Polyamorie

Alles zum Thema BDSM und soziale Kontakte (Partner, Eltern, Freunde etc.)

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Mitternacht
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Re: Polyamorie

Beitrag von Mitternacht » 21. Nov 2017 03:56

Ich brauche sehr viel Liebe und Streicheleinheiten (Und natürlich andere pöse Dinge im BDSM Bereich).
Deshalb kann ich mir eine Monogame Beziehung schon vorstellen, habe ich auch das ein oder andere Mal gehabt, aber Polygamie fand ich eigentlich immer besser. Und mehrere Menschen derart zu lieben ist auch kein Kunststück.

Momentan bin ich aber eh aus allem raus was mit Beziehungen zu tun hat, und hege dafür eine "richtige" und 2 Nebensächliche Spielbeziehungen.
Finde ich allgemein am besten. Man kriegt/gibt seinen Flausch und kommt auch in Sachen BDSM nicht zu kurz, und trotzdem bin ich frei und habe niemanden der mir über die Schulter schaut egal was ich tue.
Wenn ich sterbe, dann sterbe ich auch verdammt nochmal gerne

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Fluffy_Kitten
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Re: Polyamorie

Beitrag von Fluffy_Kitten » 2. Dez 2017 05:29

Ja das ist eben sehr offen und jeder kommt auf seine kosten
Mitternacht hat geschrieben:
21. Nov 2017 03:56
Ich brauche sehr viel Liebe und Streicheleinheiten (Und natürlich andere pöse Dinge im BDSM Bereich).
Deshalb kann ich mir eine Monogame Beziehung schon vorstellen, habe ich auch das ein oder andere Mal gehabt, aber Polygamie fand ich eigentlich immer besser. Und mehrere Menschen derart zu lieben ist auch kein Kunststück.

Momentan bin ich aber eh aus allem raus was mit Beziehungen zu tun hat, und hege dafür eine "richtige" und 2 Nebensächliche Spielbeziehungen.
Finde ich allgemein am besten. Man kriegt/gibt seinen Flausch und kommt auch in Sachen BDSM nicht zu kurz, und trotzdem bin ich frei und habe niemanden der mir über die Schulter schaut egal was ich tue.

Creo
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Re: Polyamorie

Beitrag von Creo » 14. Dez 2017 17:33

Den ersten Kontakt mit Polyamorie hatte ich vor ca. 6 Jahren, konnte es mir damals aber so gar nicht vorstellen. Dabei hatte ich da schon durchaus Erfahrung damit, dass ich auch in Beziehungen eine starke Anziehung zu anderen Personen entwickeln kann. Damals hab ich mir aber selbst eingeredet, dass meine True Love (TM) alles sei, was ich brauche und hab daher alles davon abweichende unterdrückt. Dass das nicht wirklich lang gut ging, sollte eigentlich klar sein.
Allerdings komme ich ganz gut damit klar, Sexuelles auf eine Person zu beschränken, solange ich eben ansonsten viel körperliche Nähe und emotionale Intimität mit anderen Personen haben kann. Nur sehe ich da mittlerweile halt wenig Gründe für außer eben, dass es "normaler" wirkt.
Auf jeden Fall... Mein Freund und ich waren fast 4 Jahre lang ganz klassisch "mono geschlossen", ehe er sich immer stärker für eine offene Beziehung aussprach. Ich war anfangs doch ziemlich skeptisch, stimmte aber letztlich doch zu, nachdem ich ihm erklärt hatte, dass ich mich eher in Richtung poly sehe als das was man sich typischerweise unter einer offenen Beziehung vorstellt. Sex ohne eine langfristig angelegte Beziehung mit emotionalem Tiefgang ist für mich nicht wirklich vorstellbar ;)

Und tja... Nun bin ich hier.
Ich habe weiterhin meinen Freund und auch wenn die Umstellung uns beiden nicht ganz leicht fällt, sind wir doch optimistisch, es bewältigen zu können. Ich bin unheimlich sehr dankbar dafür, wie verständnisvoll und geduldig er mit mir ist, wenn ich zwischen Studium und Hormonchaos taumel und er dadurch zuletzt kürzer treten musste als es eigentlich fair ist.
Ich habe aber eben auch einen neuen, wunderbaren Menschen in meinem Leben, den ich sehr lieb habe und den ich definitiv nicht mehr missen will. Im Gegenteil, ich würde ihn gern öfter sehen, ohne den Gedanken im Hinterkopf, das Beste aus jedem Treffen rausholen zu müssen. Ich will ihn auch mal einfach nach nem stressigen Tag im Arm halten oder Tee kochen, wenn er krank ist xD
Früher wäre es eine schwere Entscheidung gewesen... Ich hätte wohl entweder eine spannende, tolle neue Bekanntschaft im Keim erstickt, damit ja keine Gefühle entstehen, oder wenn es eben doch so weit gekommen wäre, meine alte, über Jahre gewachsene und krisenerprobte Beziehung beendet. Nun kann ich diese beiden wundervollen Menschen in meinem Leben genießen =)

Ansonsten habe ich noch einen recht festen Spielpartner. Hier ist das Fundament ganz klar Freundschaft... Wir verstehen uns einfach gut, fühlen uns wohl miteinander und haben an ähnlichen Dingen Spaß, haben aber jeweils ganz klar andere Partner, die eine höhere Priorität haben. Und es ist unheimlich entspannt, auch mal einfach sagen zu können "Sorry, können wir die Verabredung auf ein anderes Wochenende schieben? Meine Freundin ist krank und ich würd mich gern um sie kümmern." ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, weil man jemanden vernachlässigt.
Bei Problemen sind wir aber immer füreinander da und geben auch aufeinander Acht, wenn wir gemeinsam unterwegs sind. Wenn ich bei nem Fesseltreff mal mit anderen Riggern tüddle, hat er beispielsweise n Auge auf mich

Dazu habe ich noch immer mal wieder Menschen, mit denen der Kontakt eher locker ist. Ob nun einfach Flauschen, gelegentliches Fesseln oder ne schöne Kabbelei... Ich mag diese Leute und sie bereichern mein Leben, sind aber kein dauerhafter Teil meines Beziehungslebens und ich würde sie nicht als Partner beizeichnen.

Für mich ist das aktuell ideal so. Ich habe viele fantastische Menschen in meinem Leben, die ich lieb haben und flauschen kann (und eben manchmal andere Sachen) und wenn ich jemanden brauche, ist soweit eigentlich immer wer da... Aber sie gewähren mir auch alle meine Freiräume und wenn ich mal meine Ruhe will, bekomm ich die auch.
Aber mal ehrlich... Zumindest mit denen, die mir am nächsten stehen, kann ich auch gemeinsam ganz wunderbar für mich sein und kann dennoch immer ne Umarmung bekommen, wenn mir der Sinn danach steht ^-^

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