widerspruch zum christentum?

Hier geht es um die ersten Male, Outing und sonstige Probleme

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HoneyBunny
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Re: widerspruch zum christentum?

Beitrag von HoneyBunny »

Hier ging es doch nur um die Frage, ob BDSM mit dem Christentum vereinbar ist und nun hat jemand eine Antwort geschrieben, die euch nicht passt und schon soll sich diese Person ändern? Wo ist da bitte eure Toleranz, die ihr immer so schön predigt? Was hat feuerengel denn bitte so Schlimmes geschrieben? Doch nur ihre Sichtweise. Dass sie das allgemein formuliert, kann es nicht sein, da es sich ja gewissermaßen nicht um ihre Meinung handelt, sondern der Meinung der Katholischen Kirche. Und wenn wir uns hier nur wegen Formulierungen streiten, verfehlen wir im Übrigen den Sin des Threads. Es geht hier auch nicht darum, was jeder für sich entscheiden will und wie er leben will, sondern ob das Christentum, so wie es nunmal allgemein interpretiert wird, im Widerspruch zu BDSM steht. Wenn es dem Threadersteller nur darum gehen würde, zu tun und zu lassen, was er will, dann hätte er diesen Thread gar nicht erstellt.

Ich finde die Meinung von feuerengel auch überhaupt nicht schlimm. Im Endeffekt steht da nur, dass es vereinbar ist. Da steht also was Positives! Freut euch doch mal, dass es solche Ansichten unter den als extrem rückschrittlich und erzkonservativ geltenden Katholiken gibt! Ich hätte eienn solchen Aufschrei eher erwartet, wenn BDSM überhaupt nicht vereinbar wäre und es als komplett krank eingestuft worden wäre... dem ist aber nicht so. Und der letzte Absatz war eine Kritik an der Gesellschaft, nicht an euch oder BDSM. Entfacht doch bitte nicht überall einen Streit, wo eigentlich gar keiner ist :)

So, das wollte ich nur mal loswerden, weil sich hier einige schon wieder draufgestürzt haben. Feuerengel hat sogar die Bibel zitiert und eine (einigermaßen) offene Einstellung BDSM gegenüber. Das ist gut und sollte nicht niedergemacht werden ;)

Sirenensang
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Re: widerspruch zum christentum?

Beitrag von Sirenensang »

Christentum, so wie es nunmal allgemein interpretiert wird
Das ist ja son bisschen das Ding: Wie es "allgemein interpretiert wird" kann ja völlig falsch sein. Dass ganz viele das so sehen, macht es ja noch nicht richtig.
Klar gibt es da die "offizielle Linie" von der katholischen Kirche (und mehrere offizielle Linien der protestantischen, weil es da echt ne ganze Menge gibt), aber auch die muss nicht stimmen.

Ich persönliche finde viele Dinge, die aus Rom kommen, schlicht veraltet und/oder unethisch. Persönliche Interpretationen sind da also für mich meistens schöner.
Und dann gibt es eben solche Differenzen und es kann diskutiert werden (was gut ist). "Toleranz" bedeutet,dass alle ihre Meinung sagen dürfen. Das heißt nicht, dass alle diese Meinung gut finden müssen oder sie nicht kritisieren dürfen. "Kritik" ist keine "Intoleranz".

Worauf es letztendlich ankommt, ist die persönliche Interpretation des Threaderstellers, ob es wirklich vereinbar ist. Es geht also eben doch darum, was jeder für sich entscheiden will und wie er leben will. Mit Gott persönlich hab ich noch nicht gesprochen und ich behaupte mal, dass das so direkt auch nicht geht. Persönliche Interpretation ist das nächstbeste, das wir als Menschen hinbekommen.

Stainless-Steel
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Re: widerspruch zum christentum?

Beitrag von Stainless-Steel »

Sirenensang hat geschrieben:
Christentum, so wie es nunmal allgemein interpretiert wird
Das ist ja son bisschen das Ding: Wie es "allgemein interpretiert wird" kann ja völlig falsch sein. Dass ganz viele das so sehen, macht es ja noch nicht richtig.
Klar gibt es da die "offizielle Linie" von der katholischen Kirche (und mehrere offizielle Linien der protestantischen, weil es da echt ne ganze Menge gibt), aber auch die muss nicht stimmen.

Und dann gibt es eben solche Differenzen und es kann diskutiert werden (was gut ist). "Toleranz" bedeutet,dass alle ihre Meinung sagen dürfen. Das heißt nicht, dass alle diese Meinung gut finden müssen oder sie nicht kritisieren dürfen. "Kritik" ist keine "Intoleranz".

Worauf es letztendlich ankommt, ist die persönliche Interpretation des Threaderstellers, ob es wirklich vereinbar ist. Es geht also eben doch darum, was jeder für sich entscheiden will und wie er leben will. Mit Gott persönlich hab ich noch nicht gesprochen und ich behaupte mal, dass das so direkt auch nicht geht. Persönliche Interpretation ist das nächstbeste, das wir als Menschen hinbekommen.
Sirenengesang, danke das trifft was ich auch schreiben wollte.
Genau, es gibt einfach nicht das Christentum, selbst wenn man einer Linie anhängt, kann man immer noch eine andere Meinung haben als die offizielle Linie.

Ich wollte auch nur kritisieren in dem Sinne, dass ich Denkanstösse gebe und nicht mit der Absicht jemanden zu beleidigen.
HoneyBunny hat geschrieben: Und der letzte Absatz war eine Kritik an der Gesellschaft, nicht an euch oder BDSM. Entfacht doch bitte nicht überall einen Streit, wo eigentlich gar keiner ist :)

So, das wollte ich nur mal loswerden, weil sich hier einige schon wieder draufgestürzt haben. Feuerengel hat sogar die Bibel zitiert und eine (einigermaßen) offene Einstellung BDSM gegenüber. Das ist gut und sollte nicht niedergemacht werden ;)
´Wenn sie die Gesellschaft kritisieren darf, bzw. ich hab es eher als Kritik an Polygamie verstanden, dann darf man auch umgekehrt argumentieren.
Darum geht es ja in einer Diskussion, ich sehe das nicht als Streit,
Ich wollte nicht ihre (einigermassen) offene Einstellung niedermachen, sondern lediglich Denkanstösse geben :wink:
Zukunft ist die Zeit, in der du bereust, dass du das, was du heute tun kannst, nicht getan hast.

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