskutiert^^.
Bei mir darf jeder machen, was ich will.

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