How to Sub - nützliches Wissen für unerfahrene Subs

Hier geht es um die ersten Male, Outing und sonstige Probleme

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Olex
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How to Sub - nützliches Wissen für unerfahrene Subs

Beitrag von Olex » 27. Okt 2016 03:32

Hallo zusammen, hier geht es um das Ergebnis der Diskussionsrunde am Stuttgarter SMJG-Stammtisch vom 22.10.2016 zu eben diesem Thema.

Wir haben wie schon bei How to Top eine lange Liste an Punkten zusammengestellt, welche unserer Meinung nach nützliches Vorwissen und gute Tips für die ersten Spiele von angehende Subs sind. Diese Liste ist selbstverständlich weder vollständig, noch trifft sie zwangsweise auf jeden BDSMler zu. Die meisten Punkte dürften allerdings auf die meisten BDSMler zutreffen.

Das ganze wurde in einer Nacht- und Nebelaktion aus Notizen und Gedächtnisprotokollen aufgeschrieben, ausformuliert und sortiert. Verbesserungsvorschläge, Kritik und Erweiterungen sind also gerne willkommen, in diesem Thread kann natürlich auch darüber diskutiert werden :)

Überschneidungen mit und Parallelen zu "How to Top – nützliches Wissen für unerfahrene Tops für die ersten Spiele" vom 16.04.2016 sind natürlich vorhanden. Es lohnt sich beides durch zu lesen.


How to Sub - nützliches Wissen für unerfahrene Subs für die ersten Spiele

Diese Liste gliedert sich genau wie How to Top in vier grobe Abschnitte:
Nützliches Wissen, also Hintergrundwissen und sonstige hilfreiche Punkte, welche man als Neuling nicht unbedingt erwarten würde.
Vor dem Spielen gibt es einige Dinge zu erledigen, um ein gutes Spiel zu ermöglichen und es sich einfacher zu machen.
Die ersten Spiele bringen natürlich auch einige Punkte mit sich, auf die man achten sollte und die man im Hinterkopf behalten sollte
Nach dem Spiel gibt es natürlich auch noch ein paar Punkte zu beachten.

Nützliches Wissen
  • * Fantasie und das, worauf man in der Realität dann steht, kann sehr unterschiedlich sein. Du und dein Partner könnt Dinge finden, die ihr doch nicht mögt, oder andere Dinge, die ihr wider Erwarten doch mögt oder geil findet.
    Vorlieben und Fantasien können sich mit der Zeit ändern. Bei den meisten Menschen ist das der Fall.
    * BDSM basiert auf Vertrauen. Du gibst dich in die Hände deines Spiel-partners und lieferst dich je nach Spielart mehr oder minder stark aus. Je besser ihr euch persönlich kennt, desto besser kann diese Grundlage sein. Das hilft auch deinem Spielpartner im Spiel enorm, wenn er dich gut einschätzen kann.
    * Wenn du ein schlechtes Gefühl bei einer Sache hast (egal ob diffuses "Bauchgefühl" oder vom Kopf aus), sei vorsichtig. Sprich dich mit deinem Spielpartner aus, und grenze unter Umständen deine Liste der Sachen, die dein Spielpartner mit dir machen darf ein oder lass das Spielen mit diesem Partner vorerst sein. (Vieles lässt sich durch Reden klären)
    * Es gibt nicht "DAS BDSM™", bei jeder Partnerkonstellation kann eine andere Dynamik entstehen, eine andere Art des Spiels. Oft ist die Dynamik auch abhängig von der Tagesform der Spielpartner.
    *BDSM muss nicht Bierernst und Steif sein, es gibt viele äußerst verschiedene Spielarten, bei sehr vielen kann man auch viel lachen ;)
    * Kontakt zu anderen BDSMlern zu haben ist ganz gut, so kannst du schon im Vorhinein noch viele verschiedene Ansichten zu deinen Vorlieben bekommen und mitbekommen, wie andere Leute Spielen. Zusätzlich hast du immer jemanden, an den du dich wenden kannst, wenn dir etwas auf dem Herzen liegt. Zum Beispiel wenn etwas nicht so lief wie erwartet und du z.B. mit deinen Vorlieben nach einem Spiel nicht ganz klar kommst, an einen "schlechten" oder unpassenden Top geraten bist, etc.
    * BDSM und Drogen sind keine gute Mischung. Alles Bewusstsein und Motorik beeinträchtigende ist prinzipiell nachteilhaft. Dein Spielpartner wird mental sehr gefordert, und muss sich darauf verlassen können, dass du dich verhältst "wie immer", und nicht deine Persönlichkeit durch irgendeine Droge (oder auch ein Medikament oder dessen Absetzen) verändert ist
    * Medikamente können Gefahren verursachen, informiere dich über Medikamente, die du nimmst und die daraus resultierenden Gefahren. Das können auch "Alltagsmedikamente" sein! (z.B. führt durch Kopfschmerztabletten verdünntes Blut dazu, dass bei einem Unfall Blutungen nicht so leicht gestoppt werden können, Blaue Flecke weitaus größer werden können, etc.)
    * Lasse deinen Spielpartner auch deine Krankheiten wissen. So kann er sich z.B. auf einen instabilen Kreislauf, Gelenkprobleme, möglichen Unterzucker oder Asthma einstellen und entsprechend risikobehaftete Aktionen vermeiden.
    * Ehrlichkeit ist sehr wichtig bei all diesen Punkten. Auch von deinem Partner. Wenn du Vorlieben deines Partners nicht verstehen, nachvollziehen oder akzeptieren kannst, reagiere bitte nicht mit "das ist doch Krank!", sondern versuche das zu klären. Ermuntere auch deinen Partner dazu, deine Vorlieben verstehen zu wollen. Wenn sich ein Partner aus Furcht vor Ablehnung nicht traut, manche Sachen zu sagen, ist das keine gute Voraussetzung für die nötige intensive und ehrliche Kommunikation.
    * Es gibt keine Dummen Fragen. Nur Fragen, die aus Mangel an Wissen oder Verständnis aufkommen. Also frag deinen Spielpartner oder andere BDSMler, wenn du etwas nicht verstehst oder mehr dazu wissen willst.
    * Beim Spielen kann leider auch mal alles zu viel werden und du kannst eine Art Nervenzusammenbruch bekommen (ein sogenannter "Absturz"). Das kommt glücklicherweise ziemlich selten vor, aber es kann passieren. Da bei BDSM viel im Kopf stattfindet und starke Gefühle oft Teil des Spiels sind, können diese auch mal über schwappen. Das solltest du einfach wissen, denn das Wissen kann dir helfen, dass du einen Absturz erkennst und leichter "wieder raus kommst".
    * Tops können übrigens auch abstürzen, das ist aber glücklicherweise noch seltener.
    * Die meisten Subs brauchen nach einem Absturz etwas Abstand und Ruhe für einige Minuten und die Versicherung vom Spielpartner, dass er jederzeit da ist. mehr als ein Raum Abstand sollte aber nie sein, damit dein Spielpartner dir jederzeit wieder Nähe und Geborgenheit geben kann, wenn du wieder dafür bereit bist. Denke danach auch dran, dass dein Spielpartner nach so etwas eventuell auch Nähe braucht und die Versicherung, dass mit dir alles gut ist.
    Unter Umständen könnte es auch deinem Spielpartner helfen, den Kontakt zu z.B. einen guten Freund von dir zu haben, falls er komplett überfordert ist. Das wird jedoch meist nicht gemacht, da das auch der Kontakt zur "Szene" sein kann.
    * Nach jedem Spiel wirst du auf irgendeine Art "Aftercare" benötigen, um wieder "ins normale Leben" zu kommen. Meistens ist das Kuscheln und/oder sonstige Nähe. Vermutlich wird auch dein Spielpartner etwas in der Richtung benötigen, das sollte er dann auch sagen, falls ihm etwas fehlt.
    * Wie lange so ein Spiel dauern kann, bevor Aftercare spätestens nötig wird, hängt von den Beteiligten, der Spielart und anderen Faktoren ab.
    * Spielen ohne Aftercare geht nach einer gewissen Zeit auf die Psyche.
    * Das Ziel von BDSM ist, dass alle Beteiligten ihren Spaß haben (und keiner einen Nachteil davon hat). Der Spaß kann direkt oder indirekt sein, aber am Ende sollen alle glücklich sein!
Vor dem ersten Spiel
  • * Rede mit deinem Spielpartner. Über alles was euch zu BDSM in den Kopf kommt und sonst wichtig erscheint.
    * Redet über eure Vorlieben und Fantasien, eure Tabus, eure Hemmungen und Probleme mit euren Vorlieben, und auch über bisherige Erfahrungen (falls vorhanden)
    * Redet über Erkrankungen wie Allergien, Gelenkprobleme, Herzfehler, Kreislaufschwächen, vorhandene Nervenschäden, oder ob und wenn ja wann welche Medikamente eingenommen werden müssen.
    * Redet über Phobien und Trigger (Auslöser von z.B. Panik oder Traumata) und deren Hintergründe, wie stark sie sind, etc. (schon das Wissen über z.B. deine Spinnenphobie oder Ähnliches kann für deinen Partner nützlich sein um besser planen und richtig reagieren zu können)
    * Redet auch darüber, was ihr am Ende bzw nach einem Spiel braucht oder vermutet zu brauchen, Aftercare und vielleicht auch noch anderes.
    * Macht ganz klar aus, dass ihr miteinander Spielen wollt, und dass jeder ganz klar sein Einverständnis gegeben hat. Das verhindert Probleme während dem Spiel und auch im Nachhinein, und gibt auch allen Partnern ein gewisses Mehr an Sicherheit.
    * Macht aus ob ihr ein Safeword, den Ampelcode oder ähnliches nutzen möchtet, oder wenn nicht, dass jedes "Nein", "das mag ich nicht", "das tut weh" oder ähnliches auch so gemeint ist. Bei manchen Spielarten benötigt man kein Safeword, da alles so gemeint ist, wie es gesagt wird (z.B. bei Bondage). Bei anderen Spielarten ist z.B. ein "Nein" dagegen normaler Bestandteil des Spiels, und erst ein Wort des Ampelcodes ("Gelb") signalisiert, dass es langsam zu grob oder zu viel wird, oder ein Safeword/"Rot" zeigt, dass es zu viel ist und das Spiel beendet werden sollte.
    * Wenn ihr mit Knebeln spielen wollt, macht eine eindeutige und zuverlässige Alternative zum Safeword aus: z.B. zweimal Abklopfen wie beim Kampfsport oder einen Stock aus der Hand fallen lassen. Bei den ersten Spielen ist es aber ratsam, ohne Knebel zu spielen, da Rückmeldung am Anfang noch wichtiger ist als sonst schon.
    * Macht zumindest bei jedem der ersten Spiele grob aus, was ihr ausprobieren wollt: Nur Bondage? Auch etwas "quälen" wenn du gefesselt bist? Oder willst du doch (erst einmal/generell) frei bleiben, dafür vielleicht übers Knie gelegt werden oder dich einfach nur unterordnen?. Versucht nicht zu viel auf einmal, insbesondere für Tops sind die ersten Spiele sehr fordernd und anstrengend.
    * Zum ausprobieren bieten sich auch mehrere kürzere Spiele an, die ersten Spiele haben sowieso meist keine enorme Tiefe, und die Zeit dazwischen könnt ihr nutzen um euch zu sammeln, vielleicht sogar für die ein oder andere Rückmeldung, was toll war, was überraschend, und was nicht so gut war. Das darauf folgende Spiel kann dann entsprechend anders ablaufen, vielleicht sogar mit einem anderen Schwerpunkt.
    * Erwarte nicht zu viel, wenn man sich noch nicht so gut kennt und/oder wenig Übung hat, sollte man sich langsam heran tasten um niemanden zu überfordern, dass es nicht aus Versehen zu weit geht oder ein Partner nicht mehr weiter weiss, etc.
    * Nehmt euch nicht zu viel und nicht zu große Aktionen vor. Es läuft nie wie geplant und Listen abarbeiten bringt meist weniger Spaß als der Dynamik freien Lauf zu lassen. Fangt auch lieber mit einfacheren und nicht zu krassen Aktionen an. Auch mit einfachen Aktionen und wenig Spielzeug können sehr intensive Spiele entstehen, erst recht bei den ersten Spielen.
    * Lass dich "Covern". Einfach zur Sicherheit. Es gibt viele Anleitungen und Erklärungen dazu, schau dir z.B. die der SMJG an. Kurz gesagt: jemand zuverlässiges sollte wissen wann und wo (und zumindest grob mit wem) du dich triffst, und sich währenddessen und danach mal z.B. telefonisch melden (oder du meldest dich) und z.B. einen Code bekommen, dass es dir gut geht (z.B. "Ich gehe nachher noch Blumen Kaufen") – stimmt was nicht, schaltet der z.B. die Polizei ein.
    * Wenn du einen Termin für das erste Spiel ausmachst, nehmt euch viel Zeit. Sehr viel Zeit. Es gibt wenig schlimmeres als ein hektisches Ende eines Spiels und danach auch noch zu wenig Zeit für Aftercare!
    * Wenn dein Spielpartner auch wenig oder keine Erfahrung hat, ist eventuell "How to Top – nützliches Wissen für unerfahrene Tops für die ersten Spiele" eine hilfreiche Lektüre für ihn. Du kannst das natürlich auch durchlesen, vielleicht findest du noch einen Punkt der hier vergessen wurde, oder verstehst zumindest deinen Partner besser.
    * Informiert euch über die Spielarten, die ihr ausprobieren wollt. Sammelt Tips, Infos, Ideen und Sicherheitsregeln darüber.
Direkt vor dem (ersten) Spiel
  • * Hast du (und dein Spielpartner) genug getrunken und eventuell auch gegessen? Ist etwas zu Trinken da wenn ihr Durst bekommt? Eventuell auch Knabbersach?
    * Falls du z.B. einen instabilen Kreislauf oder Asthma hast: hast du bzw. dein Spielpartner alles für den Notfall zur Hand? (z.B. Traubenzucker/ Asthmaspray (nicht abgelaufen!) )
    * Ist alles erledigt, was bis zum Ende des Spiels erledigt sein muss, selbst wenn es länger dauert als geplant? Ein wichtiger Anruf, der Pillenwecker oder hungrige Haustiere sollten nicht im Spiel stören. Auch ein Hund mit Beschützerinstinkt sollte nichts von eurem Treiben mitbekommen, das könnte stören oder sogar gefährlich für deinen Top werden.
    * Auch wenn das eigentlich die Aufgabe des Tops ist: Überprüfe auch du kurz, ob z.B. eine vernünftige Schere oder besser einen Gurtschneider da ist, wenn ihr Bondage macht. Oder ein Kühlpack im Kühlschrank, falls das Paddle doch eine blöde Stelle trifft, und die Schwillt (die meisten finden nicht jeden Schmerz geil). Es muss nicht gleich der Verbandskasten neben dem Bett stehen, aber eine kleine Hausapotheke z.B. im Bad mit etwas Verbandsmaterial schadet nie.
    * Schaue auch ob alles fürs Aftercare da ist. (Das sollte auch Top machen, aber überprüfe es, Menschen sind vergesslich, und du weist am besten, was du brauchst)
    * Schaue eventuell auch, ob das Spielzeug in Ordnung ist (Holzsplitter von Schlaginstrumenten sind uncool, scharfkantig schneidende Blechhandschellen spätestens bei Kämpfen auch). Ist es warm genug für dich? Überlege wie viel die Nachbarn durch die Wände/Decke/etc. mitbekommen könnten? Und sind die Vorhänge zu?
Beim (ersten) Spiel
  • * Denk daran: eine Unterbrechung/Entschleunigung oder gar ein Abbruch durch ein Safeword oder den Ampelcode macht ein Spiel nicht kaputt, sondern sorgt dafür, dass es allen gut geht. Danach kann oft auch wieder weiter gespielt werden. Wenn du kurz eine Pause brauchst, sag es, nutze dein Safeword und/oder "Gelb"-Wort, wenn nötig! Keine falsche Scheu! Das ist wie beim Auto mit dem Bremsen: lieber zu oft als einmal zu wenig ;)
    * Mache nur bei den Sachen mit, die du auch direkt oder indirekt magst oder ausprobieren willst. "Nur für deinen Spielpartner" etwas (mit) machen ist meist keine gute Idee, solange dich nicht gerade genau dieser Kontext "etwas 'nur' für den Partner machen" anmacht. Und selbst dann sollte das, was du für deinen Spielpartner machst, dir den Spaß nicht wieder kaputt machen.
    * Wenn du merkst, dass du etwas (doch) nicht magst, sag das deinem Spielpartner. Er ist kein Hellseher, auch wenn er noch so viel Erfahrung und Menschenkenntnis hat, kann er etwas übersehen.
    * Denke aber auch daran, nichts zu machen, was dein Spielpartner nicht mag, z.B. weil es ihn überfordert oder abturnt.
    * Wenn du merkst, dein Spielpartner ist fast oder sogar etwas überfordert, kannst meist auch du als Sub etwas das Spiel langsamer werden lassen. Du möchtest deinen Top ja auch nicht überfordern (außer du willst ihn ärgern, aber damit kommen unerfahrene Tops öfters noch nicht ganz klar)
    * Achte auf dich und deinen Körper: kribbelt etwas während du gefesselt bist, oder hast du ein Taubheitsgefühl irgendwo, oder sogar Schmerzen, die nicht sein sollten, etc.? Fühlst du dich unwohl? Macht dein Kreislauf schlapp? Brauchst du dringend was zu trinken? Melde das auch deinem Spielpartner, er kann immer noch nicht Hellsehen ;)
    * Es kann sein, dass dich während dem Spiel die Gefühle überwältigen (aber du keinen Absturz hast), das kann auch deinen Spielpartner überraschen. Das ist nicht weiter schlimm, solange dein Spielpartner für dich da ist und du ihm klar machst, dass alles gut ist.
Nach dem Spiel
  • * Hol dir all das Aftercare, das du brauchst und fordere ein, was dir genau jetzt gut tut. So lange wie du brauchst, um wieder "im normalen Leben" anzukommen. Im Normalfall bekommst du lieber daheim Ärger, weil du "die Bahn/den Bus verpasst hast"/etc. , als dass dir Aftercare fehlt. (Sofern du noch bei deinen Eltern/etc. wohnst)
    * Auch dein Spielpartner wird eine Art Aftercare brauchen, zeig ihm, dass alles gut ist (wenn alles gut ist. Wenn nicht, sprich an was nicht stimmt, damit alles gut werden kann. Mach es nach Möglichkeit als Kritik, aus der dein Partner lernen kann, aber nicht als Vorwurf!)
    * Es bietet sich auch an, nach dem Aftercare miteinander über die frischen Eindrücke aus dem Spiel zu reden. Was war gut, was war nicht so gut (Kritik nicht in einen Vorwurf verpacken), was war überraschend. Vielleicht hilfst du deinem Spielpartner auch noch, die Spielzeuge zu reinigen und aufzuräumen.
    * Bleib auch die Tage nach dem Spiel in Kontakt mit deinem Spielpartner. Manche Eindrücke aus einem Spiel erkennt man erst Stunden oder gar Tage nach einem Spiel, und möchte dann darüber reden, oder sie einfach dem Spielpartner mitteilen, damit der besser versteht, wie man tickt und worauf er achten muss.
    * Wenn es zu Problemen kam oder du Probleme mit dir/deinen Vorlieben bekommen solltest, besprich und klär das erst einmal mit deinem Spielpartner bevor du es mit irgend jemand anderem besprichst. Nicht dass du aus Versehen Gerüchte in die Welt setzt (Menschen neigen dazu, Sachen falsch oder selektiv aufzunehmen). Trotzdem kannst du dir natürlich danach auch noch die Meinung anderer BDSMler dazu holen, das ist auch ganz nützlich, da dein Top z.B. oftmals deine Seite des Spiels nicht kennt und du so potentiellen Manipulationen durch deinen Partner erkennen kannst - "Wissen ist Macht", und diese Macht über dich willst du vermutlich nicht aufgeben ;)
    * Wenn du möchtest, kannst du natürlich auch mit anderen BDSMlern über deine Erfahrungen und Eindrücke reden. Erst recht, wenn du im Nachhinein plötzlich Schamgefühle, Selbstzweifel oder Zweifel am Spielpartner bekommst (Vielen Subs und Tops kommen nach einem der ersten Spiele Gedanken wie "das macht man doch nicht!" oder "das ist doch Krank!" in den Kopf, selbst wenn sie diese Gedanken direkt als komplett irrational erkennen). Auch in dem Fall kann dir vermutlich das ein oder andere Gespräch mit deinem Spielpartner helfen. Solange aber jeder seinen Spaß und keinen Schaden davon hatte, ist alles gut :)
Warum trauen wir Menschen uns bei vielem nicht, obwohl wir nicht einmal wissen wovor wir Angst haben?

Olex
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Re: How to Sub - nützliches Wissen für unerfahrene Subs

Beitrag von Olex » 27. Okt 2016 04:07

noch ein Punkt:
  • * Lass dir keine Spielart aufzwingen oder aufschwätzen, die du nicht oder nicht in diesem Umgang magst (insbesondere wenn es in Richtung 24/7 bzw. TPE geht und Sachen wie Kontaktverbote aufkommen) hab deinen Spaß, du sollst dich wohl und sicher fühlen!
Warum trauen wir Menschen uns bei vielem nicht, obwohl wir nicht einmal wissen wovor wir Angst haben?

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