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Eure "bdsmigen" Kindheitserinnerungen

Hier geht es um die ersten Male, Outing und sonstige Probleme

Moderatoren: Kuscheltier, Seelenoede

Mino
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Re: Eure "bdsmigen" Kindheitserinnerungen

Beitrag von Mino » 12. Jul 2018 16:57

Am Anfang ließt man die Überschrift und kramt etwas ratlos in Erinnung.
Währenddessen ließt man die anderen Einträge.
Schunzelt.
Lacht vielleicht.
Und erinnert sich.
Erst an eine Geschichte, und dann an immer mehr.
Und irgendwann steht sie da,
die Frage im Raum:
"Waren die anderen Kinder auch so, oder ist das meine Neigung...?"

Geschichte 1:

Es war mein vierter oder fünfter Geburtstag und ich habe in mein neues Prinzessinenkleid gehüllt (das daraufhin für immer im Schrank verwandt^^) mit meinen Geburtstagsgästen Piratenüberfall gespielt. Die holde Prinzessin-Geburtstagskind wurde selbstverständlich von den raubeinigen Rüpeln gefangen genommen! - Und ich kann euch sagen, ich habe jeden Rettungsversuch vereitelt!

Geschichte 2:

Prinzessin sein, Pferdchen spielen, aber Katze spielen waren beliebte Zeitvertreibe im Kleinkinderalter. Na ja, bei mir eher nur letzteres (wobei mir gerade auffällt, dass diese Phase in mir wieder auflebt... Öh, nen neuen Grundstein gefunden? :D). Wie jedes wildes Kätzen, brauchte auch die Menschenkatze einen Käftig, in das sie gesteckt wird, wenn sie zu viel Radau macht. Zugegeben, der Käfig war ein Tisch mit Papierwänden, aber in kindlicher Fantasie wird nachgiebiges Papier schnell zu hartem Stahl oder kaltem Beton... Komisch, wie frech so ein Kätzchen werden kann, wenn ihm Käfig droht, hm? ;D

Geschichte 3:

Räuber und Polizist, hach ja, ich durfte viel zu selten mitspielen! Aber wenn ich mir gestattet wurde, dann habe ich es geliebt! - Wieso? Man lief weg, bis man von einem bis mehreren Polizisten gefangen und überwältigt wurde - nicht selten gab es blaue Knie vom harten Steinboden - und anschießend wurde man gefesselt abtransportiert!
Wahrlich, diese Umgangsformen gefiehlen mir viel besser, als das öde Pferdchengetätschel.
"Erinnerungen sind wie Ohrwürmer."

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The Thotbot
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Re: Eure "bdsmigen" Kindheitserinnerungen

Beitrag von The Thotbot » 2. Sep 2018 14:25

Ich habe bestimmt noch mehr, aber diese fallen mir spontan ein:

-Bei "Doktorspielchen" war ich eigentlich immer gern der Doktor und habe meinen Freunden gesagt das sie so tun sollen als ob ihnen wehtut, was ich mache. Manchmal haben wir auch "Gefängniswärter" gespielt, wobei ich sie angebunden habe und mit der Reiterpeitsche meiner Mutter "ausgepeitscht" habe (meine Eltern haben beide Pferde).

-In der Grundschule haben wir eine lange Zeit lang immer "Mädchen fangen die Jungs" gespielt, wobei ich eines Tages auf die Idee gekommen bin, die gefangenen Jungs nicht nur festzuhalten, sondern sie anstatt dessen mit Schals, Seilen und Schnürsenkeln zu fesseln, um ihnen das entkommen zu erschweren. Alle fanden diese Idee gut und so endeckte ich mein Bondagefetisch...

-Nicht zwangsläufig BDSM, aber wir haben bei mir Zuhause das sogenannte "Erotikon" liegen, in welchem allerlei erotische Kunst und Literatur zu finden sind (ich spreche hier auch nicht von irgendwelchen blumigen Umschreibungen, es handelt sich um die Art von Kunst, welche vor der Zeit von Internetpornographie als Fapmaterial benutzt wurde.) und ich habe sehr oft darin gestöbert.

-Mit 9 oder 10 habe ich das Buch "Rheingold" gelesen (nordische Mythologie, Siegfried und co.), welches eigentlich alles andere als Jugendfrei ist. Neben den exessiven Gewaltszenen erinnere ich mich noch an mehrere, sehr detailiert beschriebene Sexszenen, viele mit Gewalt und unter anderem eine, in welcher Loki drei Schwanjungfern zu Geschlechtsverkehr zwingt. Ich weiß bis zum heutigen Tag nicht, warum meine Eltern mir erlaubt haben sowas zu lesen. Das Buch ist allerdings ziemlich gut, kann es nur empfehlen!

-Schlussendlich habe ich mit ca. 11 zum ersten mal ein Porno gesehen, welcher auch Bondage und Auspeitschen beinhaltete, allerdings zähle ich das eher als eine vorpubertäre Erninnerung und nicht mehr wirklich zur Kinheit.
Don't dislocate that socket joint!
- https://www.youtube.com/watch?v=jDW2itdXEYU

Sev
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Re: Eure "bdsmigen" Kindheitserinnerungen

Beitrag von Sev » 30. Sep 2018 13:05

Super interessantes Thema!

Das erste, was ich und meine neue Stiefschwester so im Alter von 7 Jahren miteinander anfangen konnten, war "Kindchen" zu spielen. Hört sich erstmal knuffig an, aber eigentlich ging es immer drum, dass sie, das Kindchen, irgendwie verletzt war, und ich, der Doktor oder Vater, sollte sie dann verarzten. Allerdings auf möglichst schmerzhafte Art und Weise :shock:. Bei den Geräuschen, die da manchmal aus dem Kinderzimmer kamen, frage ich mich bis heute, warum die Eltern nie etwas dazu gesagt haben. Das soll nicht heißen, dass ich mir ein Einschreiten gewünscht hätte; ich bin sogar froh drum, dass es nicht dazu kam. Damals hätte ich keine Antwort auf "warum" Fragen gehabt, und wahrscheinlich hätte ich mich auf Kritik der Erwachsenen hin für diese spielerische Selbsterforschung richtig schlecht gefühlt. Jedenfalls ging das bestimmt vier Jahre so und nahm auch von der Intensität der Szenarien her nur weiter zu, bis in mir irgendwann ein mulmiges Gefühl aufkam. Woher? Ich habe keine Ahnung. Aber irgendwie fühlte es sich plötzlich falsch an, so etwa ab 'nem Alter von 11 Jahren, sodass ich meine Stiefschwester immer öfter auf später vertröstete, weil der kindliche Enthusiasmus frühreifer Verdutztheit wich. Unserer Freundschaft tat das glücklicherweise keinen Abbruch, und wir verstehen uns immer noch super. Ich wüsste allerdings schon gerne, was sie als selbstreflektierter Mensch mittlerweile darüber denkt; mal sehen, vielleicht findet man ja ein weiteres Thema, welches man dann mehr oder weniger unerwartet gut diskutieren kann.

Spekulation von meiner Seite: Vielleicht lag es ja an meiner erwachenden sexuellen Orientierung, dass das ganze seinen Appeal verlor? Zu der Zeit fing ich an, viel im Internet unterwegs zu sein, und bemerkte, dass ich Männer deutlich attraktiver fand als Frauen. Schon interessant, dass sich die Vorliebe für Dominanz und der Sadismus früher meldeten, als diese Erkenntnis.

Noch früher als diese Spielchen, so ab...5 Jahren etwa, frühestens, gab es noch eine merkwürdige Sache. Meine aller liebsten Träume waren nicht nur die, in denen man Fliegen konnte, sondern auch solche, in denen ich Lebewesen auf- und auseinanderschnitt, und anschließend falsch wieder zusammensetzte. Tja,*räusper*,.... :shock: Wie unnormal das war, fiel mir schon recht früh auf, aber solange es nur in meinen Träumen passierte, war ich mir damals sicher: "Es schadet ja keinem, also ist es wohl ok.".

Meine erste Erfahrung mit durch Bildern hervorgerufener Erregung hatte ich übrigens in der Grundschule, als ich den ersten Band von Detektiv Conan laß. Genauer gesagt die Stelle, in der er das Gift verabreicht bekommt, dass ihn eigentlich töten soll, seinen Körper aber stattdessen "nur" ziemlich qualvoll um 10 Jahre schrumpfen lässt. Das Buch ist mysteriöser Weise nie wieder in der Schulbibliothek aufgetaucht. :oops:

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submissiveleah
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Re: Eure "bdsmigen" Kindheitserinnerungen

Beitrag von submissiveleah » 24. Okt 2018 12:14

Hi,

ich hatte auch immer schon das Verlangen in mir, dass mich jemand fesselt und ich hab immer bei Sachen im Fernsehen wo so scenen waren iwie Hintergedanken bekommen.

LG Leah

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Re: Eure "bdsmigen" Kindheitserinnerungen

Beitrag von Filuu » 7. Nov 2018 21:36

Hmmm. Ich glaube da gab es so einige Anzeichen.😂😊
1)
Als ich noch kleiner war (so ca. 7) hatte ich eine Freundin, die jeweils jeden Freitag zu uns essen kam. Irgendwie hatten wir damals die Idee zu spielen, wir seien entführt. Und wärend sie sich immer irgenwelche Prinzipien überlegte, von den angeblichen Entführern wegzukommen, hab ich es immer genossen gefangen genommen zu werden. Ein paar Jahre später (wir sind immer noch befreundet) lacht meine Freundin über uns und hat kein interesse mehr an fesselspielen, während ich sie noch immer liebe.☺

2) Auch so ungefähr im alter von sieben Jahren habe ich begonnen mich selbst zu fesseln. Wir hatten bei und im Ort eine Vieh-Schau, wo es dann auch Stricke für die Kälber zu kaufen gab. Irgendwie habe ich dann solch ein Seil geschenkt bekommen. Immer wenn ich nicht schlafen konnte, bin ich jeweils zum Strick geschlichen und habe mich selbst gefesselt. Ausserdem habe ich dann immer die Stimme verstellt und mir anweisungen gegeben. So quasi ein Rollenspiel alleine😂🤷🏼‍♀️

Seit einigen Jahren schreibe ich auch Geschichten. Als ich mir die alten letztens wieder durchgelesen habe, ist mir aufgefallen, dass in beinahe jeder Geschichte verbale Gewalt und Gewalt in Form von Fesselspielen vorkommt. (Einmal wird die Hauptperson entführt und verliebt sich in ihren Entführer. Ein andermal wird sie an eine Wand angekettet)

Im nachhinein kommt mir vieles logisch vor.😊🤷🏼‍♀️
normal ist anders...aber mir gefällts.

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Re: Eure "bdsmigen" Kindheitserinnerungen

Beitrag von Nameless » 17. Nov 2018 20:18

Meine älteren Geschwister hatten Spielzeughandschellen. Sie haben sie mir manchmal ausgeliehen und ich habe sie mir im Bett angelegt, und bin damit eingeschlafen.Da war ich 5. Meine Mutter wollte mir keine kaufen.Den Grund kann ich mir jetzt denken.In der 2 Klasse an meinen letzten Tag (ich habe die Schule gewechselt), habe ich mich mit 2 Viertklässlerinnen unterhalten, und ihnen gesagt ,wo ich sie gerne dran binden würde, und was ich sonst noch mit ihnen machen wollte (nichts sexuelles). Jetzt weiß ich wie sich das alles bei mir entwickelt hat.

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SecondMe
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Re: Eure "bdsmigen" Kindheitserinnerungen

Beitrag von SecondMe » 2. Dez 2018 19:19

Interessantes Thema :D

Bei mir war alles
so im Nachhinein betrachtet ziemlich deutlich:

1.) Im Kindergarten gab es ein Mädchen
dessen Liebe ich mir wünschte.
Als sie mich wiederholt abwies ließ ich nicht locker
und entschied ihr Diener sein zu wollen.
Also alles für sie zu tun um an ihrer Seite sein zu können.

(Sie wirkte so stark, anziehend und mächtig
als könnte sie kein Mensch sein/
Für mich war sie eine Göttin)

Ich schaffte es sie dazu zu überreden
und ab da erteilte sie mir erniedrigende Befehle
und ich konnte ihre eiskalte Nähe fühlen :love:
'->Es hat mir einfach gefallen :oops:

2.) Jahre später stand ich voll
auf Lucy aus Charlie Brown mit ihrer herablassenden Art,
habe mir vorgestellt von ihr schikaniert zu werden
Und es hat mich wieder total angemacht :-D
'->hab zu der Zeit auch harmlose Rollenspiele entdeckt
in denen ich ein wehrloses Kind spielte,
das anderen völlig ausgeliefert war
und ausgebeutet wurde
(war mir danach meistens ziemlich peinlich) :oops:

Ich habe noch ein bisschen weiter experimentiert
das ganze dann aber auch schnell wieder verdrängt
und vorgegeben normale Dinge zu mögen
weil es nicht gesellschaftskonform war :?

Heute interessiert es Leute plötzlich was ich wirklich will
Und jetzt ist alles total kompliziert
weil ich nicht mehr weiß wer ich bin :roll:


Liebe Grüße,
SM^.*
Doctor: "Der Uniform nach
sind sie ein Soldat im ersten Weltkrieg!"
Soldat: "der ERSTE Weltkrieg?!"
Doctor: "....Spoiler.."

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Re: Eure "bdsmigen" Kindheitserinnerungen

Beitrag von Dolgi25 » 5. Jan 2019 19:03

Also ich weiß noch, dass ich während der Grundschulzeit nachmittags im Hort war. Da haben wir manchmal Piraten gespielt und ich habe mich immer super gerne fesseln lassen ^^ Und das ist bis heute so ^^

Fanny05
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Re: Eure "bdsmigen" Kindheitserinnerungen

Beitrag von Fanny05 » 27. Jan 2019 22:13

Latdragon hat geschrieben:
12. Apr 2018 01:01
Bei mir hat das ganze auch mit den Fesselspielen angefangen^^ Ich wollte immer beim Fangenspielen etc. gefesselt werden und bei Piratenspielen auch immer der sein, der gefesselt wird :D Irgendwann habe ich auch im Grundschulalter zu einem Kostüm zu Karneval Handschellen bekommen. Diese habe ich mir dann in den folgenden Monaten und wahrscheinlich auch Jahren immer um die Hände oder Füße gelegt. So mit 9 oder 10 Jahren habe ich dann im Keller unseres Hauses eine noch Simulation Regroupement de prêt Gasmaske gefunden, auf die ich meinen Latex und co. Fetisch zurückführe. Über die Gasmaske bin ich dann irgendwie auf Schutzanzüge gekommen und habe mir dann immer Videos auf Youtube angeschaut. Ich fand diese Videos echt klasse, habe mich nach dem Anschauen aber oft schlecht und falsch gefühlt. Irgendwann bin ich dann beim Youtube-Schutzanzug-Stöbern auf ein Video von einem schlanken Kerl in einem Latexanzug gestoßen. Zack. Ich hatte mich verliebt. Das war so mit 12. Ab diesem Tag habe ich dann nur noch Videos von Latexanzügen geschaut und habe dann auch gemerkt, wie sehr ich diese Videos bzw. dieses Material liebe ;) ehem, ich schweife ab. Dennoch lässt sich so mein ''Werdegang'' in der Kink-Szene gut beschreiben^^
Ich stimme dir zu :jsmoke:

micky
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Registriert: 28. Jan 2019 13:26

Re: Eure "bdsmigen" Kindheitserinnerungen

Beitrag von micky » 28. Jan 2019 13:40

Ich kann mich noch sehr gut an meine Vorschulzeit erinnern. Ich stand mit ca. vier Jahren in der Stadt, als sich ein Mädchen von ca. 16 bis 20 Jahren in einem Plastik-Mantel sehr nahe neben mich hinstellte. Ich betete darum, dass mich dieses Mädchen an der Hand nimmt und entführt. Erst 16 Jahre später, als ich zum ersten mal an einschlägige Literatur kam. wurden mir so langsam die Zusammenhänge bewusst. Ja, Gedanken, welche mich seit über 60 Jahre lange begleiten.

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