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Dominante Frauen erkennen?

Hier geht es um die ersten Male, Outing und sonstige Probleme

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Psy
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Dominante Frauen erkennen?

Beitrag von Psy » 2. Jun 2018 14:19

Hallo zusammen :)

ich habe mich vorhin angemeldet, da ich mir in letzter Zeit so einige Fragen rund um das Thema weibliche Dominanz stelle und mich das Thema aktuell einfach nicht mehr loslässt. Da bin ich auf dieses Forum gestoßen.
Kurz zu mir: Ich bin 24, studiere noch und habe schon seit früher Schulzeit devote/masochistische Vorlieben. Wirklich in einer "BDSM-Szene" war ich nie, hatte leider auch noch nie eine "Session" in dem Sinne, habe jedoch glücklicherweise ein paar Erfahrungen in die Richtung mit ehemaligen Partnerinnen und auch Bekanntschaften machen können. Aktuell "läuft" jedoch nichts. Grundsätzlich habe ich gemerkt, dass ich mich sehr von dominanteren Frauen angezogen fühle und mich mit ihnen auch viel besser verstehe. Sowohl in Partnerschaften als auch im Alltag.

Da ich gerne dominantere Frauen in ihren Erlebens- und Verhaltensweisen besser kennen lernen und verstehen möchte, würde ich hier im Forum gerne ein paar Fragen stellen und freue mich über eure Antworten :)

1. Gibt es eureren Erfahrungen nach bestimmte Verhaltensweisen oder Persönlichkeitseigenschaften, an denen man dominante Frauen im Alltag gut und vielleicht sogar schnell erkennen kann??


Eigene Gedanken/Beobachtungen die ich dazu habe:
Natürlich ist jeder Mensch individuell, aber gibt es eventuell Tendenzen zu bestimmten Verhaltensweisen/Eigenschaften? z.B.:
Eine dominante Frau fällt tendenziell im Gespräch leichter Blickkontakt zu halten, ihr fällt es leicht Gespräche zu beginnen, sie trifft gerne Entscheidungen, übernimmt Planungen, sie formt und nörgelt evtl. gerne, hat eine hohe Eigeninitiative, ist zielstrebig und ehrgeizig, kennt ihre Ziele, zeigt sich in Gesprächen eher dominant indem sie z.B. längere Redezeiten und Redebeiträge für sich beansprucht und ihre Aussagen verbal/paraverbal nicht abschwächt? Sie nimmt auch gerne eher den Raum in Anspruch (Beispiel im Zug die Füße auf den gegenüber liegenden Sitz legen :D )?

2. Inwiefern kann man denn von einem dominanteren Auftreten im Alltag, in der Kommunikation etc. auch auf dominante Vorlieben im Bett schließen? Meiner Erfahrung nach lässt dieser Punkt besonders schwer beantworten :? ?

Ich hoffe ich erschlage hier niemanden mit der Textwand und freue mich wirklich über jede eurer Erfahrungen/Ideen :) !

Kätzchen
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Re: Dominante Frauen erkennen?

Beitrag von Kätzchen » 2. Jun 2018 14:25

1. Nein, kann man nicht. Absolut nicht. Warum? Siehe 2.

2. Alltags-Ich hat nichts mit sexuellen Vorlieben zu tun. Es gibt Menschen, die diese Eigenschaften auch gerne im Bett zeigen. Es gibt Menschen, die im Bett genau die andere Rolle einnehmen und den Ausgleich genießen. Und es gibt Menschen, die trotz "eindeutigem" Alltagsverhalten einfach auf Blümchensex stehen.

Ist ne Standard-Frage, wäre schön, wenns ginge. Funktioniert aber einfach nicht. Willst du gezielt Frauen mit solchen Neigungen kennen lernen, dann geh dorthin, wo man diese gesammelt trifft (Stammtische, Parties - ggf beides sogar mit Femdom-Thema). Oder du suchst halt "im Alltag" und sortierst 98% der Frauen im Kennenlernprozess aus. Das sind die möglichen Wege.

Psy
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Re: Dominante Frauen erkennen?

Beitrag von Psy » 2. Jun 2018 15:16

Oh das ging schnell. Danke dir für deine Antwort!

Du sprichst diesen Punkt an, der mich besonders beschäftigt.
Vielleicht versuche ich auch nochmal zu differenzieren, glaube ich habe es etwas missverständlich ausgedrückt : Ich fühle mich sowohl mehr zu Frauen hingezogen, die 1) im Alltag und in der Beziehungsgestaltung eher den dominanten Part einnehmen 2) als dies auch im Bett tun.

Die erste Frage bezog sich eher auf dominanteres Verhalten im Alltag (ohne direkten Bezug auf solche Neigungen im Bett). Also ob man zum Beispiel anhand bestimmter Verhaltensweisen (wenn ich mich z.B. mit einer Frau auf einer Party, im Supermarkt etc. unterhalte, die ich vorher nicht kannte) Tendenzen erkennen kann, ob sie grundsätzlich eine dominante Art im Alltag an sich hat und diese wohl auch in einer Beziehungsgestaltung einnehmen wird (nicht spezifisch auf Sex und Femdom-Praktiken bezogen).
Mir ist nämlich aufgefallen, dass ich - wohl insbesondere unbewusst - in der Vergangenheit eher mit dominanteren Frauen in Kontakt stand bzw. dies dann die Frauen waren, die auch Interesse an mir hatten. Andere eher weniger. Und dann habe ich mal reflektiert und oben aufgeschrieben, welche Verhaltensweisen/Eigenschaften mir besonders an Ihnen aufgefallen ist.

Zur zweiten Frage: Mir ist bewusst, dass man leider von solchem Alltagsverhalten nicht einfach auf Neigungen im Bett schließen kann. Insbesondere wenn es z.B. um das Einnehmen bestimmter beruflicher Rollen geht die ein dominantes Verhalten voraussetzen (z.B. in der Geschäftsführung etc.)

Aber ich frage mich, ob es denn nicht doch mögliche Anzeichen gibt (ohne direktes Fragen nach Neigungen/Austesten) die auf mögliche sexuelle (in meinem Fall dominante ) Neigungen hinweisen.
Da muss es doch irgendwas geben :?. Das ist der Bereich der sich mir einfach nicht erschließt.

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Re: Dominante Frauen erkennen?

Beitrag von Seelenoede » 2. Jun 2018 19:36

Zu 1. lerne die Person kennen und dann erkennst du das. Ansonsten lässt sich nach einem kurzen Kontakt nie feststellen, wie der Mensch auch in anderen Situationen tickt.

Zu 2. Nein. Tut mir leid.
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Disclaimer: Wenn ich als Mod schreibe, dann sag ich auch, dass ich als Mod schreibe.

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Re: Dominante Frauen erkennen?

Beitrag von Kätzchen » 3. Jun 2018 10:13

Psy hat geschrieben:
2. Jun 2018 15:16
Aber ich frage mich, ob es denn nicht doch mögliche Anzeichen gibt (ohne direktes Fragen nach Neigungen/Austesten) die auf mögliche sexuelle (in meinem Fall dominante ) Neigungen hinweisen.
Da muss es doch irgendwas geben :?. Das ist der Bereich der sich mir einfach nicht erschließt.
Dominante Art im Alltag:. Naja, merkst du doch beim Kennenlernen, wie sich da jemand verhält? Also auch wie er sich speziell dir gegenüber verhält? Das hat ja offenbar bisher auch geklappt.

Und nein, es gibt diese Anzeichen für sexuelle Vorlieben nicht. Ich bin jetzt 10 Jahre in der Szene, diese Frage kommt immer wieder und immer wieder ist die Antwort "nein, gibt es nicht". Wäre super einfach und bequem. Aber da es das nicht gibt, muss man leider doch den Arsch hochkriegen und Menschen kennen lernen.

Klar gibts Dinge, die dir helfen können: Frauen auf einem Femdom-Stammtisch oder einer Femdom-Pary werden mit hoher Wahrscheinlichkeit zumindest Interesse an dieser Spielart haben.

Man kann das gedanklich auch mal umdrehen: Woran erkennt eine Frau im Alltag, die dich nicht kennt, dass du sexuell devot bist? Oder ums auf die Spitze zu treiben: "Wie erkenne ich denn im Alltag bei Personen, mit denen ich noch kein Wort gewechselt habe, dass sie auf passiven Analsex stehen?"

Psy
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Re: Dominante Frauen erkennen?

Beitrag von Psy » 3. Jun 2018 12:44

@Seelenoede Danke auch dir für die Antwort. Ich merke es ist dann doch nicht so einfach wie ich es mir wohl wünsche.
Kätzchen hat geschrieben:
3. Jun 2018 10:13

Dominante Art im Alltag:. Naja, merkst du doch beim Kennenlernen, wie sich da jemand verhält? Also auch wie er sich speziell dir gegenüber verhält? Das hat ja offenbar bisher auch geklappt.
Ja irgendwie kam es letztendlich immer zu solchen Beziehungskonstellationen. Allerdings in erster Linie unbewusst. Ich wusste immer gar nicht so richtig wie mir geschieht. Ich hatte wohl immer durch irgendetwas auf mich aufmerksam gemacht, dass sie mochten und ab dem Punkt übernahmen sie dann gefühlt bereits die "Führung" beim näheren Kennenlernen (selbst mein "erstes Mal" geschah für mich völlig unvorhersehbar und auch da sehr von meiner damaligen Partnerin ausgehend). Plötzlich war ich dann immer mit recht dominanten Frauen zusammen und ich habe nicht verstanden wie und warum. Aber was ich weiß ist, dass es mir immer wahnsinnig gut getan hat. Aktuell bin ich wieder single und erkenne dass ich meinen Partnerinnen meinerseits viel zu wenig gegeben habe, sondern eher genommen. Was ich in Zukunft auf jeden Fall ändern möchte.

Im Prinzip geht es mir um zwei Sachen:
1) Ich würde gerne die Chancen weiter erhöhen Frauen mit dominanten Tendenzen zu erkennen sowie kennenzulernen und erkennen was ich von meiner Seite aus dazubeitragen kann. Die Frage auch deswegen, da ich davon überzeugt bin, dass es deutlich mehr Frauen gibt, die eher devote als dominante Tendenzen haben. Und eine dominante Frau im Verhältnis einer deutlich größeren Menge an devoten Männern gegenübersteht.

2) Solche Frauen besser zu verstehen, zu erkennen was Sie sich tendenziell von einem Partner wünschen (einschließlich sexuell). Was Ihnen wichtig ist im Leben, von ihrem Partner etc.
Kätzchen hat geschrieben:
3. Jun 2018 10:13

Und nein, es gibt diese Anzeichen für sexuelle Vorlieben nicht. Ich bin jetzt 10 Jahre in der Szene, diese Frage kommt immer wieder und immer wieder ist die Antwort "nein, gibt es nicht". Wäre super einfach und bequem. Aber da es das nicht gibt, muss man leider doch den Arsch hochkriegen und Menschen kennen lernen.

Klar gibts Dinge, die dir helfen können: Frauen auf einem Femdom-Stammtisch oder einer Femdom-Pary werden mit hoher Wahrscheinlichkeit zumindest Interesse an dieser Spielart haben.
Oh ja da gebe ich dir vollkommen Recht was das Arschhochkriegen um Leute kennenzulernen und die Teilnahme and Femdom-Veranstaltungen angeht. Ich überlege auch vemehrt, daran teilzunehmen. Jedoch stehen mir genau da bestimmte soziale Ängste entgegen(v.a. in Bezug auf Gruppen). Aufgrund meines Bedürfnisses alles und jeden zu analysieren um z.B. Zurückweisung zu vermeiden, ist das in Gruppen besonders schwer. Ich komme sehr viel besser aus mich heraus in einer 1:1 Situation bzw. in kleineren Gruppen. Aber du hast Recht...aktiv werden ist wohl das Wichtigste.
Kätzchen hat geschrieben:
3. Jun 2018 10:13

Man kann das gedanklich auch mal umdrehen: Woran erkennt eine Frau im Alltag, die dich nicht kennt, dass du sexuell devot bist? Oder ums auf die Spitze zu treiben: "Wie erkenne ich denn im Alltag bei Personen, mit denen ich noch kein Wort gewechselt habe, dass sie auf passiven Analsex stehen?"
Gute Frage. Da habe ich mir noch nie wirklich Gedanken drüber gemacht. Was mir spontan einfällt ist, dass ich bestimmte Anzeichen mache, wie z.B. spaßig Necken und Hoffen dass sie z.B. eine schlagfertige Antwort gibt auf die ich mich klein beigebe. Ich mache auch gerne selbstironische Kommentare und freue mich wenn sie es lustig findet. Ich reagiere betont positiv auf dominante/selbstbewusste und auch aggressive Verhaltensweisen/Ansichten ihrerseits. Generell versuche ich, dass sie sich wohl fühlt und versuche generell einen positiven Einfluss auf ihr Selbstvertrauen zu haben.

Was mir nochmal ganz wichtig zum Verständnis ist:
Mein Ziel ist es nicht anhand von 1-2 bestimmten Verhaltensweisen/Eigenschaften grundsätzlich einfach auf Dominanz im Alltag oder im Bett zu schließen. Aber ich bin grundsätzlich der Überzeugung, dass wir aus bestimmten Motiven heraus handeln und dass eine Summe an Verhaltensweisen etc. Äußerungen bestimmter Bedürfnislagen, Motive, Ziele oder wie auch immer sind. Wenn man jemanden bestimmte Charaktereigenschaften zuschreibt, z.B. eine Person ist schüchtern, machen wir das ja auch an bestimmten Verhaltensweisen fest.
Was die sexuellen Neigungen angeht gebe ich zu, dass ich wirklich keine Ahnung über psychische Prozesse dahinter habe. Und ich sie umsomehr nun verstehen möchte. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man Verhaltensweisen im Alltag einfach zu 100% trennen kann von Verhalten im Bett. Das macht für mich einfach keinen Sinn. Ich denke, dass sexuelle Neigungen etwas mit z.B. bestimmten Bedürfnissen z.B. rührend aus der Kindheit, Erziehung, generell Beziehungs- und Bindungserfahrungen etc. zu tun hat. Also eine sexuelle Neigung ist meiner Meinung nach nicht einfach ohne Grund da. Und da wir ja unsere Bedürfnisse erfüllen wollen, werden wir uns doch auch versuchen so zu verhalten, dass wir sie befriedigen können? Daher kam ich auf diesen Rückschluss.

Oh man diese Textwand. Fällt mir schwer mich kurzufassen :roll:

Kätzchen
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Re: Dominante Frauen erkennen?

Beitrag von Kätzchen » 3. Jun 2018 15:39

2) Solche Frauen besser zu verstehen, zu erkennen was Sie sich tendenziell von einem Partner wünschen (einschließlich sexuell). Was Ihnen wichtig ist im Leben, von ihrem Partner etc.
Ich kann von mir sprechen:

Männer, die genauso souverän und führungsstark sind wie ich und die ich absolut auf Augenhöhe wahrnehme, die aber dann eben bewusst sich in die Sub-Rolle fallen lassen. Solche Männer können dann aber, sobald ich das möchte, auch die Führung und damit ihre klassisch männliche Rolle einnehmen. Praktisch als Service-Leistung. Männer, die sich eben nicht ausruhen, sondern super viel Spaß haben, die Frau zu verführen (das kann man auch als Sub, gar kein Problem).

Für mich kommst du aktuell eher als sehr unsicherer Kerl rüber, der sich in ner Beziehung Führung (und in gewisser Weise ne Mutti, die für ihn sorgt) wünscht. Ich glaube du ruhst dich da auch sehr auf dem "Sub sein" und "sie macht schon die Arbeit" aus.

Das wären für mich bei nem Sub alles no-gos. Solche subs sortiere ich sofort aus, weil ich eben keine Opfer möchte, denen ich komplett überlegen bin. Ich suche einen Teampartner, der das nicht wegen seiner Unsicherheit braucht, sondern einfach als Spiel genießt. Der eben weiß, dass er jederzeit anders kann, und sich bewusst dafür entscheidet. Erst wenn ich ihn als Mann absolut respektiere, macht Ds so richtig Spaß.

Davon bist du aber gefühlt noch weit entfernt.

Psy
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Re: Dominante Frauen erkennen?

Beitrag von Psy » 3. Jun 2018 19:07

Kätzchen hat geschrieben:
3. Jun 2018 15:39

Ich kann von mir sprechen:

Männer, die genauso souverän und führungsstark sind wie ich und die ich absolut auf Augenhöhe wahrnehme, die aber dann eben bewusst sich in die Sub-Rolle fallen lassen. Solche Männer können dann aber, sobald ich das möchte, auch die Führung und damit ihre klassisch männliche Rolle einnehmen. Praktisch als Service-Leistung. Männer, die sich eben nicht ausruhen, sondern super viel Spaß haben, die Frau zu verführen (das kann man auch als Sub, gar kein Problem).
Super spannend das aus deiner Sicht als Top zu hören, insbesondere da ich mich das erste Mal bewusster mit dem Thema beschäftige. Danke dir dafür. Für dich kommen also ausschließlich Subs in Frage, die auch so führungsstark wie du sein können und du "verfügst" dann aber sozusagen über den Einsatz dieser Führungsstärke wenn du es möchtest? Dass ein Sub eine gleichwertige Führungsqualität als Charaktereigenschaft besitzen sollte ist z.B. ein Punkt den ich vorher nie auf dem Schirm hatte. Ist diese "ebenbürtige" Führungsstärke deiner Erfahrung nach den meisten weiblichen Tops sehr wichtig?
Würdest du auch soweit gehen zu sagen, dass ein Mann der eine geringere "Führungsstärke" als Eigenschaft besitzt, sich nicht auf Augenhöhe mit dir befindet? Oder geht es eher um die Kombination von Führungsstärke, Souveränität und eventuell weiteren Eigenschaften.
Kätzchen hat geschrieben:
3. Jun 2018 15:39

Für mich kommst du aktuell eher als sehr unsicherer Kerl rüber, der sich in ner Beziehung Führung (und in gewisser Weise ne Mutti, die für ihn sorgt) wünscht. Ich glaube du ruhst dich da auch sehr auf dem "Sub sein" und "sie macht schon die Arbeit" aus.

Das wären für mich bei nem Sub alles no-gos. Solche subs sortiere ich sofort aus, weil ich eben keine Opfer möchte, denen ich komplett überlegen bin. Ich suche einen Teampartner, der das nicht wegen seiner Unsicherheit braucht, sondern einfach als Spiel genießt. Der eben weiß, dass er jederzeit anders kann, und sich bewusst dafür entscheidet. Erst wenn ich ihn als Mann absolut respektiere, macht Ds so richtig Spaß.

Davon bist du aber gefühlt noch weit entfernt.
Ja absolut. In Bezug auf Beziehung bin ich aktuell sehr unsicher. Hängt damit zusammen, dass die letzte Trennung in Relation nicht lange her ist. Meine grundsätzliche, in der Intensität jedoch schwankenden, Unsicherheit was Beziehungen zu Frauen angeht und wenn man so will auch der Wunsch nach stärkerer Fürsorge lässt sich biographisch nachvollziehen. Auch habe ich mich in Beziehungen v.a. im fortgeschrittenen Verlauf letztendlich leider sehr ausgeruht, das stimmt. Ein Punkt an dem ich nun aus vielen Gründen arbeiten möchte.

Ich sollte vielleicht noch dazusagen, dass ich mich in Beziehungen und auch im Alltag auch bewusst für und gegen ein devotes und auch dominantes Verhalten entscheide/entscheiden kann. Ich habe ein recht ausgeprägtes Kontrollbedürfnis, woher eben u.a. auch das Bedürfnis kommt dieses Bedürfnis in Femdom-Spielen abzulegen. Es ist nicht so, dass ich im Alltag und Beziehungen als ein grundsätzlich unsicherer und devoter Mensch wahrgenommen werde oder mich so wahrnehme. Was das Devotsein angeht teilweise sogar komplett im Gegenteil. Aber das Bedürfnis dazu in Beziehungen zu Frauen ist einfach da. Beziehungsweise ist es dort eine Position in der ich mich wohler fühle. Das heißt nicht, dass ich nicht eine dominante Rolle einnehmen kann. Tue, muss und will ich ja sogar auch in bestimmten Situationen (insbesondere beruflich, aber z.B. auch in Partnerschafen). Auch wenn mir die dominante Rolle einfach weniger liegt.
Kätzchen hat geschrieben:
3. Jun 2018 15:39
[...] Ich suche einen Teampartner, der das nicht wegen seiner Unsicherheit braucht, sondern einfach als Spiel genießt. [...]
Und das ist wieder der Punkt an dem ich nicht nachvollziehen kann, dass es sich bei BDSM und die eingeschlossenen sexuellen Präferenzen wirklich nur um ein "Spiel" ohne unbewusste Intentionen in dem Sinne handeln soll. Oder verstehe ich dich falsch? Kinder "spielen" auch und selbst das hat z.B. entwicklungspsychologische Funktionen. Ich kann deinen Punkt verstehen, dass du nicht jemanden suchst der es wegen Unsicherheiten "braucht". "Einfach als Spiel" verstehe ich aber nicht so ganz.
Ich will das Ganze ja auch nicht zerreden und kann mich gut auf Femdom-Spiele einlassen. Aber die psychologischen Komponenten (u.a. auch zur Entstehung) dahinter interessieren mich einfach wahnsinnig und eben dieser Aspekt inwiefern sich das im Verhalten außerhalb des Betts äußern kann/es Hinweise gibt. Damit verbunden interessen mich besonders die Erfahrungsschätze von BDSM-Anhängern von v.a. weiblichen Tops und männlichen Subs. Ich merke jedoch, dass diesbezüglich wohl eine grundsätzliche Einigkeit darüber herrscht, dass es sich gar nicht erkennen lässt und es als allseits bekannte mit "nein" zu beantwortende Frage handelt. Was ich spannend finde. Als Beispiel fallen mir aber z.B. noch überflogene Geschichten ein, in denen von ersten BDSM-Erfahrungen berichtet wird. Spannend ist, dass es bei einigen schon Hinweise im Verhalten als Kind dazu gab. Meine Vermutung ist, dass halt vieles davon im Erwachsenenalter sublimiert wird.

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Re: Dominante Frauen erkennen?

Beitrag von Kätzchen » 3. Jun 2018 19:39

Ich würde behaupten es gibt sehr unterschiedliche Typen von Femdoms, die auch sehr unterschiedliche Wünsche haben.

Eine Femdom, die den Sub nur als Sexspielzeug ansieht, kaum menschliche Bindung wünscht, dabei vielleicht auch gerne unberührbar ist und das ganze auf Basis einer Spielbeziehung führt hat ganz andere Anforderungen als ich.

Schau, ich möchte ne enge zwischenmenschliche Basis haben, die zumindest nah an einer Beziehung dran ist. Ich spiele sehr sexuell. Für mich ist emotionale Bindung sehr wichtig. Erst auf der Grundlage macht mir das ganze Spaß. Für mich steht gerade Partnerschaft an erster Prio, und darauf baut dann D/s auf (habe ich früher auch schon mal anders gehalten, aber das passt für mich heutzutage nicht mehr).
Ich suche also erstmal nen Partner, der eben die oben genannten Eingenschaften haben muss. Dafür bin ich bei den Sub-Eigenschaften halt flexibler. Ich hab n paar Wünsche, die ich gerne hätte (leckt gern, grundsätzlich für anale Spiele und Keuschhaltung offen, kann sich mit forced-bi anfreunden, ist aber optimalerweise nicht bi, lässt sich gern verhauen...) aber ich könnte auf jeden dieser Punkte verzichten, wenn die partnerschaftliche Ebene passt.
Wenn mir n Sub auf ner Femdom-Party zufällt und ich weiß wir haben eh nur ne Stunde miteinander und sehen uns dann nie wieder, dann ists am Ende Optik und Auftreten/Benehmen. Und n bisschen passende Vorlieben. Das ist dann aber auch ne ganz andere Spielebene mit ganz anderen Inhalten.
Oder geht es eher um die Kombination von Führungsstärke, Souveränität und eventuell weiteren Eigenschaften.
Für mich gehts zur Zeit ganz klar um das passende Gesamtpaket. Aber ich suche eben auch nen Partner und nicht nur n Spielzeug.
"Einfach als Spiel" verstehe ich aber nicht so ganz.
Da gibts ja auch sehr unterschiedliche Herangehensweisen.
Ich habe vor vielen Jahren mal TPE (damals noch als sub) gelebt. Das tat mir damals gut. Ich kann dir auch heute erklären, warum mich das damals stabilisiert hat. Inzwischen habe ich mich sehr entwickelt. Mein Leben hat sich sehr verändert. Ich spiele seit 4 Jahren gar nicht mehr als sub, sondern nur noch als Dom. Und für mich sind die Zeiten BDSM zu "leben" tatsächlich vorbei. Für mich ist es heute ein Spiel. Mehr möchte ich nicht mehr. Wobei es auch früher bei mir kein "wollen" war, sondern ein "brauchen".
Mein BDSM hat sich sehr stark verändert, so wie ich mich selbst verändert habe. Das war ne parallele Entwicklung. BDSM hat mir wahnsinnig viel gegeben. Hat mich in schweren Zeiten stabilisiert. Es war eine Krücke, gerade zu sub-Zeiten. (Hab ich damals übrigens wehement abgestritten :lol: ) Und heute ist es wirklich nur noch ein Spiel, dass man spielt, wenn beide Lust drauf haben (und ja, das darf auch mal über Wochen gehen - siehe Keuschhaltung). Aber es bleibt ein Spiel und das ist - für mich - gut so.

Deshalb erzähle ich gerade auch so viel über mich und meine Zielvorgaben. Vielleicht suchst du eine völlig andere Art von Femdom. Eine Femdom, die völlig anders spielt. Und die wird dann auch einen völlig anderen Sub suchen als ich es tue.

Psy
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Re: Dominante Frauen erkennen?

Beitrag von Psy » 3. Jun 2018 21:43

Kätzchen hat geschrieben:
3. Jun 2018 19:39
Ich würde behaupten es gibt sehr unterschiedliche Typen von Femdoms, die auch sehr unterschiedliche Wünsche haben.

Eine Femdom, die den Sub nur als Sexspielzeug ansieht, kaum menschliche Bindung wünscht, dabei vielleicht auch gerne unberührbar ist und das ganze auf Basis einer Spielbeziehung führt hat ganz andere Anforderungen als ich.
Okay, ja ich merke gerade, wie sehr ich versuche Femdoms "in eine Schublade" zu stecken und ihnen bestimmte Eigenschaften zuordnen will um sie schnell zu erkennen und zu verstehen. Dabei unterschätze ich wohl sehr diese ganz unterschiedlichen Wünsche und die Individualität die du ansprichst.
Kätzchen hat geschrieben:
3. Jun 2018 19:39
Schau, ich möchte ne enge zwischenmenschliche Basis haben, die zumindest nah an einer Beziehung dran ist. Ich spiele sehr sexuell. Für mich ist emotionale Bindung sehr wichtig. Erst auf der Grundlage macht mir das ganze Spaß. Für mich steht gerade Partnerschaft an erster Prio, und darauf baut dann D/s auf (habe ich früher auch schon mal anders gehalten, aber das passt für mich heutzutage nicht mehr).
Ich suche also erstmal nen Partner, der eben die oben genannten Eingenschaften haben muss. Dafür bin ich bei den Sub-Eigenschaften halt flexibler. Ich hab n paar Wünsche, die ich gerne hätte (leckt gern, grundsätzlich für anale Spiele und Keuschhaltung offen, kann sich mit forced-bi anfreunden, ist aber optimalerweise nicht bi, lässt sich gern verhauen...) aber ich könnte auf jeden dieser Punkte verzichten, wenn die partnerschaftliche Ebene passt.
Ja ich glaube da kann ich dich nachvollziehen. Mir ist die emotionale Bindung auch sehr wichtig bzw. ist sie für mich der Hauptbestandteil auf dem alles aufbaut, weswegen ich so häufig von Beziehungen spreche.
Total interessant, welche Spielarten du bevorzugst und dir wünscht. Ich merke gerade wie wenig Ahnung ich von dem Femdombereich eigentlich habe, da ich mir bisher gar nicht richtig vorstellen konnte, dass es tatsächlich Frauen gibt, die sehr auf diese Spielarten im aktiven Part als Top stehen. Ich würde sogar sagen du bist die erste, die mir da von sich erzählt. Ich glaube ich sollte tatsächlich mehr praktische Erfahrungen in dem Bereich sammeln und Vorurteile abbauen.
In meinen vergangenen Beziehungen und Bekanntschaften habe ich zwar gewisse Erfahrungen machen können, jedoch hatte ich das Gefühl, dass sie es in erster Linie aus Liebe getan haben. Hinter der Idee von BDSM und besonders Femdom jedoch nicht komplett dahinterstanden. Sie haben es dann bevorzugt spielerisch im Alltag eingebaut mit bestimmten dominanten Handlungen oder sie haben devote Handlungen von mir gefordert (z.B. in untypischen Situationen zum Hinknien aufgefordert, sich bedienen lassen, schlagen etc.). Das war sehr aufregend.
Kätzchen hat geschrieben:
3. Jun 2018 19:39
Da gibts ja auch sehr unterschiedliche Herangehensweisen.
Ich habe vor vielen Jahren mal TPE (damals noch als sub) gelebt. Das tat mir damals gut. Ich kann dir auch heute erklären, warum mich das damals stabilisiert hat. Inzwischen habe ich mich sehr entwickelt. Mein Leben hat sich sehr verändert. Ich spiele seit 4 Jahren gar nicht mehr als sub, sondern nur noch als Dom. Und für mich sind die Zeiten BDSM zu "leben" tatsächlich vorbei. Für mich ist es heute ein Spiel. Mehr möchte ich nicht mehr. Wobei es auch früher bei mir kein "wollen" war, sondern ein "brauchen".
Mein BDSM hat sich sehr stark verändert, so wie ich mich selbst verändert habe. Das war ne parallele Entwicklung. BDSM hat mir wahnsinnig viel gegeben. Hat mich in schweren Zeiten stabilisiert. Es war eine Krücke, gerade zu sub-Zeiten. (Hab ich damals übrigens wehement abgestritten :lol: ) Und heute ist es wirklich nur noch ein Spiel, dass man spielt, wenn beide Lust drauf haben (und ja, das darf auch mal über Wochen gehen - siehe Keuschhaltung). Aber es bleibt ein Spiel und das ist - für mich - gut so.
Ja ich glaube ich verstehe die Trennung vom Spielen in Sessions und "BDSM leben" im Sinne von in den Alltag integrieren und v.a. TPE nun besser.
Auch diesen Unterschied zwischen "wollen" und "brauchen", der wohl ein ganz wichtiger zu sein scheint.
Wie kam es denn dazu, dass du von sub auf komplett Dom umgestiegen bist? Ich habe nun schon ein paar mal gelesen, dass einige von sub auf Dom im Laufe der Zeit kommen. Kann ich mir noch gar nicht so richtig vorstellen. Und wie kam es vom "brauchen" zum "wollen"? Hoffe ich bohre nicht allzu sehr :)
Ich frage u.a. deswegen, weil ich mich auch an einem Wendepunkt im Leben in positiver Richtung befinde und sich aktuell sehr viel ändert.
Kätzchen hat geschrieben:
3. Jun 2018 19:39
Deshalb erzähle ich gerade auch so viel über mich und meine Zielvorgaben. Vielleicht suchst du eine völlig andere Art von Femdom. Eine Femdom, die völlig anders spielt. Und die wird dann auch einen völlig anderen Sub suchen als ich es tue.
Vielleicht. Ich weiß es nicht. So komisch das auch klingt, aber ich realisiere gerade für mich erst wirklich, dass es - wie in deinem Fall - tatsächlich Frauen gibt, die solche Vorlieben im Bett haben und im Alltag aber eine Beziehung auf Augenhöhe wollen. Meine Erfahrungen waren bisher halt: Weibliche Dominanz im Bett gibt gibt es "nur" aus Liebe oder finanziellen Interessen (und eher nicht aus sexuellen Vorlieben), im Alltag sei es jedoch möglich.
Eine wertvolle Erkenntnis auf jeden Fall. Das bringt mich innerlich gerade weiter. :)

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