Geschlechtskrankheiten (testen?) & "böse" Praktiken

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Jezebel
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Re: Geschlechtskrankheiten (testen?) & "böse" Praktiken

Beitrag von Jezebel » 18. Jan 2010 20:28

Also in dem verlinkten Beitrag heißt es bei Tattoo, Pircing usw innerhalb der letzten 12 Monate erfolge eine Rückstellung für 4 Monate. Heißt das 4 Monate vom Termin des versuchten Spendens oder 4 Monate nach dem Bodymod-Termin?

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Gwenyvere
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Re: Geschlechtskrankheiten (testen?) & "böse" Praktiken

Beitrag von Gwenyvere » 19. Jan 2010 03:11

Jezebel hat geschrieben:Also in dem verlinkten Beitrag heißt es bei Tattoo, Pircing usw innerhalb der letzten 12 Monate erfolge eine Rückstellung für 4 Monate. Heißt das 4 Monate vom Termin des versuchten Spendens oder 4 Monate nach dem Bodymod-Termin?
Ich hatte mit der Formulierung auch meine Probleme, find sie unglücklich gewählt. Alleine von der Formulierung würde ich ersteres vermuten, dass du also 16 Monate warten musst, da es ja sonst reichen würde nach den letzten vier Monaten zu fragen.... aber die Frist ist anscheinend sowieso abhängig vom Blutspendedienst den du wählst, ist also Jacke wie Hose. Die Zeiträume scheinen zwischen 6 und 12 Monaten zu liegen.
http://www.tattoocity.info/html/blutspende.html

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Carisa
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Re: Geschlechtskrankheiten (testen?) & "böse" Praktiken

Beitrag von Carisa » 19. Jan 2010 12:04

Gwenyvere hat geschrieben: Für Interessierte hier die genaue Liste: http://www.uniklinik-freiburg.de/blutsp ... worten.pdf
Jetzt bin ich auch kein Spender mehr, aber als mein Partner und ich zusammenkamen waren wir beide bereits einige Zeit Spender, und konnten uns so ziemlich sicher sein dass der Partner weder Hepatitis B, Hepatitis C, HIV noch Lues (Syphilis) hatte.
ich persönlich finde den direkten Link zur Richtlinie der Bundesärztekammer zum Ausschluss von der Spende besser:
http://www.bundesaerztekammer.de/page.a ... 42.3244#22

danach haben alle Blutspendedienste zu schauen, ob sie ihre Kontrollen strenger machen, ist sicher ihnen überlassen, aber da steht z.b. nichts von neuen Partnern drin, sondern nur davon, wenn ein Sexualpartner zu einer Risikogruppe gehört

ich find in deinem Link aber gut:
Sollten Sie häufig wechselnde Sexualpartner haben, so dürfen Sie nur spenden, wenn Sie die Lebensumstände Ihrer Partner kennen und keiner Ihrer Partner Symptome oder Erkrankungen einer sexuell übertragbaren Erkrankung hat. Sie sind sich nicht sicher? Dann dürfen Sie vier Monate nicht Blutspenden – bitte lassen Sie sich vom Arzt beraten, dieser entscheidet.
Da steht definitiv drin: "Sie sind nicht sicher?"
Wenn ich also häufig wechselnde Partner habe, aber sicher bin, dass die alle gesund sind, dann darf ich auch spenden. Denn in den Richtlinien steht wie gesagt nichts zu wechselnden Partnern.

Nach den Richtlinien gelten bei Tattoo und Piercing 4 Monate Ausschluss.

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Jezebel
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Re: Geschlechtskrankheiten (testen?) & "böse" Praktiken

Beitrag von Jezebel » 19. Jan 2010 21:34

So fände ich es auch logisch. Ein halbes Jahr nach Bodymod-Sachen macht Sinn, weil ein möglicher Infekt das eben als Inkubationszeit braucht, aber 16 Monate ist m.E. blödsinn. Finde es aber eben auch missverständlich formuliert und bin grad verwundertdarüber, dass die verschiedenen Spendedienste das so unterschiedlich fordern dürfen... Ich mein, das will man schon helfen...

Sorry fürs OT!

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Re: Geschlechtskrankheiten (testen?) & "böse" Praktiken

Beitrag von aiko » 27. Aug 2010 03:45

Wow, echt krasse Regelungen.....

Man darf nicht mit Migräne speden, das finde ich krass, besonders weil sies nicht explizit reinschreiben, sondern nur "Neurologische Erkrankeungen", zu denen aber auch Migräne gehört.

Bei manchen sachen finde ich es allerdings schweirig, besipielsweise habe ich mich das letzte Ma nicht informiert ob mein Impfstoff Tot- oder Lebend- war, und erst recht hab ich nicht gefragt ob sies aus Menschen oder Tieren gewinnen.

Ich muss sagen, meine Eltern spenden regelmäßig und ich hatte das eigentlich auch vor, sobald ich 18 geworden bin, aber nach diesen Richtlinien..... Aufpassen das meine letzten Nadelspiele 4 Monate her sind, also neeeee....
Nach diesem Bogen hab ich mir ernsthaft überlegt ob ich spenden soll. Eigentlich trurig, anerdererseits will man ja auch niemandem verschmutztes Blut zumuten....
.....die Punktionsstelle muss frei von Entzündung und Kratzspuren sein.
Da musste ich lächeln :-)

Naja lg von der verwirrten aiko

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Re: Geschlechtskrankheiten (testen?) & "böse" Praktiken

Beitrag von neurotoxin » 27. Aug 2010 11:28

Nicht Blutspenden dürfen, da man Migräne hat? Das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. Vorallem unter den leichteren Formen leiden ja wirklich sooo viele. Da bliebe kaum noch jemand "Gesundes" übrig. ;)

Ich gebe zu, über Vollblutspende hab ich mich direkt nicht informiert, sondern nur über Plasmaspende (*grr* war ich auch noch nicht hin.*flöt*) und hatte zumindest früher häufiger Migräne. Das ist überhaupt kein Problem. Und ein Bekannter von mir behauptet sogar felsenfest, (Voll)Blutspende würde gegen Migräne helfen - wobei ich da auch nicht recht weiß, was ich davon halten soll. Aber geschadet hat es ihm wohl immerhin nicht.

Migräneartiger Kopfschmerz kann aber auch ein Zeichen für eine Grunderkrankung sein. Vielleicht ist man mit dieser dann von der Spende ausgeschlossen?

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Re: Geschlechtskrankheiten (testen?) & "böse" Praktiken

Beitrag von KittyCat » 5. Dez 2010 13:31

Ich habe öfters krasse Migräneattacken gehe aber trotzdem immer wenn ich wieder darf Vollblutspenden.
Das macht es weder besser noch schlechter für die Migräne.

Ich persönlich finde es gut, wenn man blutspenden geht. da tut man dann nämlich was für die allgemeinheit :) (und spätestens wenn man jemanden kennt der ohne eine bluttransfusion hopsgegangen wäre tut man das noch lieber)

dort wird auch der HB wert gemessen (eisenwert) und alles an anderen krankheiten. Wenn man was hat bekommt man (zumindest ist das bei meiner uniklinik so) einen brief in dem steht dass man eine krankheit hat (aber nich was für eine).

ansonsten kann man beim hausarzt tests durchführen lassen. (auch drogentests z.b.) und bei denen steht dann immer nur bluttest da. ist also nicht sehr auffällig.

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Re: Geschlechtskrankheiten (testen?) & "böse" Praktiken

Beitrag von Polyencephalitis » 2. Jan 2011 20:33

Zum Thema Eltern sollen den Test nicht mitbekommen:
Manche Unikliniken bieten solche Tests kostenlos an, da man so Studenten mal auf echte Menschen loslassen kann. Kann nun aber nicht genau sagen, welche Kliniken das machen, aber vielleicht einfach mal auf der örtlichen Uni bzw. dem angeschlossenen Klinikum nachfragen.

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Re: Geschlechtskrankheiten (testen?) & "böse" Praktiken

Beitrag von Nachtwanderer » 12. Apr 2011 15:21

Ich hatte vor kurzem ein Praktikum in der örtlichen Virologie und da haben wir "spaßeshalber" einige Tests gemacht... ich dachte, das könnte den ein oder anderen interessieren, vor allem, da es fundierte Informationen aus dem "echten Leben" sind... ich zitiere mal aus meinem Befund... :-)

"Beurteilung Hepatitis C:
Kein Nachweis von Hepatits C-Virus-Antikörpern. Da dieser Antikörpertest erfahrungsgemäß oft erst mehrere Woche nach der Infektion positiv wird, ist bei Verdacht auf frische Infektion eine Verlaufskontrolle anzuraten."

"Beurteilung HIV:
Der HIV-Suchtest (kombinierter Nachweis von HIV-1/2-Antikörpern und p24-Ag) war negativ. Dies schließt eine HIV-Infektion mit hoher Sicherheit aus. Bei kürzlicher Exposition sollte eine Verlaufskontrolle in 2-3 Wochen erfolgen."

Sensible persönliche, medizinische Informationen sind darin ja nicht wirklich enthalten... ;) Und vielleicht kann ja wirklich mal jemand, der hier liest, etwas damit anfangen... :-)

Allerdings wurden zugegebenermaßen nicht besonders viele sexuell übertragbare Krankheitserreger getestet... und die obigen Aussagen betreffen auch nur die drei bösesten (Hepatitis B, C und HIV (wobei ich gegen B geimpft bin))

Grüße,
Nachtwanderer

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Re: Geschlechtskrankheiten (testen?) & "böse" Praktiken

Beitrag von skaddy » 10. Mai 2011 18:45

Also ich musste für meinen HIV-Test beim Gesundheitsamt eine kleine Summe bezahlen, da ich das nicht über meine Krankenkasse abrechnen lassen wollte.
Ich würde aber eher zum Test beim Arzt raten. Bei mir war die Atmosphäre sehr bedrückend, da tatsächlich sehr auf Anonymität geachtet wurde. Man bekommt z.B so einen "Geheimcode", den man braucht um das Ergebnis zu erfahren. Ich wurde im Amt wie eine Kriminelle behandelt :shock:. War mir irgendwie schon unangenehm.

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