Ich glaub, so war ich schon im Kindergarten...

Hier geht es um die ersten Male, Outing und sonstige Probleme

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imperius1
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Beitrag von imperius1 »

Bei mir kam das eigentlich "erst" in der Grundschule. Habe Cutting an Puppen gemacht :roll:

Nat
Zaungast
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Registriert: 22. Dez 2006 18:12

 

Beitrag von Nat »

Bei mir hat sich das ganze auch schon in der Grundschule abgezeichnet..
Ich habe mit den Nachbarskinder immer Hänsel und Gretel gespielt aber in einer ziemlich harten Version; Gretel wurde von der Hexe eingesperrt und ausgepeitscht :D
Ich will net wissen was sich die Erwachsenen dabei gedacht haben :D :D

Später hab ich mich dann für Geschichte interessiert und unter anderem sehr für das Leben der Sklaven in Griechenland usw. da ist mir dann zum ersten mal so richtig bewusst geworden, dass es seltsam ist, dass ich so was nicht abstoßend fand sondern eher angenehm :oops:

Na ja mit dieser noch unschuldigen Interesse für das Thema hab ich das Wort Sklave dann mal gegoogelt und na ja seltsamerweise kamen mir dann nicht nur hoch wissenschaftliche Seiten entgegen die sich mit der Sklaverei im alten Griechenlang beschäftigten *lach*
Die Hummel wiegt 4,8 Gramm, sie hat eine Flügelfläche von 1,45 cm ² bei einem Flächenwinkel von 6 Grad. Nach den Gesetzen der Aerodynamik kann die Hummel nicht fliegen. Aber das weiß die Hummel nicht.

Kerewin

 

Beitrag von Kerewin »

imperius1 hat geschrieben:Bei mir kam das eigentlich "erst" in der Grundschule. Habe Cutting an Puppen gemacht :roll:
Finde ich, ehrlich gesagt, ziemlich besorgniserregend und weniger in einem BDSM-Kontext stehend.

Ajka
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Beitrag von Ajka »

Hatte im Kindergarten eine große Vorliebe was Petplay anging... Pferdchen und Hündchen spielen war für mich damals ganz groß... Auch heute lass ich mich gern von meinem Herrchen an meinem Würgehalsband durchs Zimmer ziehen... :wink:
Oder irgendwann hab ich meiner Barbie mal auf nem öffentlichen Marktplatz glühend heiße Eisen auf die Schultern und die Brüste legen... Meine kleine Schwester wollte das aber nicht spielen und rannte zu meiner Mutter. Diese kam dann empört wieder und sagte mir "Also A.! sowas spielt man nicht!".
Ich dachte damals nur: Man nicht -ich schon!
Von daan hab ich sowas allein gespielt. Nachdem man mich aufgeklärt hatte, wurde sowas auch immer sexueller...
Fantasie ist echt was Feines... Und Kinder haben sehr viel davon. :twisted:
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt...

Ajka
Inaktiv, über Altersgrenze
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Registriert: 10. Dez 2006 21:17

 

Beitrag von Ajka »

@kerewin: ich finde sowas nicht besorgniserregend. wie deutest du denn dann das mit meinen gühend heißen eisen?
Cutting ist doch durchaus ein Element aus dem BDSM-Bereich. Wenn auch eins, mit dem man nicht unbedingt als erstes beginnt... Aber Cuttings wenn jemand auf Cuttings (ganz ohne Borderliner-Hintergründe) steht, ist das doch vollkommen ok. Und wenn es sogar ein Fetish ist, macht es in meinen Augen durchaus Sinn, wenn sich das schon in der Kindheit zeigt.
andere wickeln puppen in folie ein oder fesseln kinder ans klettergerüst... da finde ich cuttings an puppen echt noch "normal". solange man nicht auf menschen mit nem echten messer losgeht, finde ichs auch nicht bedenklich.

wüsste gerne, warum du das für bedenklich hältst?
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt...

Reby
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Beitrag von Reby »

Nat hat geschrieben:da ist mir dann zum ersten mal so richtig bewusst geworden, dass es seltsam ist, dass ich so was nicht abstoßend fand sondern eher angenehm :oops:
Das kenn ich! Ich hab mal bei uns in der Schule in nem Schaukasten was über Foltermethoden gelesen, und als ich gemerkt habe, dass sich da "komische Gefühle" bei mir zeigen, bin ich schnell weitergegangen und dachte so "Hoffentlich hat mich keiner gesehen." ... Als ob man meine Gefühle hätte sehen können, aber irgendwie war mir das echt unangenehm in dem Moment.
Und ein anderes Mal hat unser Diakon - als er verdeutlichen wollte, was die damals mit Jesus gemacht haben - so eine "Gefesselt-sein-Geste" gemacht, und ich weiß noch, dass ich dachte: "Aber, sowas kann man in der Öffentlichkeit doch nicht machen..." ;-) Hat auch da lange gedauert, bis ich wusste, warum ich das so seltsam fand.
"In der meisten Liebe gibt es einen, der spielt, und einen, der mit sich spielen lässt." (Friedrich Nietzsche)

Kerewin

 

Beitrag von Kerewin »

@ Ajka

Ich bin definitiv der letzte Mensch, der Kindern in irgendeiner Form Sexualität absprechen möchte, aber Kinderpsyche funktioniert dennoch in bestimmten Bahnen, und mehr noch als bei jedem Erwachsenen (der sowas auch aus Berechnung oder zig anderen Gründen tun kann) ist für mich explizite Gewalt eines Kindes gegen Gegenstände oder Personen oder Tiere ein riesiges Alarmsignal.
Imperius schrieb in einem anderen Thread, sich durchaus schon außerhalb des BDSM-Kontextes selbst verletzt zu haben, jemand, der solche Geschichten erzählt, hat nach meiner Meinung einen Psychodoc und eine ganze Menge Aufmerksamkeit verdient.
Ein Kind, das solche Dinge tut, hat ganz offensichtlich ein gestörtes Verhältnis zu sich undoder seiner Umwelt. Und da hören für mich sämtliche Scherze auf.

Reby
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Beitrag von Reby »

Kerewin hat geschrieben: Ein Kind, das solche Dinge tut, hat ganz offensichtlich ein gestörtes Verhältnis zu sich undoder seiner Umwelt. Und da hören für mich sämtliche Scherze auf.
Offensichtlich ist in so einem Fall einfach mal gar nichts! Die wichtigste Frage (die ich nicht beantworten kann) ist doch eigentlich, ob das Verhalten einem selbst oder irgendjemand anderem schadet.
Klar, wenn mein Kind anfangen würde, Sachen grundlos kaputt zu machen, würde ich mir auch Sorgen machen. Aber bei einem erwachsenen Menschen, der das aus seiner Kindheit erzählt, würde ich jetzt nicht plötzlich ne Psychose unterstellen.
"In der meisten Liebe gibt es einen, der spielt, und einen, der mit sich spielen lässt." (Friedrich Nietzsche)

Kerewin

 

Beitrag von Kerewin »

Reby, ich hab selbst lang mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet, über Selbsthilfegruppen für Missbrauchsopfer u.ä., Ferienspielbetreuung auch von Heimkindern, meine Mutter ist Erzieherin usw. Ich könnte jetzt noch ein halbes Dutzend halbgare Referenzen aufzählen, bringt aber wenig.

Ein Kind im Grundschulalter, das eine Puppe 'verletzt' (und diese Puppe durchaus aus Platzhalter für ein menschliches Wesen nutzt, wie das für Kinder in dem Alter völlig normal ist), hat ein - wie auch immer geartetes - Problem.

Von einer Psychose sprach ich nicht und hatte auch das Wort nicht erwähnt. Mir also zu unterstellen, ich unterstellte irgendjemandem hier eine Psychose, ist ein bisschen weit hergeholt.

Reby
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Beitrag von Reby »

Ich meinte lediglich, dass man vielleicht einfach gucken soll, wie es dem Menschen JETZT geht, ungeachtet seiner Kindheit. Wenn mir jemand erzählen würde "Mein Kind verletzt Puppen, aber ist ja eigentlich nicht schlimm" fänd ich das auch hochgradig bedenklich.
"In der meisten Liebe gibt es einen, der spielt, und einen, der mit sich spielen lässt." (Friedrich Nietzsche)

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