Keuscheits Fetisch / Wenn eine Neigung das Leben einschränkt

Hier geht es um die ersten Male, Outing und sonstige Probleme

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Black Rose
Zaungast
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Keuscheits Fetisch / Wenn eine Neigung das Leben einschränkt

Beitrag von Black Rose »

Keuscheits Fetisch / Wenn eine Neigung das Leben einschränkt

Hallo Leute ich möchte mich nur ein wenig bei euch auskotzen ich hoffe das ist ok. Im Grunde bin ich ja Niemand der rum jammert, vielleicht liegt es ja an der Jahreszeit.
Vielleicht erzählt ihr mir auch ob euer Fetisch irgendwie euer Leben bestimmt bzw. eure Partnerwahl massiv einschränkt.
Ich habe schon Leute aus der SM getroffen, klar das erste mal hab ich mich so mit 15-16 ins Smartcafe geschlichen. Da mir aber schnell klar wurde dass, ich dort nicht finde was ich suche bin ich wieder abgerauscht. Damals war ich aber auch nicht so wirklich auf der Suche sondern war nur neugierig, ein böses Mädchen eben.

Ich war 9 Jahre auf einer Klosterschule da hört man viel über Ideale und noch öfter hört man; „DU sollst nicht!“ „Du darfts nicht!“.
„Ah ja?“ dachte ich mir; „ Na dann sieh mal genau her, was ich davon halte, jetzt erst recht!“
Ich bin Atheistin den ich verlasse mich lieber auf mich selbst, eigentlich dachte ich ich hätte das alles hinter mir gelassen. Bitte denkt jetzt nicht an die „schrecklichen“ Jahre in der Klosterschule, den so war es nicht ich hatte eine sehr schöne Kindheit dort. Es war eine schöne Zeit und ich kann euch sagen es sind nicht alle Nonnen verbittere Furien (nur manche :) und nicht alle Priester Kinderverschlepper. Meine Lieblingsschwester Michaela hätte man ohne weiteres heilig sprechen können, sie war wirklich ein Engel. Doch ich schweife ab.
Wie gesagt ich glaubte die Religion hinter mir gelassen zu haben doch irgendwann stellte ich fest das sie zurück gekommen war um mich kräftig in de Hintern zu beißen. Den ich entwickelte für Niemand ein Interesse. Mir wurde klar das ich nur auf Leute stehe die so sind wie aus den Predigen, rein, keusch, gutherzig, moralisch, fürsorglich, vergebungsvoll, kinderlieb, fleißig, bescheiden. Super finde die mal einer in der heutigen Gesellschaft! Es ist nicht so als wenn Sexualität keinen reiz für mich hätte, ich bin eigentlich eine extrem leidenschaftliche und sinnliche junge Frau und auch mein Herz schlägt kurz höher wenn mein Blick auf Jemand fällt der zum anbeißen gut aussieht. Schüchtern bin ich auch nicht gerade und flirte schon mal ein wenig drauf los doch kaum kenne ich die Person besser ist aller Zauber verflogen und ich sage; „ Ach lass uns doch lieber nur Freunde bleiben.“
Ein mal in meinem Leben traf ich einen Mann der mich wirklich umhaute er war etwas älter als ich doch nur einige Jahre und irgendwie immer noch ein kindischer Junge. Obwohl er groß und stark war sah ich in ihm etwas zerbrechliches. Ich traf ihn in einem ganz anderem Internet Forum und lass was er so über sich schrieb. Er hatte keinerlei Interesse an Frauen, nicht mal je einer die Hand gehalten, Pornos fand er widerlich, Sexualität hatte er gar keine. Er war ein braver Student, Vegetarier (recht schlechter Musiker ;), Pazifist, trank nicht rauchte nicht, sorgte sich um seine Mutter und Schwester den schließlich sind alle Männer Schweine wie er mir erklärte (auch wenn ich das nicht so sehe) Frech fragte ich ihn „Und was ist mit dir?“ und er antwortete; „ Ich bin kein Mann nur ein Junge.“ (Dabei hätte er mich wahrscheinlich mit einem Arm hoch heben können.) Nichts desto trotz wollte ich ihn beschützen. Sein Vater hatte ihn in der Kindheit geschlagen, hätte der alte Sack auch nur ein abwertendes Wort über ihn verloren, hätte ich ihm die Hölle heiß gemacht wie er es sich in seinem schlimmsten Albträumen nicht ausgedacht hätte. Ich kann zu einer Furie werden, auch wenn ich sonst ein sehr gelassener Mensch bin. Ich war ihm verfallen auch wenn meine Mutter die sonst gar nichts erschreckt regelrechte Angst vor ihm hatte und meinte er wäre ein Psycho. Doch ich war ihm furchtbar verfallen. Ich hätte es akzeptiert hätte er nie mit mir geschlafen, auch wenn ich es unendlich schade gefunden hätte. Doch es gelang mir auf die sanfte Tour doch ihn zu verführen. Versuchen konnte ich es ja schon mal und ich stieß auch nicht auf Widerstand er wollte mich genau so. Er hatte kein Geld doch schenkte er mir etwas das 1000mal mehr wert war als alle Blumen und Plunder den man so schenken kann. Er machte mir Frühstück backte Kuchen, bestimmt wäre er ein guter Hausmann gewesen. So etwas kannte ich gar in meiner Familie hat sich Niemand um mich gekümmert, nicht gekocht, nicht geputzt, nur mein Hund war bei mir wenn ich krank oder traurig war. Jemand daheim zu haben der sich um einen kümmert und verwöhnt ist mir das größte Geschenk. Ich selbst bin im Haushalt ja eine Niete da arbeite ich lieber mehr damit ich mir eine Putzfrau leisten kann, wobei ich es hasse wenn Fremde sich in meiner Privatsphäre aufhalten. Unterwarte Gäste bleiben vor der Tür stehen, was bin ich den ein Gasthaus? My home is my castle. Tja doch er hielt mich in dem einen Jahr in dem wir uns kannten derartig auf Distanz das ich es nicht mehr ertragen konnte, ich war ausgebrannt und mit meiner Geduld seelisch am Ende so blieb mir nichts als ihn zu verlassen. Und schnell warf ich mich in die Arme eines anderen. Ich wollte nur vergessen, endlich normal werden das musste ein Ende haben. Ich wollte all meine Wunschträume abstreifen und endlich vernünftig werden. Es hat mich Überwindung gekostet. Ich dachte die Liebe käme mit der Zeit und ich mochte meinen Partner sehr und wir hatten eine stabile harmonische Beziehung für einige Jahre doch die wahre Liebe war es nicht, es hat mich nie wirklich erfüllt und mit der Zeit wurde ich immer unglücklicher. Wir trennten uns im guten ich wolle einen unnötigen Rosenkrieg auch unbedingt vermeiden. Er hat eine neue Freundin und ich bin sehr froh für ihn. Gefühle von Eifersucht kenne ich nicht schließlich ist er nicht er eine für mich. Auch er war damals noch Jungfrau oder Jungmännlich doch nicht aus einer Überzeugung heraus er hatte sich bloß keine gefunden. Das Projekt ich werde normal war damit für mich vom Tisch. Meine Träume bedeuten mir mehr und ich war seit je her ein Einzelgänger und gar nicht unglücklich damit. Eine Beziehung möchte ich keine mehr außer ich finde wirklich den oder die (ich bin bisexuell). Ich dachte nun da ich glücklicher Single bin könnte ich es ja ein wenig krachen lassen bis mir dieser Mensch begegnet flirtete die Typen an und stellte fest das ich anscheinend Jedermanns Typ bin. Was ich aber auch feststellte das ich selbst es einfach nicht schaffte mit den Boys ins Bett zu gehen, schon beim küssen empfand ich genau gar nicht. Dabei hätten einige von denen jedes Magazin zieren können. Bin ich also nun ein sexloses Neuturm?! Na super, so hatte ich mir das eigentlich nicht gedacht.
Na dann kam ich wieder auf die SM Szene zurück, ich bin dominant und bestimmend und ich liebe es angehimmelt und verwöhnt zu werden. In meinen Beziehungen musste ich zwar um Szene einen Bogen machen den der erste wäre in Ohnmacht gefallen und der Zweifel war zwar durchaus ein Schweinchen aber viel zu feig und verklemmt. Selbst auf dem Rücksitz oder dem Balkon war tabu, man könnte ja gesehen werden. Oh! Ach du meine Güte, ist mir das Wurst wenn ich gerade beschäftigt bin. Doch nun wo ich mich gerne mal so richtig daneben benommen hätte was ist? Nicht gar nichts, alles lässt mich völlig kalt, nichts und Niemand reizt mich außer meiner eigenen Phantasie. Die Leute könnten neben mir zu bumsen beginnen, eh ich unachtsam bin stelle ich vielleicht mein Kaffehäferl auf ihnen ab und nehme erst dann Notiz von ihnen wenn sie meinen guten Kaffee verschütten. Aber gut ich dachte ich mir, dann hald kein Sex, die SM Szene hat ja viele Fetische. Ein Mann der mir nur die Füße massieren will und mir dienen, na was sollte ich dagegen haben, klingt doch himmlisch. Wenn´s ihm was gibt kann ich ihn auch ein bisschen auspeitschen und verkehrt rum aufhängen. Hey ich leide ja nicht drunter. Auch in einem kleinen schwarzen Lackfetzten sehe ich sicher gut aus und mit Hundeleinen kenne ich mich aus. Auch wenn ich die bei meinem Ex nie brauchte. Man darf das nicht missverstehen, der Szene hab ich den Rücken gekehrt, nicht aber mir selbst. In der Beziehung gab schon ich den Takt an, wen er frech wurde hab ich ihn auch schon mal versohlt, wenn auch eher neckisch, doch ich konnte mir schon Gehör verschaffen. Und wozu ein Halsband ich kann ihn ja auch einfach an der Krawatte näher herziehen, ich bin da kreativ. Auch stehe ich drauf ganz eng in ein Korset geschnürt zu werden und lies mir einige von ihm schenken. Frauenkleidung ist generell nicht gemacht um bequem zu sein.
Nur habe ich wieder etwas festgestellt, das ich nämlich auch dagegen irgendwie eine Abneigung habe wenn ich nichts für die Person empfinde oder sagen wir nichts romantisches. Also fällt auch alles außer Sex aus? In manchen Foren liest man das Leute so einsam sind das sie mit irgend Jemand kuscheln wollen, also ehrlich gesagt auch da ähm, nein danke. Ich kam natürlich schon öfter in die Situation das mich Jemand bezirzen wollte,dem Arm um mich legte und mich immer noch näher ran zog.... Manchmal lies ich es über mich ergehen um die Person nicht zu kränken. Doch die schwitzigen Hände, der fremde Atem … na also das muss ich alles nicht haben. Doch ich bin nicht völlig gefühlskalt ganz und gar nicht. Ich begrüße viele Freunde mit Küsschen ich, umarme auch mal Jemanden, halte eine Freundin oder Freund geduldig stundenlang in den Armen wenn sie traurig sind, ich höre den Leuten zu die Trost brauchen. Ich hab überhaupt keine Berührungsängste im Grunde. Nur so bald ich merke das sich mein Gegen über mehr davon erhofft winde ich mich so schnell es geht davon. Dabei denke ich das wenn ich Jemanden liebe sehr angetan wäre von so einer niedlichen Anhänglichkeit.

Tja und da es nun sehr unwahrscheinlich ist das ich je so einem Menschen finde den ich suche sterbe ich wohl allein. Es ist eigentlich schade um mich den ich bin schön, jung, intelligent, vielen ein guter Kumpel. Ich hätte eigentlich viel Liebe und Leidenschaft zu geben auf eine beschützende, beinahe etwas mütterliche Weiße. Doch ich wüsste gar nicht wo ich den richtigen Menschen suchen sollte, wenn es die überhaupt gibt. Vielleicht hätte ich in Amerika oder dem sehr katholischen Spanien eher eine Chance, aber hier? Ich könnte auch nach Japan gehen die gefallen mir wenigstens optisch (und wie wir doch alle wissen ist die Optik auch nicht ganz irrelevant da brauchen wir uns nichts vor zu machen) Einen sehr seltsamen Typ hab ich nämlich auch. Eher sprechen mich Mädchen an die sanften Gesichtszüge, die glatte Haut. Da gefällt mir schon öfters mal eine, auch wen mir eine eher burschikose Figur lieber ist. Männer gefallen mir nur in sehr seltenen Ausnahmen wenn es Androgene, zierliche Kerlchen sind, vor Bärten und Körperbehaarung grausts mir. Zwar sind Muskelpakete sehr schön anzusehen aber am Ende des Tages hab ich doch lieber einen der sich auf meinen Schoß setzten könnte. Ich denke das lässt darauf schließen das meine lesbische Seite stärker ausgeprägt ist. Freunde unterstellen mir auch ein Helfersyndrom und nicht ganz zu unrecht. Sie fürchten das mir das noch zum Verhängnis werden könnte wenn ich an die Falschen gerate. Aber ihr hier wisst ja nicht wie ich aussehe also kann ich es ruhig ausplaudern. Ich bin überhaupt kein Mensch der leicht über Gefühle sprechen kann das fällt mir schriftlich viel leichter. Vor euch schäme ich mich auch nicht. So ganz „normal“ sind wir hier allesamt nicht glaube ich. Wobei ich schon denke das die meisten von uns im Alltag ganz normale junge Leute sind, solche Geheimnisse erahnt ja Niemand.

Ich möchte nicht sagen das ich Leide wegen meinem Fetisch, alles andere würde mich nicht erfüllen und ich denke auch das ist etwas das viele hier verstehen können. Etwas wehmütig brachte ich das ganze aber dennoch. Wie geht es euch damit? Seid ihr eingeschenkter in eurer Partnerwahl oder habt ihr sonst Nachteile daraus. Gibt es vielleicht sogar jemand mit einem ähnlichen Problem?
Habt ihr ein ganzes Konzept oder ist es eher nur eine bestimmte Praktik oder ein Kleidungsstück das euch anzieht. Ich denke wenige von euch wird es überrasche das ich auch eine Priesterkutte in meinem Schrank verstecke die vergeblich auf ihren Einsatz wartet aber für mich ist das trotzdem eher eine Nebensächlichkeit.

xtrame90

Re: Keuscheits Fetisch / Wenn eine Neigung das Leben einschr

Beitrag von xtrame90 »

UFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFF

Was für ein Text, Ich nicht alles gelesen, da ich Augenkrebs bekam :heul: :lol: (Nicht persöhnlich nehmen ;) )

ich sags so, Ich mach mir momentan auch viele Gedanken, ob ich den richtigen Partner finde. Mit dem ich meine Neigungen teilen und Ausprobieren kann. Oder ob es ginge, mit einem Partner zusammen leben, der diese Neigungen gar nicht hat oder nicht mag.
Ja und im Altag bin ich eigentlich ganz normal, aber das sind wir doch alle ein bisschen: ^.^

Aber ich versteh den Text ehrlich gesagt nicht ganz, bzw kann keine richtige Frage rauslesen??

Liebe Grüße

me-la
Vielschreiber
Beiträge: 397
Registriert: 13. Jul 2008 11:31

Re: Keuscheits Fetisch / Wenn eine Neigung das Leben einschr

Beitrag von me-la »

Hi Extrame90, ich schaffe es nicht deinen ganzen Beitrag zu verstehen, es ist spät und ich bin erschöpft. Ich frag deswegen einfach mal ganz direkt nach (du musst natürlich nicht öffentlich antworten)

Willst du keusch leben oder willst du, dass deinen Partner keusch ist?
Willst du gezwungen werden, keusch zu leben, obwohl du dominante Phantasien hast.
Warum willst du keusch leben? Bist du vielleich asexuell?
Warum willst du, dass dein Partner keusch lebt? Magst du die Macht, die Kontrolle oder ist es Abneigung gegen eine gemeinsame Sexualität?
Nein: orales Verhütungsmittel.
(Joan Vichers)

Egianor
WAS IST REALLIFE?
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Registriert: 27. Mai 2010 14:52

Re: Keuscheits Fetisch / Wenn eine Neigung das Leben einschr

Beitrag von Egianor »

Zum Thema Religion: es gibt einen Arbeitskreis zum Thema SM und Christsein und auch hier im Forum taucht es immer mal wieder auf:
- Gehört ihr einer Religion an
- Widerspruch zum Christentum
- SM und Christ sein
- Und jetzt auch noch BDSM?
Du bist also bei Weitem nicht die einzige Christin hier in der SMJG und noch weniger alleine unter den BDSMlern. Wenn Dir die Religion wichtig ist, ist es sicher möglich, einen Partner mit ähnlichen Interessen zu finden.
Gerade, wenn Du eine dominante Frau bist, dürftest Du es verhältnismäßig leicht haben; es gibt (scheinbar) ein Ungleichgewicht zwischen devoten Männern und dominanten Frauen, sodass die Frauen aus einem recht großen Pool an Männern wählen könnten. Theoretisch, denn letztendlich sagt die Zahl der potentiellen Partner nichts darüber aus, ob man sich versteht und "der Eine" darunter ist oder eben nicht.

Wenn Dir wilder, unverbindlicher Sex nicht liegt, dann ist das auch nicht weiter dramatisch. Meins ist das auch nicht. Finde ich manchmal schade, denn interessieren würde es mich schon aber es reizt mich überhaupt nicht und dementsprechend gering ist auch die Zahl derer, mit denen ich Sex hatte. Vielleicht ändert sich das noch, vielleicht nicht, wichtig ist, sich von solchen Dingen nicht einnehmen zu lassen.
Es gibt Menschen, die sind da sehr locker und die können gut mit Fremden Sex haben und Menschen, denen liegt das eben nicht so. Das kann man schade finden und bedauern, ändern kann man es nicht (außer man zwingt sich dazu, was ich aber nicht für sonderlich erstrebenswert und gesund halte).

Ich persönlich glaube nicht, dass die Fixierung auf BDSM in der Partnerwahl mehr einschränkt als andere Kriterien auch; sei es Religion, Hobby oder Wohnort, irgendetwas ist einem doch immer so wichtig, dass man bei potentiellen Partnern darauf achtet. Natürlich mag es in der einen Hinsicht mehr Hinternisse geben als in anderer und manche Dinge sind schwerer zu finden als andere aber letztendlich läuft eine Partnerschaft immer auch auf Kompromisse hinaus und solange grundlegenden Dinge geklärt sind, kann man sich mit vielem arrangieren.
Ich glaube, den zu 100% kompatiblen Partner gibt es nicht und das auch auch gut so. Wäre ja sehr langweilig sonst. Natürlich ist es schön, wenn mein Partner meine Hobbys teilt. Auch schön ist es aber, wenn man ihm sein Hobby näher bringen kann oder eben auch etwas hat, womit man alleine Zeit verbringen kann. So ähnlich ist es doch bei der Sexualität auch: natürlich sind gemeinsame Vorlieben praktisch und es gibt Dinge, auf die man unter keinen Umständen verzichten kann. Aber es gibt auch Dinge, die man dem Partner zeigen kann und Dinge, die man vielleicht mitmacht, obwohl sie einem nicht sonderlich viel geben, die aber dem anderen sehr wichtig sind.
Die Hauptsache ist, man redet darüber und versucht, einen gemeinsamen Weg zu finden.
Und ob ein grundsätzlicher Konsens besteht, lässt sich ja genauso abklären, wie die Frage, ob der Partner mit dem geliebten Hund zurechtkommt oder ob Hunde für ihn ein absolutes No-Go sind.
Das Murmeltier erwachte am Morgen und beschloss, ans Meer zu gehen. Alle waren dagegen, sein Vater, auch seine Mutter, die Tante und die Geschwister. "Am Meer ist die Freiheit" sagte das Murmeltier und brach auf.
Christoph Miethke Das Murmeltier, das Meer, die Freiheit & das Glück

ponos
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Registriert: 2. Jan 2011 23:48

Re: Keuscheits Fetisch / Wenn eine Neigung das Leben einschr

Beitrag von ponos »

Uuiii, ein sehr langer Text - einer der wenigen so langen hier, die ich tatsächlich durchgelesen habe.
@Egianor: Ich glaube nicht, dass es Black Rose um die religiösen Aspekte geht.

@Black Rose:
Korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber ich habe das jetzt so verstanden:
Ich habe in deinem Text eigentlich nur einmal etwas zu "Keuschheit" gefunden (dass du auf reine/"gutherzige" Männer stehst). Du meinst mit deinem "Fetisch" deine Vorlieben für Männer, die diesem "christlichen Idealbild" entsprechen. Der "Keuschheits Fetisch" im Titel bezieht sich weder auf Keuschhaltung im BDSM-Sinne noch auf "keusch bleiben" im traditionellen Sinne, sondern auf Tugenden, die üblicherweise mit dem traditionellen Bild von Keuschheit einhergehen (Zurückhaltung, Fokussierung auf Dinge wie Hausarbeit oder auf dein Wohlergehen).
Du hast das Problem, dass du einerseits nur Gefühle für Männer empfindest, die diesem Schema entsprechen. Andererseits möchtest du "wildere" Dinge beim Sex tun, die aber diese "braven" Männer (zumindest die, die du bisher kennengelernt hast), nicht mitmachen wollten. Außerdem willst du keinen Sex / nicht spielen mit Männern, für die du keine Gefühle empfindest, weshalb für dich nichts "zweigleisiges" (also Beziehung + Spielbeziehung) in Frage kommt.
Stimmt das erstmal bis hierhin?

me-la
Vielschreiber
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Registriert: 13. Jul 2008 11:31

Re: Keuscheits Fetisch / Wenn eine Neigung das Leben einschr

Beitrag von me-la »

Ich wollte die Fragen natürlich Black Rose stellen, nicht Extrame90...
Nein: orales Verhütungsmittel.
(Joan Vichers)

Black Rose
Zaungast
Beiträge: 3
Registriert: 17. Nov 2013 18:50

Re: Keuscheits Fetisch / Wenn eine Neigung das Leben einschr

Beitrag von Black Rose »

Hallo alle miteinander und danke für eure Antworten.

Ja im Nachhinein sehe ich auch das ein paar Absätze mehr dazwischen echt nicht geschadet hätten.
Eine Plaudertasche bin ich aber generell und komme öfters mal vom 100 ins 1000.
Na gut dann versuche ich mal mich ein wenig zu erklären.

Ich fange mit Me-La an weil das am leichtesten zu beantworten ist.
Also asexuel bin ich nicht, auch wenn ich im Moment beinahe so lebe aus Mangels Alternativen.
Unbedingt keusch leben wollte ich auch nicht, tue ich auch nicht nur beschränkt sich mein momentanes Sexualleben auf eine Person.
Abneigung oder gar Ekel habe ich auch keine gegen Sexualität und obwohl ich es hier nicht angeführt habe weil der Text eh schon lang genug ist, ja die bekannten Keuschheitsspiele aus der BDSM Szene haben einen großen Reiz auch mich. Ganz unschuldig hier her verirrt hab ich mich nun auch nicht. Von Keuschheitsgürteln und Käfigen bis zu der schon erwähnten Kutte das volle Programm. Es gefällt mir Jemanden aufzureißen und mich dann doch zu enthalten bis zu einem gewissen Punkt und eben so liebe ich es zu locken und verführen und selbst sanft hingehlten zu werden. Doch irgendwann sollten all die Mühen schon ans Ziel bzw. zu ex führen.

Zu Eiganors Beitrag.
Ich bin schon lange keine Christin mehr. Zwar habe ich überhaupt kein Problem mit Religion oder Religiösen Leuten. Ganz und gar nicht ich habe mehre religiöse Freunde ich unterhalte mich gerne darüber ich sehe warum Religion für viele Leute wichtig ist, doch ich selbst bin ein realitätsbezogerner Mensch der sich lieber auf sich selbst verlässt. Ob mein Patner/Patnerin nun religiös ist oder nicht ist ganz ihm/ihr überlassen. In Kirchen gehe ich hauptsächlich aus Nostalgie, wegen der Architektur,zu Konzerten und dabei sehe ich mich auch schon mal um ob sich jemand findet den man kennenlernen könnte. Ich gestehe aber auch dass, dieses Rollenspielszenario sehr prickelnd für mich ist und das ist auch eines der wenigen Dinge die ich bisher ausleben konnte.

„ Theoretisch, denn letztendlich sagt die Zahl der potentiellen Partner nichts darüber aus, ob man sich versteht und "der Eine" darunter ist oder eben nicht.“
Ja wem sagst du das, du hast mein Problem in dem einen Satz schön mit dem Nagel auf den Kopf getroffen. Ich höre immer wieder von Leuten die um mein Geheimnis nicht wissen. „Ach du bist jung, hübsch, intelligent der wird schon kommen.“ Ja schön aber was hilft das? Klar gibt es immer wieder Jungs und ältere Männer die großes Interesse an mir hätten. Doch das kann ich nun mal nicht erwidern. Dabei habe ich schon echt tolle Typen kennen gelernt. Wo ich mich selbst gefragt habe;“ Ja warum zur Hölle willst du den den nicht?!“ Aber was soll ich tun, so ist es eben.

Ah und ob mein Partner nun meine Hobbies teilt oder nicht ist für mich eher zweitrangig und ob er nun dieses oder jenes tun will oder nicht tun will also daran wird’s nicht scheitern. Daran ist es auch nie gescheitert. Mein erster Partner schien komplett asexuel zu sein, war er auch bis er auf mich traf aber hätte er es ganz abgelehnt hätte ich ihn auch nicht weiter damit belästigt und auch nicht betrogen de auch ich habe eine gewisse Moral und bin loyal. Zumindest dann wenn ich den in einer festen Bindung bin. Ob mich das nun ein leben Lang froh gemacht hätte kann ich nicht prophezeien.

„und es gibt Dinge, auf die man unter keinen Umständen verzichten kann.“ Zu meinem Nachteil sind es in meinem Fall hald so schräge überaus rare Dinge.

Und zu Ponos Post, das ist ein wenig schwerer zusammen zu fassen.
„Korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber ich habe das jetzt so verstanden:
Ich habe in deinem Text eigentlich nur einmal etwas zu "Keuschheit" gefunden (dass du auf reine/"gutherzige" Männer stehst). Du meinst mit deinem "Fetisch" deine Vorlieben für Männer, die diesem "christlichen Idealbild" entsprechen. „
Ja das meinte ich im Grunde vielleicht ist es eher eine strikte Fixsierung.

„Der "Keuschheits Fetisch" im Titel bezieht sich weder auf Keuschhaltung im BDSM-Sinne noch auf "keusch bleiben" im traditionellen Sinne, sondern auf Tugenden, die üblicherweise mit dem traditionellen Bild von Keuschheit einhergehen (Zurückhaltung, Fokussierung auf Dinge wie Hausarbeit oder auf dein Wohlergehen).“

In gewisser Weise geht es um beides nur mit unterschiedlichem Stellenwert. Die Tugenden sind was letztlich über meine Partnerwahl entscheidet. Meine Neigungen machen einen gewissen Teil aus nur haben sie eine Macht über mich.

„Du hast das Problem, dass du einerseits nur Gefühle für Männer empfindest, die diesem Schema entsprechen.“ Ja und die gibt’s so gut wie nicht. Die Beziehung zu meinem Ex Freund war ein Kompromiss, ein Versuch normal zu werden, doch ich habe begriffen daraus wird nichts. Den es macht mich nicht glücklich.

Andererseits möchtest du "wildere" Dinge beim Sex tun, die aber diese "braven" Männer (zumindest die, die du bisher kennengelernt hast), nicht mitmachen wollten.
Ich habe schon ein paar wilde Dinge gemacht und bin vielem nicht abgeneigt, mein war jungfräulich aber kein Unschuldsengel. Leider war er meinen Sonderwünschen eher abgeneigt, doch ich bin flexibel. Für den/die Richtige tue und lasse ich schon das ein oder Andere.

„Außerdem willst du keinen Sex / nicht spielen mit Männern, für die du keine Gefühle empfindest, weshalb für dich nichts "zweigleisiges" (also Beziehung + Spielbeziehung) in Frage kommt.“

Ok ich bin mir nicht sicher ob ich das ganz richtig verstanden habe.
Du meintest das es mir nicht möglich ist eine rein sexuelle Art Beziehung zu führen in der zwar Keuschheits und Enthaltungspiele enthalten sind so wie diverse andere Vorzüge doch ohne „the real thing“?
Ja ohne für den Mensch zu empfinden, kann ich auch keinerlei Begierde für ihn verspüren, völlig gleich wie attraktiv er/sie optisch für mich ist oder was mir geboten wird. Ich denke es gäbe nicht zu wenige die bereitwillig bei meinem Quatsch mitspielen würden.

So und zu guter Letzt zu xstrame90
Ja Frage hab ich so gesehen keine Internetforen sind ja keine Orakel ich wolle mich nur ein wenig austauschen. Sonst kann man das ja keinem erzählen. Was ist den dein Problem ich bin nicht so ein Egoist das ich nicht auch anderen zuhören würde, ganz und gar nicht.

Also dann schönes We allerseits.

xtrame90

Re: Keuscheits Fetisch / Wenn eine Neigung das Leben einschr

Beitrag von xtrame90 »

Black Rose hat geschrieben: So und zu guter Letzt zu xstrame90
Ja Frage hab ich so gesehen keine Internetforen sind ja keine Orakel ich wolle mich nur ein wenig austauschen. Sonst kann man das ja keinem erzählen. Was ist den dein Problem ich bin nicht so ein Egoist das ich nicht auch anderen zuhören würde, ganz und gar nicht.

Also dann schönes We allerseits.
Ja warum schreibst du dann solch einen Text in einen "Hilfe, ich stehe auf BDSM! Was nun?" Bereich??? Das hättest du dann in den Fetish bereich schreiben können... Und ich hab kein verdammtes Problem, verflucht normal. Aber weiße Schrift auf Blauen Untergrund ließt sich für mich schlecht.
Mich kotzt es im moment an. Da will man helfen und wird nur angegiftet...Wo steht, dass ich ein Egoist bin??? Aber mir egal, ich denk mir meinen Teil, bevor ich ne Verwarnung bekomme..

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