monogamie

Alles zum Thema BDSM und soziale Kontakte (Partner, Eltern, Freunde etc.)

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Gast

 

Beitrag von Gast » 17. Okt 2018 23:32

Sex und Liebe sind erstmal zwei grundverschiedene Dinge. Die Lust auf Sex wurde uns von der Natur gegeben damit wir uns überhaupt vermehren, Liebe hat die Wurzel in der Sozialen Verkettung. Liebe hat aber nichts mit Besitz zu tun - besitzen tut man nur sich selbst.

Wenn man Eifersüchtig ist hat man Angst, Angst davor das man seine Partner oder Partnerin verlieren könnte. Dennoch ist es nicht schlecht ein bissel Eifersüchtig zu sein, so zeigt man seinem Partner immer noch das interesse das es einem nicht gleichgültig ist.

Wenn wir ganz genau sind, sind Monogame Beziehungsmodelle eigentlich nur eine Erfindung des Christlichen Glaubens. Nur entspricht das in keinster weise der Menschlichen Natur. Das Monogame Beziehungsmodell hat lange Zeit gut Funktioniert, das war zu Zeiten wo die Ehe ein Leben lang gehalten hat wo es darum ging viele Kinder in die Welt zu setzen um seinen Hof bestehen zu lassen - da war das Thema Sex aber noch sehr Pfui. Mittlerweile leben wir in einer "aufgeklärten" Zeit, Sex dient nicht mehr primär der Fortpflanzung, wir machen Sex weil es uns Spaß macht eben ein intensives Gefühl bietet.
Beziehungen halten heute auch nicht mehr ein Leben lang, so ist im Schnitt nach sieben Jahren Schluss. Die Gründe sind unterschiedlich aber einer der Hauptgründe ist Sex. Entweder ist im Sex schon zuviel Routine, oder der Partner bevorzugt bestimmte Praktiken nicht. Wer seinen Partner liebt und ihn nicht betrügen will, legt seine Wünsche ad akta und das rächt sich irgendwann, oder man liebt seinen Partner geht aber dennoch Fremd um sich eben das zu holen was man daheim nicht bekommt. Endet meist im Beziehungsbruch im dümmsten Fall leiden die eigenen Kinder darunter.

Also was ist nun wenn man seinen Partner liebt, er aber kein SM mit dir machen will weil es nicht in sein Weltbild passt? Bei manchen bringt das viele reden auch nichts, bei manchen endet es damit das Wörter durch den Raum fliegen die man besser nie gesagt hätte. Also was bleibt? Schluss machen einen neuen Partner suchen, oder zu einer Professionellen gehen oder den Seitensprung? Ersters wäre wohl ehrlich dummerweise liebt man seinen Partner (auch wenn es auf der sexuellen schiene nicht so läuft wie man es gerne hätte), die letzten beiden basieren auf einer Lüge wohin das führt habe ich weiter oben schon beschrieben.
Wäre es dann nicht vielleicht besser eine Partnerschaft anzustreben in der sich die Partner mit anderen sexuell austoben kann (um damit zufriedener zu sein) und dennoch mit seinem Liebespartner verbunden zu sein? Basierend auf Ehrlichkeit. Funktioniert natürlich nur solange bis man plötzlich Gefühle für den Fremden Partner empfindet.
Wie gesagt es geht hier eigentlich nur um Sex - befriedigung der Geilheit - nicht um Liebe.

Ich selbst bin Monogam, würde aber einer Polygamen Beziehung nicht im Weg stehen, den auch wenn meine Freundin mit einer anderen Frau oder Mann im Bett liegen würde - vertrau ich ihr das ihr Herz immer noch meins ist.

Creo
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Re: monogamie

Beitrag von Creo » 12. Nov 2018 21:35

Das was du beschreibst ist eher eine offene Beziehung.
Polyamorie (wie schon lange zuvor erwähnt bezieht sich -gamie eigentlich nur auf Ehen) umfasst explizit Liebesbeziehungen zu mehreren Leuten, nicht nur Sex ohne weiteres emotionales Attachment.

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blacky_99
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Re: monogamie

Beitrag von blacky_99 » 22. Nov 2018 19:47

Spielpartnerschaften führe ich problemlos - und gerne - polygam.
Ich sehe keine Notwendigkeit darin eine Sub für mich und nur mich zu beanspruchen wenn ich sie nicht liebe und sie mich nicht,
genauso wenig habe ich keinen Drang mich auf sie zu "beschränken" wenn keine Gefühle mit im Spiel sind.
Klar, Regeln brauche ich bei festen Spielpartnerschaften (also regelmäßiges Spielen miteinander statt spontanen ONSs wenn man aufeinander trifft) auch und bestehe auch bei meiner Spielpartnerin auf eben diese - vor allem darauf, dass sie sich daran hält,
aber bei einer non-amorösen Partnerschaft ist Polygamie für mich eindeutig sinnvoller, besser, einfacher und angenehmer als Monogamie.

Allerdings, wenn ich eine Liebesbeziehung führe, muss diese zu 100% monogam sein. Eine Partnerin, die ich liebe, kann ich nicht teilen, und ich will auch nicht, dass sie bereit ist, mich zu teilen - geschweige denn wollte ich fremdgehen.

Also, in Kurzfassung:
Spielpartnerschaft/"Affäre"/"Freundschaft plus" mit Regeln polygam,
Liebesbeziehung monogam.
"I wanna hurt you just to hear you screaming my name."

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