Wie/Wann outen?

Hier geht es um die ersten Male, Outing und sonstige Probleme

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gorogoro
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Re: Wie/Wann outen?

Beitrag von gorogoro »

_RJ45 hat geschrieben:Ufff... aber 4000, die muss man erstmal finden! Dann rechnest du noch die weg, die vergeben sind und noch die Konkurrenz von Männern hinzu: Gute Nacht. In der Schweiz wirds wohl deutlich schlimmer aussehen. Da frage ich mich dann eher, ob es Möglichkeiten gibt, asexuel zu werden... hat sich die Sache auch geregelt.
Wenn du deine Suche auf andere Länder ausweitest, sieht es schon wieder besser aus. Man kann es sich so drehen wie man will. Man kann Sachen positiv formulieren "Mit statistisch 4000 Frauen, ist die Auswahl groß genug, dass ich eine Frau für mich finde" oder negativ "Die 4000 Frauen mögen mich eh bestimmt nicht".
_RJ45 hat geschrieben:Mal eine andere Frage: Gibts eine Begründung, möglicherweise eine die auf die Evolution des Menschen hinführt, wieso so viele Frauen submissiv sind? Das würde mich mal interessieren.
Ich schrieb schon an anderer Stelle, dass es nicht ungewöhnlich ist, wenn Frauen BDSM erst mit 20-22 anfangen auszuprobieren. Durch die Erziehung ist es nicht ungewöhnlich, dass auf der submessiven Seite angefangen wird.
_RJ45 hat geschrieben:Hmm, aus dem Standpunkt nachvollziehbar. Aber eine Depression ist ja auch nichts was ich mir aussuche... Wenn du wüsstest, wie sehr ich mich dagegen wehre.
Nein, ich meine, ich möchte bei meinem Arzt den Therapeuten suchen lassen, allerdings weiss ich nicht, womit und wie ich das begründen soll? Kann ja sein dass er nachfragt, wofür ich einen brauche.
Ärzte und Therapeuten sind dafür da, deine körperlichen bzw. seelischen Krankheiten zu heilen. Sie können dir nur helfen, wenn sie wissen, was dich belastet.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, es hilft nicht sich gegen die Depression zu wehren. Nur weil man sie nicht haben will, verschwindet sie nicht. Was dagegen hilft ist zu verstehen, wieso es zu einer Depression kommen konnte und dann mit diversen Mittel dann die Ursachen für die Depression anzugehen. Das kann Psychotherapie sein, aber auch Ergotherapie, unterstützende Literatur ...

Kaoru
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Re: Wie/Wann outen?

Beitrag von Kaoru »

_RJ45 hat geschrieben:4%? Wie soll ich so die Frau des Lebens finden? Wie soll ich überhaupt eine dominante Frau finden? Es ist ja nicht wirklich so, dass ich mit Selbstvertrauen - oder in em Fall mit (blindem) Optimismus - beschenkt wäre...
Ich bezeichne mich als Sub, ich tauche in solchen Statistiken als submissiv auf. Aber frag mal meinen Partner, was ich im Bett machen kann, weil es ihm Spaß macht und mir ebenso? Die meisten würden das als durchaus dominant sehen. Und was schließen wir daraus? Menschen in schwarz und weiss (oder Sub und Top) zu klassifizieren wird dem Menschen dahinter nicht gerecht. Was wenn du eine Frau triffst, die sich selbst als submissiv sieht, aber gerade bei dir Lust bekommt dich zu toppen? Oder die Vanillafrau, die Dominanz im Bett super findet, aber mit dem Begriff BDSM nichts anfangen kann? All die schließt du bewusst aus und verringerst deine Chancen damit immer weiter.
Ziemlich dumm, wie ich finde.
_RJ45 hat geschrieben:Aber ich bin erst wieder in der Lage zu geben, wenn mein Defizit ausgefüllt wurde.
Kein Wunder, dass du keine Frau findest. Ich kenne niemanden, der gerne bei anderen Menschen nur dafür da ist "Defizite" auszufüllen.
Was soll denn deine potentielle Partnerin davon halten? Du bietest ihr nichts und verlangst alles. Das ist hochgradig abturnend.
_RJ45 hat geschrieben:Ich sehe nicht ein, wieso ich als Mann immer geben muss. Ich darf doch auch mal Unterstützung in Anspruch nehmen? Oder worin definiert sich denn eine Beziehung, wenn beim Anflug von Problemen die Notbremse gezogen wird?
Ja so sollte es IN einer Bezeiehung aussehen. Du stehst aber VOR einer Beziehung. Und da sind die Gegebenheiten ganz andere.
Keine Beziehung beginnt damit, dass der eine sich voll auf den anderen stützt. Nein, sie muss mit ei nem gegenseitigen Geben und Nehmen beginnen.
Und du bist nicht bereit zu geben, deshalb wirst du mit der Einstellung auch keine Partnerin bekommen.
Dein Wille ist Gesetz,
deine Worte Religion.
Deine Wünsche sind Befehle
und ich eile schon.

nemesis
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Re: Wie/Wann outen?

Beitrag von nemesis »

_RJ45 hat geschrieben: Die Frau meines Lebens ist aber dominant. Ich bin nicht switch, ich bin submissiv. Ich bin zu 100% hochgradig submissiv, wie soll die Frau meines Lebens nicht dominant sein? Ich finde Sex, in der ich dominiere, nicht erregend. Das ist eher ein Abturner...
Du zeichnest alles so schwarz/weiß. Hast du schonmal darüber nachgedacht, dass es auch Sex ohne Rollenverteilungen gibt? Wo du weder führen musst, noch geführt wirst - wo sich einfach jeder seiner Lust entsprechend einbringt? Nur weil man derjenige ist, der die Bewegung ausführt, ist man ja auch noch nicht gleich der dominante Part. :P
Das ist doch auch eine Ausgangsbasis und dann kann man an den Partner herantragen, dass man sich mehr Dominanz wünschen würde, in ganz kleinen Häppchen.
Und hast du schonmal in Erwägung gezogen, dass sich Vorlieben verändern können? Dass die Submissive plötzlich doch Spaß an der Dominanz findet und so. Es gibt nicht nur 100% Sub und 100% Top. Es gibt auch vieles dazwischen. :wink:

Des Weiteren habe ich das Gefühl, dass du momentan noch gar nicht so weit bist, wieder eine Beziehung anzufangen. Solange noch so viel Verbitterung der vergangenen Beziehung gegenüber besteht, hat eine neue Frau eh keine Chance.
Du schreibst, als solle dir die zukünftige Partnerin bitte alles (zurück)geben, was die alte dir vorenthalten hat. Es liest sich, als solle sie die "Entschädigung" für die vergangene Beziehung sein. Das wird einer neuen Partnerin aber nicht gerecht und so funktioniert Beziehung einfach nicht.

MrCode
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Re: Wie/Wann outen?

Beitrag von MrCode »

Ich denke, es ist auch eine Einstellungssache. Wenn du für dich selbst beschlossen hast, dass du ohnehin nie eine passende Frau fürdichfinden wirst, dann wirst du auchtatsächlich keine finden. Die innere Einstellung beeinflusst die äußere Erscheinung über das unbewusste Aufreteten und Handeln mehr als man denkt. Wenn du nach außen ausstrahlst, dass du aufgegeben hast, dass du dir selbst nichts zutraust, dann glaube ich kaum, dass dich das gegenüber anderen Menschen besonders attraktiv macht. Wenn du aber deine eigenen Probleme in den Griff bekommst, und dein Leben glücklich und erfolgreich für dich selbst lebst (und damit eigentlich gar keine Partnerin mehr bräuchtest, weil du ohnehin schon glücklich wärst), dann trägst du das auch nach außen und wirkt plötzlich viel anziehender.

Ich glaube nicht, dass man eine langfristige Beziehung auf Beliebigkeit (irgendeine Domse, irgendeine Subbie) aufbauen kann. Das klingt eher nach einem unverbindlichen Spiel oder Sex für zwischendurch, aber nicht nach etwas, das großartige Zukunft hat - und ja, es gibt Menschen beiderlei Geschlechts, die so etwas suchen, aber auch das ergibt sich meist aus Sympathie heraus - wenn dich der andere nicht anziehend findet, weil du viel zu sehr mit deinen eigenen Problemen beschäftigt bist, wird das auch nichts. Mal ganz abgesehen davon, dass das (wenn ich dich richtig verstanden habe) nicht dasist, das du suchst.

Natürlich ist es einfacher geschrieben als getan, seine Probleme anzupacken, aber kleine Schritte in die richtige Richtung sind immer möglich - und dazu gehört meines Erachtens insbesondere, sich von den Gedanken zu trennen, die einen nur nachunten ziehen. In deinem Fall wäre das dieses "ich brauche unbedingt eine dominante super-Partnerin, mit der alles toll ist". Ersetze den Gedanken doch lieber durch ein "ich will glücklich und zufrieden mit mir selbst sein". Gehe raus, unternimm' etwas mit Freunden, mache Sport, suche dir ein Hobby - und mache etwas mit deinem Leben. Auf deinem Weg wirst du dann von ganz alleine genügend Menschen (und damit auch genügend Frauen) begegnen - und irgendwann ist sicher eine dabei, die zu dir passt. Eine Garantie hast du natürlich nie, aber wenn du von Anfang an nur nachdominanten Frauen suchst, schließt du so viel aus. Wenn du hingegen unvoreingenommen an die Sache herangehst, nicht nach Partnern oder Spielbeziehungen, sondern einfach nach Freundschaften, nach netten Tagen / Abenden suchst, dann erhöhst du deine eigenen Chancen deutlich. Die meisten Dinge in dieser Hinsicht passieren durch Zufall, Geschichten wie "netten Kumpel beim Sport kennengelernt, mit ihm und einer seiner Bekannten weggegangen, über die noch jemanden kennengelernt" usw.

Zum Thema Dominanz wurde ja auch schon einiges geschrieben. Es gibt da zwei Ansätze: Die einen probieren es mit einem Vanilla-Partner und schauen, wie gut das klappt, ob ihnen das Erreichbare letztlich reicht, andere fokussieren sich auf BDSMler und bringen das Thema recht früh (z.B. vor oder nach dem ersten Sex, oder noch früher, indem sie ein Gespräch einfach mal unauffällig in diese Richtung lenken) ins Gespräch - oder lernen ihre Partner eben innerhalb der BDSM-Szene kennen. Das ist Geschmackssache - aber in jedem Fall kannst du es nicht erzwingen, sondern du kannst nur dein Leben leben, und schauen, was passiert. Krampfhaft zu suchen bringt nichts, und den Kopf in den Sand zu stecken bringt auch nichts.

Egianor
WAS IST REALLIFE?
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Re: Wie/Wann outen?

Beitrag von Egianor »

Zu den meisten Punkten wurde Dir ja schon sehr ausführlich geantwortet und ich kann mich dem Gesagten nur anschließen.
_RJ45 hat geschrieben: Ich bin zu 100% hochgradig submissiv, wie soll die Frau meines Lebens nicht dominant sein? Ich finde Sex, in der ich dominiere, nicht erregend.
Jup. Ich auch. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, jemals einen Mann zu dominieren. Ich bin aber auch heterosexuell, monogam und kein Fan von Fernbeziehungen und habe mich trotzdem in eine Frau verliebt, die in den USA lebt, obwohl ich mich in einer Beziehung befinde, in der ich sehr glücklich bin. Das geht soweit, dass ich mir inzwischen sogar Vorstellen kann, mit einer Frau zu schlafen - was mich eigentlich überhaupt nicht erregt. Und sollte mein Freund jemals den Wunsch äußern, dominiert zu werden, würde ich es mit ihm zusammen ausprobieren. Und ja, ich bekomme starke Beklemmungen, wenn ich nur daran denke. Wenn ich mir das jetzt weiter ausmalen würde, würde ich vor Angst davor wahrscheinlich anfangen zu weinen - ich bin, was sexuelle Aktivitäten meinerseits anbelangt, sehr ängstlich und bin deutlich lieber passiv als aktiv. Aber ich kann lernen und über meinen Schatten springen und kann mir somit theoretisch - trotz Kloß in meinem Hals - vorstellen, meinen Partner zu dominieren, wenn es sein muss. Naja, oder es zumindest probieren.
Mal abgesehen davon, dass Du, soweit ich das verstehe, nur von Deiner Phantasie ausgehst. Hast Du schonmal eine Frau beim Sex dominiert?
Ich halte mich - wie gesagt - auch für 100% devot und kann trotzdem nicht garantieren, dass das immer so bleibt oder mir das Dominieren nicht doch Spaß machen könnte, ich habe es schließlich noch nicht ausprobiert.
Ich würde zwar auch davon ausgehen, dass es Dir keinen Spaß macht, wenn Du keine entsprechenden Phantasien hast und das es Dir gefällt, devot zu sein, wenn dass das ist, was in Deinem Kopfkino passiert. Dennoch halte ich Deine Verbohrtheit für falsch, nicht nur, aber auch, weil Du es nicht wissen kannst und sich solche Dinge auch einfach ändern können...
_RJ45 hat geschrieben:Ausserdem kann ich mit jemandem, der Vanilla ist und scheinbar traditionelle Sexvorstellungen hegt, in der der Mann dominiert - Pustekuchen Gleichstellung Mann/Frau - absolut nicht anfangen.
Entweder man ist Vanilla oder man möchte beim Sex dominiert werden - beides zusammen dürfte schwer werden. Dass ich Frau und Sub bin hat nichts damit zu tun, dass ich konservativ bin oder nicht emanzipiert. Das ist einfach meine sexuelle Neigung, die habe ich mir nicht ausgesucht, die wurde mir nicht anerzogen und ich habe auch keine frühkindlichen Traumata erlitten, die mich zu dem gemacht haben, was ich bin. Die Neigung ist da und Punkt.
_RJ45 hat geschrieben: Immer muss man funktionieren und funktionieren, darf sich keine Blösse geben und muss am besten noch perfekt sein.
Das stimmt nur bedingt. Ich funktioniere nicht wie der Großteil der Gesellschaft und werde es vermutlich auch nie - ganz einfach weil ich es nicht kann und vermutlich nie können werde. Ich kann jetzt entweder den Kopf in den Sand stecken und die Gesellschaft für mein Unglück verantwortlich machen oder ich gebe mich mit dem zufrieden, was ich bin und kann und suche mir im Rahmen meiner Möglichkeiten Dinge, die ich tun kann und ignoriere den Rest. Das ist nicht einfach und das tut weh aber es geht mir zumindest deutlich besser damit.
Ich weiß, dass das eine harte Lektion sein kann - ich zumindest habe einen relativ hohen Preis dafür gezahlt. Aber niemand außer mir ist für mein Leben und mein Glück verantwortlich. Ich kann gewisse Dinge nicht, das ist so. Statt also - wie ich es lange getan habe - zu versuchen, mich mit aller Macht anzupassen und dazu zu zwingen, zu funktionieren, gucke ich lieber, was ich kann, was mich glücklich machen und wie ich es erreichen kann. Wer das nicht akzeptieren kann, kann mir gestohlen bleiben - es gibt genug Menschen, die mich trotzdem mögen und es wird sich immer eine Möglichkeit für mich finden, ich muss mir nur meine Nischen suchen.
Das Murmeltier erwachte am Morgen und beschloss, ans Meer zu gehen. Alle waren dagegen, sein Vater, auch seine Mutter, die Tante und die Geschwister. "Am Meer ist die Freiheit" sagte das Murmeltier und brach auf.
Christoph Miethke Das Murmeltier, das Meer, die Freiheit & das Glück

_RJ45

Re: Wie/Wann outen?

Beitrag von _RJ45 »

Ich habe nun die Beiträge auf mich wirken lassen, bin in einem Punkt aber nicht eurer Meinung: Mir kam mehrmals der Hinweis zugute, dass ich Frauen nicht vorzeitig aus meinen Kreis der potentiellen Partner verbannen sollte, weil sie nicht dominant sind oder gar vielleicht submissiv. Ich habe dann eine Frage: Wie soll ich an die Auslebung meiner Träume und Wünsche die tiefer ins submissive gehen, ÜBERS eigentliche Sexualleben hinaus, je ranfinden? Ich habe beispielsweise Gedanken über die Keuschhaltung, ich habe mir sogar einen Peniskäfig gekauft und zeitweise getragen. Ich möchte gerne MEHR die submissive Stellung einnehmen, ich mag es auch, mich weiblich einzukleiden, wieder als ein weiteres Beispiel. Die Reichweite der Wünsche die ich WENIGSTENS ausprobiert wenn nicht sogar generell ausgelebt haben möchte, ist gross.

WIe soll das nun mit einer Person, die nicht viel mit "sonderbaren" Sexualpraktiken zu tun hat oder bei der die Dominanz fehlt, möglich sein?

Das Problem, so glaube ich, liegt eben doch an der Vorstellung von Frauen an Männern, nämlich jene dass der Mann die Beschützerrolle einnehmen muss und daher die domanante Rolle beim Mann bevorzugen. Ich, als jemand der gänzlich diesem Schwerpunkt entfällt, falle somit aus diesem Schema raus und deswegen ist eine Beziehung mit einer Vanilla, welche jene traditionelle Vorstellungen hegt, nicht möglich. Ich bin der Ansicht, dass _sehr_ viele Frauen solche Vorstellungen haben. Deswegen ist der kleine Ausschwenker in Richtung Emanzipation garnicht mal so verkehrt. Ich verstehe unter Gleichheit der Geschlechter, also das was irgendwie angestrebt wird und doch nicht, wenn solche ursprünglichen Vorurteile oder Ansichten im grossen Masse nicht mehr existieren. Das tun sie aber... Weder bin ich dominant noch habe ich das Bedürfnis, als typischer "Mann" aufzutreten. Mir fehlen dazu auch die Charaktereigenschaften die sich manche Frauen wohl wünschen...

..."gefickt" sind also Männer die sich nicht in dieses Rollenbild einordnen, und ich gehe starkdavon aus, dass sich dies, wie mir die Statistik beweist, auch im Sexuellen bemerkbar macht. Ich habe mit einigen Leuten geschrieben die ebenfalls submissiv sind und dies hat meinen Eindruck bestärkt. Es ist enorm schwer, passende Partner zu finden weil die Differenzen dort liegen, wo wir keinen Einfluss haben... Rollenbilder.

Ausserdem kommt eine Beziehung mit jemandem der nicht aus eigenem Antrieb dominant ist, nicht infrage weil ich mich sonst der Person schuldig fühlen würde. Ich habe dann das Gefühl, dies geschehe einzig und allein mir zuliebe und das will ich nicht. Ich bin niemandem etwas schuldig für meine Wünsche, und das bleibt so.

me-la
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Re: Wie/Wann outen?

Beitrag von me-la »

_RJ45 hat geschrieben:Das Problem, so glaube ich, liegt eben doch an der Vorstellung von Frauen an Männern, nämlich jene dass der Mann die Beschützerrolle einnehmen muss und daher die domanante Rolle beim Mann bevorzugen.
Ich glaube, wenn du das jetzt noch häufiger wiederholst, schaffst du es alle dominanten Frauen davon zu überzeugen, dass sie eigentlich Sub sein wollten. Ist das dein Ziel?

Wenn man ganz genaue Vorstellungen hat, wie ein Partner sein soll, dann ist die Menge der potentiellen Partner immer kleiner und die Suche schwieriger. Allerdings bedeutet es nicht, dass es unmöglich ist. Freu dich wenn du nette Menschen triffst, freu dich wenn nette Frauen dabei sind und freu dich, wenn sich dann rausstellt, dass einige auch dominant sind. Wenn du dich über die ersten zwei Dinge nicht freuen kannst, geh den direkten Weg und setz eine Anzeige, trag dich bei speziellen Singlebörsen ein oder bezahl eine Domina. Dann darfst du dich aber auch nicht wundern wenn du auch nur auf deine sexuelle Neigung reduziert wirst.
Nein: orales Verhütungsmittel.
(Joan Vichers)

_RJ45

Re: Wie/Wann outen?

Beitrag von _RJ45 »

me-la hat geschrieben:Ich glaube, wenn du das jetzt noch häufiger wiederholst, schaffst du es alle dominanten Frauen davon zu überzeugen, dass sie eigentlich Sub sein wollten. Ist das dein Ziel?
Wieso? Ich spreche bzw. schreibe meine Gedanken auf, und begründe entsprechend. Ich sehe nun von deiner Seite keinen Widerspruch. Mein Eindruck hat sich nicht 'einfach so' gefestigt... wenn ich eine Meinung annehme, hat das seine Gründe.
Wenn man ganz genaue Vorstellungen hat, wie ein Partner sein soll, dann ist die Menge der potentiellen Partner immer kleiner und die Suche schwieriger. Allerdings bedeutet es nicht, dass es unmöglich ist. Freu dich wenn du nette Menschen triffst, freu dich wenn nette Frauen dabei sind und freu dich, wenn sich dann rausstellt, dass einige auch dominant sind. Wenn du dich über die ersten zwei Dinge nicht freuen kannst, geh den direkten Weg und setz eine Anzeige, trag dich bei speziellen Singlebörsen ein oder bezahl eine Domina. Dann darfst du dich aber auch nicht wundern wenn du auch nur auf deine sexuelle Neigung reduziert wirst.
So langsam habe ich das Gefühl, dass ich auch keine Beziehung möchte... gibt nur Probleme, und davon habe ich genug. Nein, ich lasse mir von keiner Frau mehr den Kopf verdrehen, zumindest solange nicht, bis ich wieder Vertrauen geschöpft habe. Hätte mir wenigestens eine Beziehun nach dem Ende nicht dein Eindruck vermittelt, als wär' ich der Oberarsch, würde ich dem auch nicht so negativem gegenüberstehen. Aber bisher waren das alles so undankbare Parasiten die mich ausgesaugt haben... Ich glaube, ich fokusier mich einfach auf meine Karriere, und basta. Der Rest kommt dann von alleine.

me-la
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Re: Wie/Wann outen?

Beitrag von me-la »

Das Wiederholen deiner Meinung, dass Frauen immer einen dominanten Beschützer suchen, hört sich nach selbsterfüllender Prophezeihung an.
Du siehst nur, was du auch sehen willst...

Ich wüsste ja gern, was deine Exfreundinnen über dich erzählen. Aber bei dem Frauenhass, den du zur Schau trägst, ist es wohl besser dich erstmal auf Karriere zu konzentrieren.
Nein: orales Verhütungsmittel.
(Joan Vichers)

_RJ45

Re: Wie/Wann outen?

Beitrag von _RJ45 »

Was sollten die denn erzählen? Es reicht schon völlig aus, deren Freunden zu befragen... merkwürdigerweise bekomme ich nämlich nur von jenen, die mich verarscht haben, Vorwürfe... von jenen Ex-Beziehungen...

Ansonsten kann ich dir versichern dass du nichts findest wenn du die Fehler bei mir, beim Mann suchst. Das sagt im übrigen auch eine Menge über dich aus, du glaubst nicht daran dass meine Enttäuschung aufrichtig ist und die Fehler bei mir liegen? Falsch gedacht denn Frauen sind leider keine Engel... wenn du wüsstest was ich durchgemacht habe, würdest du das auch garnicht mehr infrage stellen.

Ich glaube, du willst eher sehen was du sehen willst. Das soll nun kein Angriff darstellen, aber ich glaube nicht, dass du (be)urteilen kannst, wenn es um meine Beziehungen geht.

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