Metal, Goth, Ökos, Hippie und Punks hier ?

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sad_snowflake
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Metal, Goth, Ökos, Hippie und Punks hier ?

Beitrag von sad_snowflake »

Hi ich wollt mal neugierig fragen obs hier noch andere Leute aus Subkulturen gibt. Würd mich von der Einstellung her als Mischung zwischen Metal, Goth, Öko, Hippie und n bischen Punk einstufen ( vom Aussehen aber recht normal ) Recht schwer mich in eine Schubalde zu stecken. Würd mich gern mit anderen zu dem Thema austauschen.

liebe Grüße Sad Snowflake

Setech
Schreiberling
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Re: Metal, Goth, Ökos, Hippie und Punks hier ?

Beitrag von Setech »

Hey,
ich bin nach gängigen Gesichtspunkten wohl ein kleiner Ökogoth.

Auch wenn es hier nicht so recht hin passt: Ich persönlich finde dieses ganze Schubladengestecksel ziemlich nervtötend. Warum hat Mensch das Bedürfnis alles zu kategorisieren?
That is not dead which can eternal lie,
And with strange æons, even death may die.

sad_snowflake
Inaktiv, über Altersgrenze
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Re: Metal, Goth, Ökos, Hippie und Punks hier ?

Beitrag von sad_snowflake »

Das frage ich mich auch immer wieder. Ich passe wie gesagt in keine Schublade. Ich find auch dieses Konkurenzdenken zwischen den einzelnen Subkulturen daneben. Sollten grad alternativdenkende nicht Abstand nehmen von dem Konkurenzgedanken ? Muss man sich gegenseitg blöd anmachen weil der eine Punk hört, der nächste Metal und wieder einer latscht mit Birkenstock durch die Gegend ? Die normale Gesellschaft ist diskriminierend genug da müßen wir das nicht auch noch selber machen.

neurotoxin
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Re: Metal, Goth, Ökos, Hippie und Punks hier ?

Beitrag von neurotoxin »

Mir missfällt auch dieses Unterteilen in die "Normalen" und in die "Alternativen". Ich hab mal eine Meinung, die im Bevölkerungsdurchschnitt eher unterrepräsentiert ist und dann mal wieder eine, bei der mir mehr Menschen zustimmen würden. Menschen neigen schon aufgrund ihrer Natur als Menschen dazu sich nicht immer nach einfachen Mustern zu verhalten.

Mir würde es eher gefallen, wenn du z.B. sagen würdest dass du dich gerne mit anderen austauschen möchtest, die sich für den Umweltschutz einsetzen etc. Von jemandem der sich einen entsprechenden Button an den Rucksack gesteckt hat, weiß ich erstmal nicht recht was ich von ihm/ihr halten soll.

Und warum müssen es Menschen mit demselben Musikgeschmack sein? Wenn man zusammen auf Konzerte gehen will, macht das zwar Sinn. Aber warum sollte man als Jazz-Liebhaber nicht mit jemandem reden, dessen Musikgeschmack anders ist? Meine musikalischen Vorlieben haben sich im Laufe der letzten Jahre ziemlich verschoben. Trotzdem habe ich noch mehr oder weniger ähnliche Ansichten wie vor 5 Jahren (nicht ganz, aber das wäre ja auch traurig. ;) ).

Chimaera
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Re: Metal, Goth, Ökos, Hippie und Punks hier ?

Beitrag von Chimaera »

Ja, aber wenn Du das schon so siehst warum schleppst Du diese Kategorisierungen dann selbst hier ein? Statt Dich einfach nett zu unterhalten und es egal sein zu lassen 'was' da vor dem Rechner sitzt - das 'wer' ist doch viel wichtiger ;)

freidenkendes Mittelalter-Metal-Buntgoth-Weibchen :D

Fleur
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Re: Metal, Goth, Ökos, Hippie und Punks hier ?

Beitrag von Fleur »

... und dann gibts die Schublade derjenigen, die sagen, sie würden in keine passen... :D
Das Fundament einer glücklichen Beziehung?

Sauberer Streit und schmutziger Sex.

La_bandera_roja
Vielschreiber
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Re: Metal, Goth, Ökos, Hippie und Punks hier ?

Beitrag von La_bandera_roja »

ich finde schubladen nicht immer so unpraktisch. ich habe z.B. die erfahrung gemacht dass ich mit dem langhaarigen Hippie eher besser auskomme als mit einer blondgefärbten minirock techno tusse oder einem solarium braunen ich-bin-so-stolz-auf-meinen-bmw prolo.

Man fühlt sich ja nicht einfach so einer Szene zugehörig. Zu jeder Szene gehört auch eine bestimmte Philosophie die die meisten die einer Szene angehörig sind teilen, natürlich nicht alle, schon klar.
Warum gehn denn Leute in Gothic Clubs, Metal Klubs oder auf bestimmte Veranstaltungen? Eben weil sie Leute mit den gleichen Interessen treffen wollen. Da Kristallisieren sich fast zwangsläufig auch äußere Erkennungsmerkmale heraus wie bei den gothics z.B. schwarz tragen, bei den hippies weit und blumig usw.

Ich würde auch mit niemandem anders reden nur weil er "anders aussieht", von selber aus ansprechen tu ich jedoch eher solche die meiner subkultur zugehörig aussehen.
Kill your gender

Wizi
Board-Fanatiker
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Re: Metal, Goth, Ökos, Hippie und Punks hier ?

Beitrag von Wizi »

ich habe z.B. die erfahrung gemacht dass ich mit dem langhaarigen Hippie eher besser auskomme als mit einer blondgefärbten minirock techno tusse oder einem solarium braunen ich-bin-so-stolz-auf-meinen-bmw prolo.
Im Groben mag das manchmal zutreffen, aber solche Erfahrungen entstehen nicht selten auch aus gegenseitigen Vorurteilen. Wenn man von vornherein die Leute in eine negative Ecke schiebt (und das tust du mit den Bezeichnungen schon), dann ist es kein Wunder, dass man sich nicht besonders gut versteht. Ich habe nämlich ebenso die Erfahrung gemacht, dass man mit vielen Menschen sehr gut auskommen kann, die aus "Alternativen"-Sicht dumm, intolerant, oberflächlich und wasweißichnicht sind, wenn man selbst mal tolerant, offen und freundlich zu ihnen ist und ihnen nicht direkt das Gefühl gibt, dass man genau das von ihnen hält (wie gesagt, das ist eine Sache, die von beiden Seiten beeinflusst wird) ;)
Man fühlt sich ja nicht einfach so einer Szene zugehörig. Zu jeder Szene gehört auch eine bestimmte Philosophie die die meisten die einer Szene angehörig sind teilen, natürlich nicht alle, schon klar.
Hm, nein, irgendwie nicht. Vielleicht entstehen Szenen aus einer Idee, aber in der Praxis sind die Menschen einer Szene auch in ihren Ansichten genauso unterschiedlich wie alle anderen Menschen auch. Es gibt nicht wenige Goths, deren einziger Lebensinhalt Ficken und Partey ist, und auch nicht wenige Punks, die eigentlich ganz gern mal mit Papis BMW durch die Gegend fahren. Und nein, das sind nicht nur wenige Ausnahmen. Das Problem mit dieser "Philosophie"-Geschichte ist einfach, dass sowas irgendwie im Raum hängt und man erstmal denkt "hey, das ist klasse, damit kann ich mich identifizieren!". Deswegen landet man dann vielleicht in einer Szene, aber in der Praxis bleibt wenig von dieser Philosophie übrig. Letztendlich wünscht sich jeder, irgendwo dazuzugehören und Teil von etwas zu sein - das hält die Leute in der Szene und deswegen verschwimmen die gemeinsamen Einstellungen eigentlich immer. Man entwickelt sich weiter, wird älter, ändert seine Ansichten, aber hängt natürlich an seinem Umfeld und an den Freunden, die man gewonnen hat. Und eine Szene besteht immer aus den Leuten, die sich zu ihr zählen, es gibt da keinen festen Kern, der sie definiert.
Und wenn ich mich heute in der Gothic-Szene bewege, dann sehe ich zwischen den Menschen da und ihren Äußerungen, ihrer Toleranz, ihrer Tiefsinnigkeit nicht weniger Unterschiede als zwischen allen anderen Menschen auch, abgesehen davon, dass sie Schwarz tragen.
Ich würde auch mit niemandem anders reden nur weil er "anders aussieht", von selber aus ansprechen tu ich jedoch eher solche die meiner subkultur zugehörig aussehen.
Naja, ich habe das früher auch gesagt, aber wenn man schon mit der Einstellung rangeht, dass man mit der Person wohl weniger anfangen kann als mit manch anderer, dann geht man auch unbewusst anders mit ihr um, ohne dass man es böse meint. So jedenfalls meine Erfahrung.

Ich finde es ebenfalls ziemlich schade, dass man Menschen so kategorisieren muss. Selbst, wenn jemand die gleiche Musik hört wie ich und ich das an seinem Äußeren erkenne, er kann das letzte Arschloch sein. Warum sollte ich ihn wegen seines Musikgeschmacks direkt lieber mögen? Und selbst, wenn jemand sehr viel Wert darauf legt, immer dem neusten Trend entsprechend auszusehen, vielleicht ist der-/diejenige trotzdem der liebste Mensch auf der Welt (und hat einfach nur Probleme mit seinem Selbstbewusstsein)? Ich glaube, man verpasst einiges, wenn man immer etwas reserviert(er) auf Leute zugeht, die vielleicht äußerlich erstmal nicht dem Bild entsprechen, in dem man potentielle Freunde eher sieht. Klingt auch ganz schön oberflächlich, oder?
I'm not gonna waste my life doing things I don't enjoy.

neurotoxin
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Re: Metal, Goth, Ökos, Hippie und Punks hier ?

Beitrag von neurotoxin »

Da bleibt mir nur zu sagen, Bravo Wizi. Kann ich echt zu 100% so unterstreichen. :)
(Nur dass ich zu faul, zu ungeduldig und zu ungeschickt gewesen wäre das so gut zu formulieren. *schleim*)

Menschen sind ja auch nicht immer gleich im Auftreten. An manchen Tagen bin ich vielleicht etwas nachdenklicher gestimmt, an anderen bin ich in Partylaune. Auch kleidungstechnisch sind es bei mir möglichst knallige Farben und Kontraste (bloß kein Pastell oder Unischwarz ;)), große "Tussi-Ohrringe" und ich achte schon auch auf Trends, auch wenn ich nicht alles kaufe nur weil es derzeit in ist (kann ich mir ja auch nicht leisten)... wer sich da zu leicht von blenden lässt und garnicht erst zulässt jemanden näher kennenzulernen, der legt sich die Steine damit selbst in den Weg.

Ich glaube dass viele Menschen diese "Ängste" und dieses gewisse Misstrauen erst einmal haben. Es kommt doch oft vor, dass man sich gegenseitig kritisch beäugt und dann mit komischen Beurteilungen der anderen Person weitergeht, weil keiner der Beteiligten sich getraut hat die Sache aus einer neutralen Perspektive zu betrachten - oder die andere Person sogar anzusprechen.
Ich mag mich da sicher auch nicht ausschließen. Mir geht es so, dass ich mit Menschen die immer anders sein _müssen_ einfach nicht umzugehen weiß. Damit meine ich jetzt nicht irgendeine bestimmte Gruppe, sondern einfach dieses Verhalten immer ein bisschen besonders und anders sein zu müssen.

Gen
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Registriert: 6. Feb 2005 17:56

Re: Metal, Goth, Ökos, Hippie und Punks hier ?

Beitrag von Gen »

Trends, Subkulturen und Schubladen werden doch eh erst lustig, wenn man sie wild durcheinandermischt.
Das gesagt... noch mehr Furries hier außer mir? :P

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