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Maria/Bussen - Liebe an der Schmerzgrenze

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SevenSins
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Maria/Bussen - Liebe an der Schmerzgrenze

Beitrag von SevenSins » 16. Feb 2011 22:30

Stephanie Maria / Tim Bussen - Liebe an der Schmerzgrenze

In „Liebe an der Schmerzgrenze - Die Leichtigkeit des Leidens - 16 Gespräche über den Reiz des Sadomasochismus" zeigen Stephanie Maria und Tim Bussen in 16 umfangreichen Interviews wie facettenreich BDSM fernab der gängigen Klischees doch ist.

Männer, Frauen und Paare, unterschiedlichsten Alters, Schwerpunkten und Sehnsüchten kommen zu Wort.

Da wäre zum Einen Ariella, 20 Jahre alt, für die sich in ihrem BDSM alles um die möglichst authentische Auslebung ihrer Rape-Phantasien dreht. Nina und Alexander, die sich fern ihrer offiziellen Beziehungen jede Woche Raum für ihre Neigung und ganz eigene Beziehung schaffen. Die 32jährige Biologin Mia, der es völlig egal ist ob ihr Gegenüber auch Lust verspürt. Louise, die ihre Erfüllung als Sklavin ihres Arne im Total Power Exchange gefunden hat. Lady Velvet Steel, die eigentlich Switcherin ist und sich sowohl professionell als Domina, als auch auf privater Eben auslebt. Immer unter dem Gesichtspunkt: Warum sollte ich mich nur auf eine Seite beschränken? Und, und, und ...

Ich muss zugeben: Auf Grund des Covers hatte ich mir nicht sehr viel von diesem Buch versprochen. Bereits das Vorwort hat mich dann allerdings positiv überrascht. Schon nach den ersten Interviews habe ich es weiterempfohlen.

Die Interviews sind vielschichtig und abwechslungsreich, zeigen sehr unterschiedliche Menschen und die unterschiedlichen Geschichte ihres persönlichen BDSM. Stephanie Maria und Tim Bussen lenken die Interviews sehr geschickt. Die Fragen sind gut gewählt. Sowohl Standardfragen (Erstes Aufblitzen der Neigung, erste Erfahrungen, Entwicklungen, Vorlieben und Sehnsüchte, Tabus, worauf wird die Neigung zurückgeführt, etc.), als auch die individuellen Sichtweisen und Einstellungen des Einzelnen, werden abgeklopft.

Das Einzige was ich bemängeln würde wäre, dass der reine Sadist/Masochist etwas zu kurz kommen. Ein Interview mit jemanden, der wirklich nur der körperlichen Seite des BDSM etwas abgewinnen kann, hätte das Buch für mich gänzlich abgerundet.

Wer einen vielschichtigen Einblick in das gelebte BDSM hinter den Klischees erhalten möchte, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt.

Insbesondere auch Anfängern, die noch etwas mit ihrer eigenen Neigung hadern, sich erschlagen fühlen von der reinen Informationsflut, sich von den üblichen Klischees nur schwer trennen und deshalb das Schlagwort BDSM nur schwer mit ihren eigenen, persönlichen Sehnsüchten in Verbindung bringen können, sei das Buch wärmstens empfohlen.

SevenSins
Wenn zwei Menschen sich treffen, einander gut tun wie verrückt, hinterher nicht mehr durch die Tür passen vor Grinsen - who cares about the fucking definition?

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