Buchvorstellung: Janin – Das Ende der Stille (Taschenbuch/eBook – Verlag Tredition)

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lena_l
Frischling
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Buchvorstellung: Janin – Das Ende der Stille (Taschenbuch/eBook – Verlag Tredition)

Ungelesener Beitrag von lena_l »

… ein erotisch-flagellantischer Roman … ein spannender Pfad der Erwachsenenliteratur …

Klapptext:
Unter dem falschen Namen Janin beginnt die junge Charlotte von Neubeck auf der Grafschaft Nissel als einfaches Stubenmädchen zu arbeiten. Dass Charlotte die einzige Tochter einer von den Behörden verfolgten Adelsfamilie ist, weiß nur die Gräfin selbst, die ihr widerwillig Unterschlupf gewährt. Die Flüchtige muss von nun an als niedere Bedienstete ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten. Schnell lernt die unerfahrene Charlotte, dass die tägliche Arbeit ihr alles abverlangt und bei Verfehlungen strenge Prügelstrafen drohen. Dennoch will sie ihrer Familie helfen und ist bereit, sehr viel zu riskieren…
Bild

… mein Debutroman! :-D

Nur - was schreibt man, wenn man das eigene Buch vorstellen möchte? Ich habe vor mehreren Wochen den Admins hier geschrieben, ob die eigene Buchvorstellung in Ordnung geht, jedoch leider keine Antwort erhalten. :(
Ich war in meiner Jugendzeit (in den frühen Phasen von smjg) hier regelmäßiger Gast und erinnere mich natürlich noch an diese spannende Zeit damals.

Aber nun zu Janin - Das Ende der Stille

Die Idee kam mir vor rund drei Jahren. Ich hatte bereits die eine oder andere Kurzgeschichte „mit pikanter Thematik“ verfasst, da ich gute Geschichten noch aus früherer Internet-Zeit kannte, wo das Bewegtbild noch Mangelware war. Der Büchermarkt ist voll von erotischer Literatur, die mich aber nie wirklich packen konnte. Und Bücher, welche das Thema Spanking, Züchtigung und Flagellation aufgreifen, waren mir ebenfalls zu plump. Meckern kann jeder – erst einmal besser machen, das war mein Gedanke!

Eine junge Frau, die willensstark und clever ist, rutscht unverschuldet in ein ihr fremdes Leben. Auf der Suche nach einem Ausweg entdeckt sie nicht nur ihre Sexualität, sondern wird auch erstmals mit körperlicher Gewalt konfrontiert. Gleichzeitig sollte all dies mit einer ansprechenden Geschichte verwoben werden: Spannung und Witz, zarte Liebe (emotional und körperlich) und die immerwährende Gefahr, entdeckt zu werden … zu verlieren. Die Darstellung war mir immens wichtig: keine plumpe Sprache, keine derben Dialoge, sondern feinfühliges Entdecken mit Fingerspitzengefühl. Doch ich habe mich auch nicht davor gescheut, Gewalt als das darzustellen, was sie sein kann: erschreckende Gewalt!

Herausgekommen ist ein 400-Seiten-Werk für Erwachsene, das derzeit auf der Buchplattform Lovelybooks in einer Leserunde besprochen und rezensiert wird. Für mich ist es ungemein spannend, erfahren zu dürfen, was für Eindrücke Leserinnen und Leser beim Entdecken meines Buches gewinnen, was mir besser oder weniger gut gelungen ist, ob die Figuren liebenswert sind und ob die großen Überraschungen auch tatsächlich funktionieren. Derzeit steht „Janin“ bei einer 4.5 Wertung, was für ein Buch aus besagtem Genre mega ist! Das werde ich sicherlich nicht ganz halten können, aber dennoch: ein klein wenig stolz bin ich. Denn ich habe das Buch als Selfpublisher herausgebracht!

Vielleicht hat ja der eine oder die andere von euch auch schon einmal mit dem Gedanken gespielt, ein Buch zu schreiben und dies zu veröffentlichen? Falls ihr hierzu Fragen habt, kann ich euch da aus erster Hand ungeschönte Infos geben. Bewerft mich daher mit all den Fragen, die euch bei diesem Thema auf der Seele liegen – ich kann ungeschönt und aus erster Hand von der ersten Idee bis zu dem Moment, wo man das eigene Taschenbuch in den Händen hält, berichten.

Schaut auch mal bei meiner Leserunde bei Lovelybooks vorbei. Von den Leserinnen und Lesern dort wird man auch als Neu-Autorin nicht mit Samthandschuhen angefasst, die schreiben ehrlich und direkt ihre Meinungen und Ansichten.
Selbstredend würde mich auch eure Meinung interessieren – man lernt immer dazu!

Leseprobe
Die ersten 20 Seiten gibt es beim Verlag kostenfrei - lest dort doch einfach mal rein!
Hier noch ein kleiner – und garantiert jugendfreier – Auszug:
Nun waren es meine Augen, die sich mit Tränen füllten, obwohl ich verbissen dagegen ankämpfte. Der Boden um mich herum war durchnässt, meine Kleidung war es ebenso und Carolina würde dafür sorgen, dass mir Hören und Sehen vergehen würde. Resigniert legten meine klammen Finger den nassen Lappen beiseite und ich ließ, von leisem Schluchzen begleitet, meinen Tränen freien Lauf. Auf ein paar Tropfen mehr kam es nun auch nicht mehr an!
In diesem Augenblick, als mir alles egal zu werden drohte, begann das Klavier im Erdgeschoss erneut zu spielen, zart und leise, mit einem Klang, der die Stille durchbrach und den Raum um mich herum zu erhellen schien. Er beschwichtigte mein Schluchzen und ich lauschte, wie die Musik in sanfter Melancholie zu mir emporwuchs, dabei an Kraft und Größe gewann, und schützend ihre Flügel über mir ausbreitete. Die Harmonien attackierten die mich verzehrende Kälte und drängten sie Schritt um Schritt zurück, umarmten und umgarnten mein Herz mit einer belebenden Leichtigkeit und schenkten mir selbstlos neuen Glauben und frische Zuversicht. Und auch wenn der Moment nicht lange weilte und die Musik wieder verstummte, so blieb doch ein kleiner, heller Schein, der mich durchflutete und mich wieder klarer sehen ließ.
Vor mir stand Marie und starrte mich fassungslos an.
»Um… Gottes Willen, was ist denn mit dir passiert?«, stammelte sie erschüttert.
Mit liebe Grüßen
Eure Lena

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