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Ein hungriger Dom...

Hier geht es um die ersten Male, Outing und sonstige Probleme

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The Thotbot
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Ein hungriger Dom...

Beitrag von The Thotbot » 11. Sep 2018 19:29

Heya Leute!
Ich habe seit einer Weile schon eine Sache die mich ziemlich beschäftigt und mir nicht aus dem Kopf will, es ist aber eine längere Geschichte. Also fange ich mal an:
Im Grunde würde ich mich als durch und durch dominant bezeichnen, selbst im non-bdsm Privatleben habe ich keinerlei Schwierigkeiten... meinen Willen durchzusetzten, sage ich es mal so.
Früher war das allerdings nicht immer so. Tatsächlich hielt ich mich einen Großteil meines Lebens für ein Sub, vermutlich weil ich dachte, dass es bei Frauen nun einmal so sein müsste (nicht das irgendwer mir das eingeredet hätte, das war einfach meine Annahme).
Mittlerweile habe ich allerdings überhaupt keine devoten Neigungen mehr und bezweifele auch, ob ich sie jemals wirklich hatte.
So weit so normal, sowas passiert vielen dominanten Frauen. Hier ist aber der Haken, ich muss allerdings etwas weiter ausholen:

Bis vor ca. anderthalb Jahren litt ich unter einem stark gestörten Essverhalten und generellem Selbsthass, wie es leider bei viel zu vielen Teenagern der Fall ist. Es artete für mich nie in einem wahrhaft lebensbedrohliches Maß aus und ich würde es auch nicht wirklich als Magersucht bezeichnen, aber es gab schon mal lange Zeitperioden in welchen ich nichts weiteres als Wasser zu mir nehmen würde.
Eine Sache, welche vielleicht etwas ungewöhnlich an der ganzen Situation war, ist der Fakt das ich immer wenn ich mich hungern lassen würde so ein angenehmes, sehr devotes Gefühl hatte.
Damals hatte ich mir noch nicht viel dabei gedacht, da ich mich sowieso für einen Sub hielt, aber mittlerweile ist die Sache etwas komplizierter.

Ich habe glücklicherweise mittlerweile ein normales, gesundes Essverhalten und finde mich selbst auch nicht mehr so furchtbar, die depressiven Neigungen sind schon seit einer Weile weg.
Also warum frage ich, warum ist Hungern immer noch das einzige Ding, was mich in Subspace transportiert? Sollte ich mich deswegen eher als Switch bezeichnen? Sollte ich der Sache überhaupt nachgehen, oder wäre das ein erneutes Risiko für meine mentale Gesundheit? Hat vielleicht jemand anderes ähnliche Erfahrungen gemacht?

Dankeschön erst einmal fürs Lesen, ich würde mich freuen eure Meinungen dazu zu hören. :D

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Psy
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Re: Ein hungriger Dom...

Beitrag von Psy » 12. Sep 2018 21:58

Hi The Thotbot. Mich bringen ein paar Aspekte über die du geschrieben hast selbst ziemlich zum Nachdenken. Also nicht wundern wenn sich Teile meiner Antwort eher wie ein innerer Monolog anhören :D
The Thotbot hat geschrieben:
11. Sep 2018 19:29
Sollte ich der Sache überhaupt nachgehen, oder wäre das ein erneutes Risiko für meine mentale Gesundheit? Hat vielleicht jemand anderes ähnliche Erfahrungen gemacht?
Mit eigenen Erfahrungen zum Thema ungesundes Essverhalten, Hungern etc. kann ich leider nicht aushelfen (ich werde eher grantig wenn ich Hunger habe :lol: ).Was mich aber interessieren würde, was du mit dem "angenehmen devoten Gefühl" beim Hungern meinst? Was fühlst bzw. denkst du denn dabei bzw. hast du früher gedacht? Als ich das gelesen habe musste ich mich nämlich direkt fragen, warum ich eigentlich in erster Linie Frauen mit "Normal"- und leichtes "Übergewicht" attraktiv finde und dünnere Frauen hingegen weniger. Da kam mir die Vermutung, dass ich es vielleicht unbewusst mit "Verzicht" verbinde und damit in Verbindung stehend ein mögliches "devot sein" der Frau. Auf der anderen Seite musste ich direkt dran denken, dass aufs Essen verzichten ja auch irgendwo was mit Kontrolle oder Macht über den eigenen Körper zu tun haben kann. Und das wiederum geht für mich schon wieder in die andere Richtung.
The Thotbot hat geschrieben:
11. Sep 2018 19:29
Also warum frage ich, warum ist Hungern immer noch das einzige Ding, was mich in Subspace transportiert? Sollte ich mich deswegen eher als Switch bezeichnen?
Du schriebst ja, dass du dich mittlerweile - im Gegensatz zu früher - als durch und durch dominant bezeichnen würdest. Auch außerhalb von BDSM. Auch darüber musste ich nachsinnen. Insbesondere deswegen, weil ich erst vor nicht allzu langer Zeit angefangen habe mich wirklich bewusst mit meiner devoten Neigung zu beschäftigen. Meine Erfahrungen/Meinungen beruhen daher auf Erfahrungen mit Femdom aus Partnerschaften/Bekanntschaften, nicht aber mit Menschen die so richtig in der Szene aktiv sind. Bei mir ist es eben so, dass ich den Alltag (v.a. in Beziehungen) und BDSM innerlich gar nicht so richtig voneinander trennen kann und möchte. Eigentlich tue ich mich mittlerweile sogar schwer von "devot" oder "dominant" zu reden, weil es für mich persönlich eher um Aspekte von Hingabe, Vertrauen und Kontrolle haben bzw. Kontrolle abgeben geht. Im Spiel kann ich devot und dominant klar verorten und es beruht ja auf einer freiwilligen Abgabe von Kontrolle und Einwilligen in diese Dynamik. Was den Alltag (z.B. in einer Partnerschaft) angeht fällt mir das schon schwerer, weil es Bereiche gibt in denen ich gerne die Kontrolle übernehme und Bereiche in denen ich es liebe Kontrolle abzugeben. Und da kann für mich eben genauso etwas sexuelles mitschwingen bzw. steht es teilweise auch in Verbindung mit BDSM für mich.

Was ich eigentlich sagen will: Ich denke mittlerweile, dass jeder sowohl "devote" als auch "dominante" Anteile hat und es eher auf den jeweiligen Kontext und die jeweilige Intensität ankommt. Man kann sich in einem Bereich vielleicht eher als dominant erleben und in einem anderen eher als devot. Und im Bett dann genauso. Und das kann je nach Umständen (z.B. Stimmung etc.) auch variieren. Womit man sich letzendlich identifiziert und als dom, sub oder switch bezeichnet ist ja dann dementsprechend völlig individuell.

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Re: Ein hungriger Dom...

Beitrag von Telesubbie » 15. Sep 2018 00:25

Ich würde vermuten, dass durch das Hungern der Körper so geschwächt wird, dass ein Subspace ähnlicher Zustand entsteht... Klingt für mich aber sehr ungesund.
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Re: Ein hungriger Dom...

Beitrag von Kätzchen » 15. Sep 2018 08:46

Also warum frage ich, warum ist Hungern immer noch das einzige Ding, was mich in Subspace transportiert?
Das was du als "Subspace" kennst ist einfach nur eine Endophinausschüttung, die es in vielen Momenten gibt. Viele kennen das aus dem Sport (sog. Runners High). Das hat also erstmal überhaupt gar nichts mit BDSM zu tun. Genau so eine Endorphinausschüttung gibt es auch beim Fasten (auch Hunger High genannt).

Wikipedia dazu:
Bei längerem Fasten schüttet der Körper Endorphine aus, was das Hungern erträglicher macht und zu euphorischen Gefühlszuständen führen kann.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sterbefasten#Physiologie

Ist also physiologisch völlig normal und hat absolut gar nichts mit deiner Sexuellen Neigung zu tun. Du ordnest die Körperliche & Psychische Reaktion einfach falsch zu. Hunger High ist nicht eine Variante von Sub-Sein, sondern ein anderer Weg die Endorphinausschüttung zu porduzieren, die durch viele Wege zu erreichen ist, unter anderem eben auch durch BDSM.

Also: Überkategorie "Endorphinausschüttung" mit X "Praktiken" als Unterkategorien, die dazu führen können. Die Praktiken haben aber alle erstmal nix miteinander zu tun.

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Re: Ein hungriger Dom...

Beitrag von Chaly69 » 16. Sep 2018 01:28

Nein,das hat so ziemlich gar nichts mit sexueller Neigung zu tun... wie schon gesagt wurde, wird durch das Hungern im Körper ein Ausnahmezustand ausgelöst und es werden Endorphine freigesetzt, was dir dieses Hochgefühl gibt. Auch würde ich hier nicht mehr von einem einfachen Subspace sprechen, weil es dich und deine Körper in Gefahr bringt und BDSM sollte ja sicher sein.
Sei bitte generell damit vorsichtig Problemverhalten auf sexuelle Neigungen zu schieben, das läuft in der Regel nicht so gut.

Ich würde das ganze mehr als einen selbstzerstörerischen Trieb einordnen,wieso ich dir raten würde mal, zu deiner eigenen Sicherheit, mit einem Psychologen darüber zu sprechen.
Der leere Wunsch, die Zeit zwischen dem Begehren, und dem Erwerben des Begehrten vernichtet zu werden, ist Sehnsucht. -Kant

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