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Sanfter Einstieg oder sofort 100%?

Hier geht es um die ersten Male, Outing und sonstige Probleme

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Sanfter Einstieg oder sofort 100%?

Beitrag von Only » 2. Feb 2019 22:07

Hallo zusammen, dies ist mein erster eigener Beitrag.
Ich hoffe er gefällt euch :)

Da ich noch recht neu im BDSM Bereich bin, habe ich bezüglich des Einstiegs eine Frage.

Wie schnell kommt es bei euch in einer neuen Beziehung bzw. Einem neuen Spielpartner zum Spiel bzw. Der einbindung von BDSM Elementen?

Das man sich vorher über Vorlieben austauscht, ist meiner Meinung nach natürlich logisch. Aber wie schnell geht es danach zur Sache?

Mir persönlich wäre es sehr wichtig die Person zunächst kennen zu lernen. Ich habe ungern intime Beziehungen mit unbekannten. Außerdem wäre es mir am liebsten, zunächst einmal etwas Vanilla zu bleiben und dann Schritt für Schritt BDSM Praktiken mit einzubinden.
Ich persönlich könnte mir beispielsweise nicht vorstellen, nach dem Austausch der Vorlieben direkt am nächsten Tag voll loszulegen.

Wie ist das bei euch?

LG Only
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Dom (Selten Sub)
Mein BDSM-Code: https://tinyurl.com/yc884dew

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Peacemaker
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Re: Sanfter Einstieg oder sofort 100%?

Beitrag von Peacemaker » 3. Feb 2019 22:49

Sanfter Einstieg, definitiv und ich möchte auch zuerst den Menschen kennenlernen. Allerdings geht es mir bei einer Spielpartnerschaft, wenn dann klar ist, dass es eine werden könnte oder auch, wenn man sich einfach unverbindlich zum Spielen verabredet, dass man das dann auch zeitig tut. Erfahrungsgemäß lässt man es ansonsten bleiben oder es kommen einfach andere Dinge dazwischen.

Die erste Session muss ja aber auch nicht direkt total extrem sein. Etwas Fesseln, Spanking und kleinere Aufgaben machen auch sehr viel Spaß, und man kann sehr gut testen, ob es miteinander auch auf der BDSM-Ebene harmoniert.

LG
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Re: Sanfter Einstieg oder sofort 100%?

Beitrag von Aishi » 4. Feb 2019 12:04

Huhu,

ich persönlich glaube, dass das wirklich sehr davon abhängt, was für ein Mensch du bist, was für ein Mensch dein Partner ist und wie gut man in der Hinsicht harmoniert. Ich habe mit meinem ersten Partner, mit dem ich BDSM ausgelebt habe, etwa eine Woche nach unserem Zusammenkommen (und damit vier Wochen nach unserem Kennenlernen) die erste richtige Session gehabt, und tatsächlich kam diese erste Session auch noch deutlich vor dem ersten Mal Sex - ich war vorher noch nie mit einem Mann zusammen und damit auf beiden Gebieten echt unerfahren. Das Ganze zuerst Vanilla zu halten, habe ich eigentlich nie in Betracht gezogen - wir waren uns beide über unsere Vorlieben im Klaren, in der Hinsicht sehr kompatibel und fanden Vanilla vergleichsweise eher langweilig, also warum uns mit etwas aufhalten, auf das wir im Grunde beide nicht wirklich Lust hatten? Unsere erste Session ist immer noch eine der schönsten, die wir je hatten, finde ich - alles war neu und aufregend und in gewisser Weise haben wir uns nochmal neu kennengelernt. Das war ein tolles Gefühl und ich erinnere mich sehr gerne daran zurück.

Ich verstehe aber absolut, woher deine Bedenken kommen und habe auch tatsächlich schon selber anderen dazu geraten, es bei neuen Partnern langsamer angehen zu lassen, gerade dann, wenn eh gewisse Unsicherheiten bestanden oder ich das Gefühl hatte, dass eine Person von der anderen gedrängt wurde. Ich habe mich bei meinem Partner damals auch nur so früh darauf eingelassen, weil ich wirklich ein gutes Gefühl bei ihm hatte und mir absolut sicher war, dass er nicht weiter gehen wird, als mir lieb ist. (Mit meinem guten Gefühl lag ich scheinbar richtig, wir sind nämlich mehr als drei Jahre später immer noch glücklich zusammen :-D.)

Um ein Fazit zu ziehen: ich denke, das Wichtigste ist, seinem Bauchgefühl zu vertrauen und besonders am Anfang nichts zu machen, was man nicht will oder was einen zu sehr verunsichert. Aber gerade, wenn man Vanilla nicht so viel abgewinnen kann, sehe ich keinen Grund, lange zu warten.

Liebe Grüße
Aishi
"What are you? Coward or killer?" "Coward. Any day."

Creo
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Re: Sanfter Einstieg oder sofort 100%?

Beitrag von Creo » 10. Mär 2019 21:45

Der Vorsatz, langsam und bedächtig anzufangen ist definitiv gut und lobenswert... aber manchmal spielt das Leben eben nicht ganz mit ;)

Ich werd von einigen Freunden nach fast 2 Jahren noch damit aufgezogen, dass ich damals bedeutert hab, mir auf jeden Fall Zeit lassen zu wollen und nichts zu überstürzen und tjoa.. Dann passierte Kram. Schnell und viel und er fühlte sich gut an.

Ich bin nicht gleich auf das Level gegangen, dass ich heute als meine 100% bezeichnen würde (ehrlich gesagt will ich da auch immer noch nicht sooo oft hin, es ist einfach.. viel und intensiv und oft will man eher entspannen und unkompliziert Spaß haben statt auf der Kante zu "zu viel" zu tanzen). Aber es war genug, um mich nach dem ersten Mal Spielen anderthalb Tage quasi auszuknocken. Es war genug, um mich im Sturzflug zu verlieben und ungeahnte Gefühlskontraste zu erleben. Einiges war im Nachhinein auch nicht ganz so optimal gehändelt...

Aber nun ja, ich hab mich auf mein Bauchgefühl verlassen. Und da es gut war, ich mich wohlfühlte und darauf achtete, genug Zeit zum Verarbeiten der Erlebnisse zu haben, sah ich keinen Grund, es auszubremsen. Wenn es sich für einen aber natürlicher anfühlt, es langsam angehen zu lassen... Klar, unbedingt dabei bleiben und nicht unter Druck setzen. Wir sind hier alle noch jung, wir haben Zeit!
Aber.. manchmal interessiert sich das Leben halt nicht für Pläne. Und manchmal ist es gar nicht so schlecht, die ausm Fenster zu werfen und mit dem Fluss zu gehen. Mir hats auf jeden Fall einige tolle Menschen ins Leben gewirbelt und wunderbare Erinnerungen ermöglicht.

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