"Fifty Shades of Grey"

Antworten
deidre
Dauerposter
Beiträge: 1947
Registriert: 21. Apr 2007 09:54

Re: "Fifty Shades of Grey"

Beitrag von deidre »

Sophomore hat geschrieben:Heute wurde bei Spiegel-online direkt der nächste satirische Artikel über Fifty Shades of Grey nachgelegt.
http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 44199.html
Ich fand die Satire koestlich. Im Prinzip hat er naemlich Recht, SM IST Arbeit. [Ist jede anstaendige Beziehung, von gutem Sex ganz zu schweigen...]

Twilight fand ich richtig schlecht zusammen geschustert, weshalb ich auch um die Fanfiction einen Bogen machen werde.

Bluemoon
Schreiberling
Beiträge: 67
Registriert: 18. Nov 2011 11:04

Re: "Fifty Shades of Grey"

Beitrag von Bluemoon »

Neoktzchen hat geschrieben:Also ich versteh echt nicht was ihr alle habt (wegen dem Spiegel-Online Artikel). Ich finde ihn echt witzig und er stellt eine wahnsinnig gelungene Satire dar. Er beschreibt einerseits, wie lächerlich es ist, nur wegen eines Buches auf BDSM zu stehen und zeigt auch am Ende ein wenig auf, wie schwierig das sein kann, dass man sich richtig informieren muss und nicht nur einem Buch nacheifern soll. Also ich finde wirklich, das ist endlich mal etwas gelungenes in den Medien über das Buch und BDSM.
Das Problem wird wohl eher sein, dass die Mehrheit der Bevölkerung darin aber nicht die Satire sieht sondern alles für bare Münze nimmt.
"Gesegnet seien jene die nichts zu sagen haben und denoch schweigen." Autor unbekannt

Neoktzchen
Stammgast
Beiträge: 143
Registriert: 13. Sep 2011 21:51

Re: "Fifty Shades of Grey"

Beitrag von Neoktzchen »

Naja, was wäre so schlimm daran?
Darin steht nicht das BDSM krank ist, sonder anstrengend, dass man sich vorher informieren muss und das immerhin nicht gleich jedem seins ist. Und ich denke vor allem nach dem Absatz:
"Einen Sadisten, den hätte ich auch gern zu Hause. Aber du willst es ja immer spontan oder romantisch. Und am Ende muss noch über Gefühle geredet werden!"
merken die Leute, dass es witzig gemeint ist.
Also selbst wenn es von welchen ernst genommen wird, seh ich kein riesiges Negativ darin. Oder täusche ich mich?

Bluemoon
Schreiberling
Beiträge: 67
Registriert: 18. Nov 2011 11:04

Re: "Fifty Shades of Grey"

Beitrag von Bluemoon »

Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass manch einer von uns die anderen Berichte auch schon gelesen hat und langsam die Schnauze voll hat...
Aber bevor es in Schlägerei ausartet.
"Gesegnet seien jene die nichts zu sagen haben und denoch schweigen." Autor unbekannt

SevenSins
Forenstute
Beiträge: 1924
Registriert: 2. Apr 2005 00:00

Re: "Fifty Shades of Grey"

Beitrag von SevenSins »

So lange hast du gebraucht? Samstag gekauft, Sonntag früh fertig (Trotz Stammtisch) Verdammt ich muss lernen Bücher nicht aufzufressen!
Ja, für 3 Bücher brauch ich dann tatsächlich länger als 24 h neben Lernen und Jobben ;)
Wenn zwei Menschen sich treffen, einander gut tun wie verrückt, hinterher nicht mehr durch die Tür passen vor Grinsen - who cares about the fucking definition?

MrCode
Orga
Beiträge: 922
Registriert: 23. Jan 2011 12:52

Re: "Fifty Shades of Grey"

Beitrag von MrCode »

Da ich das Buch nicht gelesen habe, urteile ich auch nicht darüber. Allerdings finde ich die Benutzerkommentare unter dem Spiegel Online-Artikel interessant, weil es da oftmals um BDSM im Allgemeinen geht. Neben manch groteskem Unfug, den üblichen Klischees und "pfui, bäh"-Rufen entdeckt man da auch die eine oder andere nützliche Aussage zu den Auswirkungen der ganzen Debatte um das Buch:
(Benutzer Atheist_Crusader) Natürlich ist es nichts weiter als ein Hype. Der Normalbürger kriegt einen sehr oberflächlichen Einblick in die Szene und probiert vielleicht ein bisschen. Die Leute die tatsächlich was davon verstehen, beschweren sich über unprofessionelle Herangehensweise, Pauschalisierungen und dass sie als Spinner wegkommen. Ist mit jeder Subkultur so. In einem halben jahr interessiert das meist kein Schwein mehr.
Durchaus möglich, würde ich sagen. Vielleicht trägt der Hype aber auch ein wenig dazu bei, BDSM zu einem neutraleren Bild in der Gesellschaft zu verhelfen - nicht wegen des Buches direkt, sondern weil sich der eine oder andere dann doch mal informiert, und mehr wissen will, als ihm die Bildzeitung über BDSM verrät. Oder es bleibt eben bei der oberflächlichen Modewelle, ein paar mehr Leute probieren mal Plüschhandschellen aus, und in einem halben Jahr ist wieder alles beim Alten, inklusive der Vorstellungen über BDSM. Diese gesellschaftlichen Fragen finde ich viel interessanter als das Buch an sich.

Um noch einen anderen Kommentar zu zitieren, der die andere Seite darstellt:
Vorteil an dem Hype ist das evtl das ganze noch weniger in der Schmuddelecke steht, vielleicht mehr Frauen zu einer entsprechenden Neigung stehen und nicht meinen das würde dazu führen das sie sich jetzt wieder an den Herd fesseln und daheim bleiben müssen weil Sex ist Sex und nicht das reale Leben und was man im Bett auslebt hat wenig mit dem normalen Verhalten zu tun.

Félin
Dauerposter
Beiträge: 1560
Registriert: 5. Aug 2006 23:37

Re: "Fifty Shades of Grey"

Beitrag von Félin »

Love as thou wilt

Ich glaube, am Südpol gibt es keine Hummeln, weil Pinguine die Ungerechtigkeit nicht ertragen würden. (www.twitter.com/diktator)

<laura>
Vielschreiber
Beiträge: 393
Registriert: 21. Mai 2010 18:26

Re: "Fifty Shades of Grey"

Beitrag von <laura> »

Félin hat geschrieben:Noch ein paar Links, die ich ganz interessant fand:

Warum Fifty Shades schlechter gemacht wird als es ist

Abrechnung mit der Satire von SpON
Vielen Dank Félin für die interessanten Artikel.
Pornography made for men is rarely judged on its artistic merits – the average 20-minute RedTube clip has hundreds of thousands of views and practically nobody leaves comments complaining that the lighting is garish, that the pounding cheese music is weird and unsettling, or that there's someone's Bassett hound running about in the background[2].
Der Teil gefiel mir am besten. ^^

Doddo
Orga
Beiträge: 1522
Registriert: 14. Apr 2007 18:58

Re: "Fifty Shades of Grey"

Beitrag von Doddo »

Ich bin gerade auf Seite 120 oder so und ich muss sagen, dass es mich teilweise echt stört, wie hilflos Anastasia ist, wenn es um Grey geht. Erst fällt sie ins Büro, dann erbricht sie sich vor seinen Füßen...nein, ich glaub, ich mag stärkere Persönlichkeiten lieber als Submissive.
Abgesehen davon...ja mei, es ist ein Porno. Ich finds ganz nett, dass sie so detailliert beschreibt, das hat man in Büchern selten, man kanns lesen und sich daran ein bisschen erfreuen. Aber ich bin ja auch nicht mit dem Gedanken an das Buch herangegangen, neue Weltliteratur vorzufinden.
Ad finem fidelis.

Gewitterwind
Unglaublicher Schreiber
Beiträge: 1350
Registriert: 19. Jan 2008 14:22

Re: "Fifty Shades of Grey"

Beitrag von Gewitterwind »

Doddo hat geschrieben: ich muss sagen, dass es mich teilweise echt stört, wie hilflos Anastasia ist, wenn es um Grey geht.
Das empfinde ich ähnlich - und ich verstehe einfach nicht, welchen Reiz sie auf ihn ausübt. Ich als mega-erfahrener Mega-Dom (höhö) fände Personen wie Kate zum Beispiel viel interessanter - herausfordernder?

(Ja, ich verstehe im Sinne der Erzählung schon, warum er sie will und so, aber ich finde es nicht wirklich kohärent.)

Ansonsten ist mein Fazit ähnlich, es war unterhaltsam zu lesen, teilweise schrecklich geschrieben, einige Passagen fand ich schon nett, besonders den eMail-Verkehr fand ich immer sehr niedlich, und für nen Porno ist es nicht explizit genug. *g* Und die Twilight-Parallelen waren einfach sehr offensichtlich, aber mei, ich habe da auch nichts anderes erwartet. Jetzt muss ich mir leider von irgendjemandem Teil 2 und 3 leihen, Cliffhanger sind gemein.
And if you're gonna dine with them cannibals -
Sooner or later, darling, you're gonna get eaten
(Nick Cave)

Antworten

Zurück zu „Buchbesprechungen“