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Videospiele und Gewaltpotential - Studien statt Schätzungen

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Chimaera
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Videospiele und Gewaltpotential - Studien statt Schätzungen

Beitrag von Chimaera » 30. Nov 2010 16:21

Was der durchschnittliche Gamer schon für sich selbst bewiesen hat wird nun wissenschaftlich analysiert. Bleibt zu hoffen daß man damit in absehbarer Zeit verallgemeiner Stimmungsmache in Politik und Medien fundiert begegnen kann.
Erste Ergebnisse bestätigen daß kein Zusammenhang zwischen Videospielen und Gewaltpotential festgestellt werden konnte, auch wenn die Daten noch nicht ausreichen um den Umkehrschluss -es gibt keinen Zusammenhang- wissenschaftlich zu begründen.

ZDF Mediathek: Machen Computerspiele aggressiv?

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Chris1991
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Re: Videospiele und Gewaltpotential - Studien statt Schätzungen

Beitrag von Chris1991 » 30. Nov 2010 18:30

Glaub nicht das sich durch diese Studie etwas ändern wird. Soballt der nächste Amok läuft wird der blödsinn das alle Gamer Potenzielle Amokläufer sind wieder Publick gemacht. Wie solln den die Politiker sonst Wählerstimmen bekommen?

PS: 90% aller Amokläufer haben einen Compuer zu Hause, 100% aller Amokläufer Essen Brot. Verbietet das Brott :)
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andu
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Re: Videospiele und Gewaltpotential - Studien statt Schätzungen

Beitrag von andu » 30. Nov 2010 18:48

Amokläufe gab es auch schon vor Computerspielen, es ist einfach ein Hobby das ein Großteil der Wähler nicht ausübt. Deshalb können Politiker deren Anhänger diese Spiele meist nicht verstehen (aber im Schützenverein sind), schön darauf schimpfen und mit Aktionismus ihr Wahlvolk beruhigen. Ich glaube nicht das eine wissenschaftliche Studie etwas daran ändert. :?
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dark_lady
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Re: Videospiele und Gewaltpotential - Studien statt Schätzungen

Beitrag von dark_lady » 30. Nov 2010 21:08

Es gibt durchaus Studien zum Thema.
Wichtige Autore sind zum Beispiel Wittig,T(anja?) (Wie Computerspiele uns beeinflussen) oder Texte von Fritz, J(ürgen?) (eigenständige Literatur, mit Fehr W. zusammen oder im "Grundbegriffe Medienpädagogik" von Hüter und Schorb, darin ist auch Theunert zu finden,.... und viele weitere.
So viel dazu, wenn sich jemand selbst reinlesen möchte.

Allerdings, ist das ein Thema, was die Bild nicht interessiert, es produziert keine so schönen Schlagzeilen, wenn es heißt, "Arbeitstätige, alleinerziehende Mutter mit 3 Kindern im Alter von 5-9 lässt ältesten Sohn Computer spielen".... Ihr wisst was ich meine?

Dass keine einseitige Kausalkette von Counterstrike zu Amokläufen vorhanden ist, wurde eigentlich schon während den ersten Amokläufen (1999,2000,2002) "festgestellt", untersucht, erforscht etc.
Alkoholkonsum führt auch nicht immer zu Weinfestschlägereien oO

Aber was soll die Politik tun, um das "Volk zu schützen" wenn sie keine Ahnung hat???
Warum sollten Eltern ihr Kind "Ego-Shooter" spielen lassen, wenn sie nicht "so einen guten Draht" zu ihrem Sohn / Tochter haben, um zu wissen, dass die Kinder und Jugendlichen richtig damit umgehen?
Es ist also viel einfacher zu sagen, da gibt es einen Zusammenhang. Klar gibt es einen, aber Ego-Shooter sind nur einer von über hundert (?) Einflussfaktoren auf eine Persönlichkeit.

Warum nur das eine "beim Volk" ankommt? Weil das Volk dumm ist, und verarscht werden will....

Themawechsel: oder wie kommt es zu einer Kraftwerksverlängerung bis 2030???

Back to topic: bleibt zu Fragen, warum genau Amokläufe durch die Medien so gepusht werden, aber man von Überfällen auf Jugendliche in München (wo mal ein Mann, der Helfen wollte Totgeschlagen wurde, starb), die mehrmals im Monat stattfinden, nicht so stark verbreitet und öffentlich "erörtert" werden.

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Re: Videospiele und Gewaltpotential - Studien statt Schätzungen

Beitrag von ayrina » 30. Nov 2010 23:43

*lach*na der thread hätte mal nen tag eher kommen sollen, gestern nachmittag hab ich noch über einem referat gesesessen zum thema "gewalt durch medien?!"
da hätte ich das gut brauchen können.

bin aber auch so fertig geworden und relativ zufrieden :-)

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Chimaera
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Re: Videospiele und Gewaltpotential - Studien statt Schätzungen

Beitrag von Chimaera » 1. Dez 2010 02:42

sry ayrina, habs parallel zur Sendung im Fernsehen gepostet, früher konnt ich echt nicht ^^

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Re: Videospiele und Gewaltpotential - Studien statt Schätzungen

Beitrag von Egianor » 1. Dez 2010 12:29

Ehrlich gesagt bezweifel ich ebenfalls, dass eine solche Studie viel ändern wird, wenngleich es natürlich zu hoffen bleibt.

Ich persönlich sehe allerdings das gößte Problem auch nicht in der Gewaltdarstellung als solche, sondern vielmehr im Umgang damit. Ein Mensch, der früzeitig lernt, Fiktion und Realität zu unterscheiden, der ein vernünftiges Sozialverhalten aufweist, der Freunde und Hobbies außerhalb des Cyberspace hat, der sich genügend bewegt und eben nicht den ganzen Tag im abgedunkelten Zimmer vor dem PC hockt ohne Alternativen zu kennen, der Emphatie zeigen kann und der vorallem mal gelernt hat, wie man mit anderen Menschen umgeht, was Respekt und Achtung bedeutet, der wird sich wohl so schnell auch nicht von reinen Gewaltdarstellungen dazu verleiten lassen, Amok zu laufen.

Soll heißen: ich gehe nicht davon aus, dass der reine Konsum von Gewaltdarstellungen auch reale Gewalt erzeugt. Ich kann mir jedoch duchaus vorstellen, dass Computer(spiele) das Aggressionpotenzial erhöhen und die Toleranzgrenze senken. Nicht wegen dem, was sie darstellen, sondern wegen dem, was sie darüber hinaus für einen Einfluss haben können (nicht müssen). Jemand, der schon sehr früh elektronische Unterhaltungsmedien als einzige Beschäftigungsmöglichkeit kennenlernt, der in einem Alter zugang zu Medien ohne Jugendfreigabe hat, in dem es teilweise noch schwer fällt, zwischen Traum und Realtität zu differenzieren, der nachts schreiend aufwacht, weil er nicht verarbeiten kann, was er tagsüber zu sehen bekommt, wenn kein Ausgleich besteht zu der vor dem Computer verbrachten Zeit - keine Bewegung an der frischen Luft, keine Hobbies, keine Treffen mit Freunden - wenn derjenige nie gelernt hat, wirklich mit anderen Menschen zu kommunizieren, wenn eine ungesunde Lebesweise (mangelhafte Ernährung, kein Sonnenlicht, ein durcheinander gebrachter Tag-Nacht Rhytmus) dazukommt, dann halte ich Computer durchaus für gefährlich. Wobei hier nicht das Medium an sich zu verurteilen ist, sondern vielmehr der Umgang mit selbigem und in einem gewissen Rahmen auch die Eltern und die Gesellschaft, denn meiner Meinung nach sollten Kinder keinen Zugang zu Medien erhalten, die Gewalt darstellen.
Hier ist ein sensibler Umgang gefragt - den erreicht man weder durch verteufelung von Medien noch duch das Gegenteil. Die Gewalt in Computerspielen ist nicht daran schuld, dass Eltern nichtmehr in der Lage sind, ihren Kindern beizubringen, was es außer Computern, Videospielen und Fernsehern noch für Beschäftigungsmöglichkeiten gibt (wenn man zynisch sein will, könnte man jetzt behaupten, es sei ja auch bequemer, die Kinder irgendwo zu "parken" als sich mit deren Nöten und Bedürfnissen auseinander zu setzten...), wenn das Wort "Freundschaft" zu einer leeren Phrase verkommt und Liebe aus Pornos gelernt wird.

Problematisch wird es doch sowieso erst dann, wenn ein vernünfiger Umgang womit-auch-immer nicht gelernt wurde.

Oh und selbst wenn: sollten sich Computerspiele übrrachschenderweise doch als harmlos herausstellen, dann haben wir ja immer noch die Musik, die Pronos, die Filme - zur Not tuns sicher auch die Plastik-Cowboy-Pistolen aus unserer Kindheit. Und wenn das alles nichts hilft: verbrennen wir eben wieder Bücher!

Sollte sich das alles doch als gefährlich herausstellen, freue ich mich auf meine Zukunft: ich spiele, wenn auch höchst selten, Shooter, höre Musik von Künstlern, die durchaus mal negativ in den Schlagzeilen waren, gucke Pornos (sogar die ganz ganz bösen - die mit SM und Gewalt und so), befinde mich im Besitz eines Fernsehers... Wenn ich damit mal kein potenzieller Amokläufer/Gewaltverbrecher/whatever bin...
Das Murmeltier erwachte am Morgen und beschloss, ans Meer zu gehen. Alle waren dagegen, sein Vater, auch seine Mutter, die Tante und die Geschwister. "Am Meer ist die Freiheit" sagte das Murmeltier und brach auf.
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Re: Videospiele und Gewaltpotential - Studien statt Schätzungen

Beitrag von Yurnero » 1. Dez 2010 18:25

Die ganze Diskussion zu dem Thema kotzt mich einfach nur noch an weil man mit den meisten Kritikern nicht vernünftig diskutieren kann.
Ich musste mir von einer Lehrerin anhören dass ich, ohne das sie mich Privat kennt, Emotional verwahrlost bin weil ich schon viele Jahre Spiele spiele die Gewalt beinhalten. Sie hatte eine Studie gelesen die dies belegen würde. Um nur mal ein Beispiel zu nennen.

Es gab schon öfters die ein oder andere kleine Studie zu dem Thema und alles sind auf dasselbe Ergebnis gekommen, Spiele die Gewalt beinhalten fördern nicht das Gewaltpotential oder machen in irgendeine art und Weise aggressiv.

Mit 10, glaube ich, habe ich schon meinen ersten Shooter gespielt. Das war Doom95 und so zog sich das Thema durch meine Kindheit. Mit Counter-Strike z.b bin ich groß geworden.
Mir hat’s persönlich nie geschadet. Ich verabscheue Gewalt und geschlagen habe ich mich auch noch nie. Genauso ist das mit meinen Freunden.

Ich habe schon lange aufgegeben das die Gesellschaft es akzeptiert. Für mich waren/sind solche Ego-Shooter (ich nenne sie lieber Taktik-Shooter) eine Sportart. Ich gehe auf den Platz und Messe mich mit einem anderen Team. Diese Aussage stoß bis sogutwie nie auf Zustimmung, eher auf Schmunzeln oder lachen.

Die Generation die damit aufgewachsen ist wird später zum Glück nicht mehr diese Vorurteile haben.
Schmerz vergisst man, die Erfahrung bleibt.

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Re: Videospiele und Gewaltpotential - Studien statt Schätzungen

Beitrag von DragonHunter » 1. Dez 2010 20:16

Man merkt auch hier, wie wirkungsvoll die Medien und dergleichen, die Ergebnisse unter Verschluss halten,
denn es gibt schon Ergebnisse, die die Harmlosigkeit von PC-SPielen bestätigen,
bzw. die bestätigen, dass ohne eine psychische Vorschädigung, das Gewaltpotenzial durch PC-Spiele nur minimal und dann auch nur temporär erhöht wird.
Aber die will ja keiner haben, weder die Politiker, noch die Bild oder sonst irgendein "seriöser" Verein.

Nach jedem Amoklauf gibts neue Studien die "belegen" wie gefährlich PC-Spiele sind,
eine unglaubwürdiger wie die andere, höchstens Kurzzeitstudien und alles andere als repräsentativ.
Wirklich repräsentative Langzeitstudien werden totgeschwiegen, soweit vorhanden...
Alles Masche, alles volle Absicht.
Wie gefährlich die Action-Filme um 20:15Uhr im Free-TV sind, will keiner wissen, DA reichen die Jugendschutz-Maßnahmen ja*kopf schüttel*

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Re: Videospiele und Gewaltpotential - Studien statt Schätzungen

Beitrag von andu » 1. Dez 2010 20:59

Das schlimme ist ja das viele Kritiker noch niemals in ihrem Leben einen Ego-Shooter gespielt haben. Es ist geradezu lächerlich was manche Menschen öffentlich im TV/Zeitung Behaupten dürfen, da werden in WoW aus Trollen Orks oder gleich komplett neue Klassen wie Unteroffizier, Offizier, General, Sanitäter oder Arzt eingeführt. Oder bei CSS zu behaupten man steige über zerfetzte Leichen... Allein WoW als Killerspiel zu klassifizieren ist ja schon lächerlich aber hey, bei der ARD ist sogar Flyff ein Killerspiel. Volksverdummung...


Und Studien (wie diese) die belegen das Computerspiele keine Schuld bzw. nicht der Auslöser von Amokläufen sind und teilweise sogar noch positive Auswirkungen belegen werden ignoriert. Aber es wäre ja auch viel zu teuer für genug ausreichend Ausgebildetes Personal an unseren Schulen und bei den Jugendämtern zu sorgen (das wäre zumindest ein Anfang).

Man kann über die ganze öffentliche Diskussion nur noch den Kopf schütteln.
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