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Julia Strassburg - Was sie will

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SevenSins
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Julia Strassburg - Was sie will

Beitrag von SevenSins » 19. Jul 2010 11:30

Julia Strassburg - Was sie will

Gespannt habe ich auf Julia Strassburgs Erstlingswerk „Was sie will“ gewartet, liefert sie damit doch den ersten FemDom-Roman in der Anais-Reihe ab.

Ihre Protagonistin Tessa lebt in Berlin, ist Fotografin und sie hat Spaß daran Männer zu quälen und zu dominieren. So auch Jan und Marc.

Marc lernt Tessa als Toyboy78 über eine SM-Internetcommunity kennen. Das erste Date endet in einem kleinen Desaster, aber dennoch geht er Tessa nicht mehr aus dem Kopf. Und so beginnt eine Zeit voller Sehnsucht, Begierde und Spielereien, aber auch Unsicherheit, Herzschmerz und der Offensichtlichkeit, dass Marc Geheimnisse vor ihr hat.

Und dann ist da ja auch noch Jan. Mitbewohner ihrer besten Freundin Gela, introvertierter Medizinstudent, der aufblüht wenn er dienen und bedienen darf. Und so wird er während seiner Semesterferien zum Teilzeitsklaven, Butler, Haushaltshilfe und Herrscher über Tessas Küche.

Und so beginnt eine nervenaufreibende Zeit für Tessa zwischen Herz und Verstand, Spiel und Verantwortung, Liebe und Freundschaft, Marc und Jan.

Auch in diesem Teil aus der Anais-Reihe gilt: Wer eine Aneinanderreihung expliziter Sex- und Spielszenen erwartet wird enttäuscht. Es gibt sie - keine Frage - teilweise subtil, teilweise sehr direkt, aber immer eingebettet in die Wirrungen rund um Tessas Welt.

Das Buch liest sich flüssig und wer sich innerhalb der BDSM-Szene etwas auskennt kann über Anekdoten über DIE BDSM-Internetcommunity (Wer würde dahinter wohl die SZ vermuten? :angel: ), Umgangsformen, Klischees und den Umgang der Szenegänger untereinander, schmunzeln.
Gleichzeitig streut die Autorin über Tessas Gedankenwelt auch immer wieder kluge Aussagen über Liebe, SM und Partnerschaft ein.

Dennoch: Mir war Tessa auch über weite Strecken des Buches unsympathisch. Dies liegt insbesondere daran, dass sie sich in meinen Augen in weiten Teilen des Buches Jan gegenüber unverantwortlich verhält.

Allerdings: Auch das macht einen Reiz des Buches aus. Tessa ist nicht die perfekte, alles immer im Griff habende Domse, macht Fehler. Denn: Auch sie ist einfach eine Frau und abhängig von ihren Gefühlen und Stimmungen.

Alles in Allem: Schön, dass es endlich einen FemDom-Roman dieser Art aus der Anais-Reihe gibt, aber wirklich überzeugt hat es mich nicht. Dazu konnte ich persönlich mich einfach zu wenig mit Tessa identifizieren.

SevenSins
Wenn zwei Menschen sich treffen, einander gut tun wie verrückt, hinterher nicht mehr durch die Tür passen vor Grinsen - who cares about the fucking definition?

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