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Hobby zum Beruf gemacht

Hier geht es um die ersten Male, Outing und sonstige Probleme

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TabbyMey
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Hobby zum Beruf gemacht

Beitrag von TabbyMey » 25. Okt 2016 22:20

Hi zusammen,

ich nach langer Zeit mal wieder. Ich habe nachdem ich nun einige Jahre BDSM praktiziere mich auch Beruflich in diese Richtung orientiert
sprich ich arbeite nun bei einem Betrieb der grob gesagt alles mögliche für BDSM verkauft. Dort aber erstmal in der Auftragsabwicklung.
Dort habe ich aber auch immer mal wieder die Möglichkeit neue Sachen zu testen. Dies ist besonders spannend da ich bis jetzt schon viel
privat ausprobiert habe und auch viel "aushalte". Nun bekomme ich immer mehr Kontakt in die Szene und hab bis jetzt schon auf ein paar
Fetisch Partys gemodelt und auch eine Sache die etwas mehr ans "eingemachte" ging. Ich hatte zwar erst so meine Bedenken aber ich war
sehr erstaunt wie Professionell das abgelaufen ist. Nun bekomme ich immer mehr Anfragen in diese Richtung und auch sehr viel Lob.
Ich würd davon zwar nicht alles machen aber einige Sachen sind recht Spannend. Auf der anderen Seite Frag ich mich ob das wirklich
richtig ist sich so zu "verkaufen". War jemand schonmal in einer ähnlichen Situation und was habt ihr in der Situation gemacht ?

Gruß und Danke, Tabby

DarkFallenAngel
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Re: Hobby zum Beruf gemacht

Beitrag von DarkFallenAngel » 25. Okt 2016 23:11

Schwierige Frage. Ich weiss ja nicht um was es sich da handelt aber von Fremden gefesselt und "bespielt" zu werden würde mir persönlich Angst machen aus der Situation nicht mehr herauszukommen. Du bist halt immer der Gefahr ausgesetzt das Dinge mit dir gemacht werden mit denen du nicht einverstanden bist. Zu BDSM gehört ja normalerweise sehr viel vertrauen. Und vertrauen entsteht ja nicht dadurch das du dafür bezahlt wirst.

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ponos
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Re: Hobby zum Beruf gemacht

Beitrag von ponos » 28. Okt 2016 08:31

Die wichtigste Frage ist doch wohl: Was spricht denn dagegen? Konkrete Bedenken hast du ja erstmal keine genannt. Das klang eher danach, dass da irgendetwas eingetrichtertes sich meldet.

Klar gibt es die Sicherheitsprobleme, die DarkFallenAngel anspricht, die gibt es aber immer, wenn man jemanden noch nicht gut kennt. Das ist nicht für jeden etwas, aber wenn man das sowieso ok findet, denke ich nicht, dass eine Professionalisierung dem Gefahren hinzufügt.

Was mir persönlich jetzt noch einfallen würde, wären eventuelle (z.B. Eifersuchts-)Probleme von Partnern. Wie man mit soetwas umgeht, ist wohl auch wieder eine sehr persönliche Sache.

Kätzchen
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Re: Hobby zum Beruf gemacht

Beitrag von Kätzchen » 28. Okt 2016 12:27

Für mich wäre noch ein Faktor, ob es dann "Angebote" von dir im Internet gibt, wo du zu identifizieren bist.
Das mag heute okay sein, aber wer weiß, wer das in 20 Jahren wieder ausgräbt, wenn du in einem Job bist, bei dem du dir sowas nicht leisten darfst.

Ansonsten halte ich es für eine sehr individuelle Entscheidung. Am wichtigsten ist wohl die Frage: Geht es dir gut damit und ist die Sicherheit ausreichend?

TabbyMey
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Re: Hobby zum Beruf gemacht

Beitrag von TabbyMey » 29. Okt 2016 16:31

Vielen Dank schon mal für eure Antworten. Also Fotos und Videos wurden zumindest offiziell nicht gemacht. Vertraglich habe ich mir zusichern lassen das kein nicht gefilmt geschweige denn veröffentlicht wird. Allerdings gibt es theoretisch heutzutage immer jemanden der Filmt daher trage ich bei den Sessions einen ganzkörper Latexanzug der auch das Gesicht bedeckt bis auf die Augen, Mund und Nase. Ich hab auch nochmal darüber nachgedacht was mich eigentlich zweifeln lässt... ich weiß es einfach nicht aber es ist das selbe Gefühl das ich hatte als ich mit 12/13 das erste mal meine Neigung entdeckt habe. Aber heute wie damals ist es so das ich mir eig. sage: Ich schade ja niemandem, niemand hat einen Nachteil dadurch das ich das mache von daher ist es moralisch in Ordnung. Trotzdem habe ich gerade diese zweifel, sie werden aber von Tag zu Tag schwächer.

Angst im eigentlichen Sinne habe ich nicht, ich schaue mir die Anfragen kühl an und nehme nur Engagements von denen ich mir auch sicher bin das mit allergrößter Wahrscheinlichkeit keine Sachen gemacht werden die nicht abgesprochen sind. Ein Restrisiko bleibt natürlich immer.
Also meistens geht´s mir gut damit. Ähnlich dem Lampenfieber hab ich dann kurz bevor es losgeht manchmal ein komischen Gefühl was sich aber meist 10 Minuten nach beginn der Session wenn die ersten Aktionen vollzogen sind wieder legt.

Was Beziehungen und die Eifersucht angeht: Ich bin zwar Solo habe aber eine Langjährige feste Spielpartnerin. Sie kommt wenn sie kann mit und ist damit auch voll einverstanden. Ihr ist es nur wichtig das ich Sie nicht vernachlässige bzw. mit ihr nach wie vor viel Zeit verbringe. Wenn sie mitkommt hilft sie auch aktiv beim einkleiden und vordehnen.

DarkFallenAngel
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Re: Hobby zum Beruf gemacht

Beitrag von DarkFallenAngel » 29. Okt 2016 17:51

Danke für die Ausführungen, sehr Interessant. Darf ich dich Fragen was das für Sachen konkret sind die du machst ? Und hast du für dich irgendwo grenzen definiert was du nicht machen würdest ?

TabbyMey
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Re: Hobby zum Beruf gemacht

Beitrag von TabbyMey » 29. Okt 2016 18:44

DarkFallenAngel hat geschrieben:Danke für die Ausführungen, sehr Interessant. Darf ich dich Fragen was das für Sachen konkret sind die du machst ? Und hast du für dich irgendwo grenzen definiert was du nicht machen würdest ?
Also es geht da von einfach nur in Latex Catsuit anwesend sein bis zu Klinik spielen im Gyn Stuhl vor Publikum. Grenzen sind dabei für mich klar Dinge die Psychische oder Physische bleibende Schäden hinterlassen. Ansonsten setz ich mir eigentlich keine Grenzen sondern schaue was mir Spass macht bzw. was ich aushalte wenn es um Praktiken und Spielzeuge geht.

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