Frauen und Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik

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glumanda

Frauen und Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik

Beitrag von glumanda »

Mal eine etwas lockere Frage an die Frauen - ganz besonders jene, die so sehr auf eine korrekte Rechtschreibung achten: Warum seid Ihr da eigentlich so eitel was das angeht? Überall bekommt man zu hören, wie schlecht sich ganz besonders Männer in diversen sozialen Netzwerken damit auseinandersetzen. Fühlt es sich für euch denn wirklich so schlimm an, wenn jemand mal einen Punkt vergisst oder ein anderes Satz-Zeichen falsch setzt, ein Wort falsch schreibt (ob groß oder klein)? Ich kann gerne verstehen, dass Ihr euch bei der Partnerwahl am liebsten einen intellektuellen hochgradig gebildeten Mann angeln wollt (ohne jetzt das Geld zu erwähnen), aber ist das der einzige Grund, worauf es letzten Endes hinausläuft? Wisst ihr, manche Männer (und auch Frauen) schreiben ab und zu alles klein oder bemühen sich nicht sonderlich was die Richtigkeit ihrer Sätze angeht - aber, jetzt das große aber, das ist auch oft situationsabhängig. Manchmal ist man müde, manchmal weiß man es selbst nicht besser, manchmal ist es zu anstrengend schnell nachzuschlagen oder zu googlen. Klärt mich deshalb bitte auf, was es mit dieser vernarrten Vorliebe dafür aufsich hat.

Vielen lieben Dank,
euer glumanda (bzw. schiggy, taubsi, bisasam, porygon2 oder lapras)

leopunk
Schreiberling
Beiträge: 38
Registriert: 11. Mai 2014 22:26

Re: Frauen und Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik

Beitrag von leopunk »

Es heißt Satzzeichen ...

http://www.deppenbindestrich.de/

glumanda

Re: Frauen und Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik

Beitrag von glumanda »

leopunk hat geschrieben:Es heißt Satzzeichen ...

http://www.deppenbindestrich.de/
Was willst Du mir mit 3 aufeinanderfolgenden Punkten signalisieren? Bitte sei so konform und verwende das dafür semantisch korrekte Zeichen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Auslassungspunkte

Danke

atashi
Vielschreiber
Beiträge: 304
Registriert: 22. Okt 2011 18:09

Re: Frauen und Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik

Beitrag von atashi »

glumanda hat geschrieben:Wisst ihr, manche Männer (und auch Frauen) [...] bemühen sich nicht sonderlich was die Richtigkeit ihrer Sätze angeht
Da hast du deine Antwort. Es ist fast immer ein äußeres Zeichen dafür, dass sich der andere keine Mühe gibt. Das hat etwas mit Wertschätzung zu tun. Wenn ich meinem Gegenüber nicht einmal so viel wert bin, dass er ein weiteres Mal über seinen Text liest, um eventuelle Fehler zu finden, dann behandelt er mich vielleicht auch in anderen Situationen nicht sehr wertschätzend.

Aber mit der Antwort auf leopunk signalisierst du ja schon wieder, dass du auf Streit aus bist. =)

Sirenensang
Board-Fanatiker
Beiträge: 829
Registriert: 25. Sep 2010 01:30

Re: Frauen und Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik

Beitrag von Sirenensang »

Prämisse Deinerseits: Frauen tun sich da irgendwie drin hervor.
Nein. Tun sie nicht. Gute Rechtschreibung wird generell als ein Zeichen aufgefasst, dass der Mensch gegenüber sich Mühe gibt, da musst Du garnicht versuchen, irgendwelche sexistischen Stereotypen aufzubauen.
Kann mensch sicher kritisch sehen, es gibt ja genug Leute, die können es nicht besser, egal wie sie sich bemühen, und denen gegenüber ist das schon fies.

glumanda

Re: Frauen und Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik

Beitrag von glumanda »

atashi hat geschrieben:Aber mit der Antwort auf leopunk signalisierst du ja schon wieder, dass du auf Streit aus bist. =)
Ich bin weder auf Streit aus, noch lasse ich mir das unterstellen. Die plumbe Antwort, die mich als "Depp" dastehen lassen will ist leider nach hinten losgelassen. Denn bei aller Liebe zum Detail mache ich auch Fehler. Dann braucht man sich nicht wundern wenn der Wald gleich blöd zurückschreit.
Sirenensang hat geschrieben:Prämisse Deinerseits: Frauen tun sich da irgendwie drin hervor.
Nein. Tun sie nicht. Gute Rechtschreibung wird generell als ein Zeichen aufgefasst, dass der Mensch gegenüber sich Mühe gibt, da musst Du garnicht versuchen, irgendwelche sexistischen Stereotypen aufzubauen.
Kann mensch sicher kritisch sehen, es gibt ja genug Leute, die können es nicht besser, egal wie sie sich bemühen, und denen gegenüber ist das schon fies.
Doch tun sie, weil man bei jeder Diskussion damit konfrontiert wird. Worin Du da sexuelle Anspielungen siehst ist mir ein Rätsel. Warum soll ich fies sein, wenn ich der Frage auf den Grund gehen will? Es scheint, hier herrscht generell ein rauer Umgangston sobald nur irgendwer die Geschlechter versucht zu trennen und nicht sofort auf den Gender-Mainstream-Zug aufspringt.

Zimtschnecke
Stammgast
Beiträge: 152
Registriert: 30. Jan 2013 19:26

Re: Frauen und Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik

Beitrag von Zimtschnecke »

glumanda hat geschrieben: Doch tun sie, weil man bei jeder Diskussion damit konfrontiert wird. Worin Du da sexuelle Anspielungen siehst ist mir ein Rätsel. Warum soll ich fies sein, wenn ich der Frage auf den Grund gehen will? Es scheint, hier herrscht generell ein rauer Umgangston sobald nur irgendwer die Geschlechter versucht zu trennen und nicht sofort auf den Gender-Mainstream-Zug aufspringt.
Sexistisch und sexuell sind nicht das gleiche... :roll:
Und hör bitte auf, mir und dem Rest der weiblichen Weltbevölkerung vorzuschreiben, wie wir zu sein haben. Natürlich ist es viel leichter und angenehmer, Frauen generell irgendwelche Eigenschaften zuzuschreiben und sich darüber zu ärgern, doch versuchs doch mal damit, die betreffenden Personen direkt zu konfrontieren statt deinen Unmut auf alle weiblichen Geschöpfe zu projizieren.

Und, ganz ehrlich-Geschlechter zu trennen versuchen? Wozu? Damit du glücklich mit deinen Vorurteilen weiterleben und sie nicht hinterfragen musst? Deine Behauptungen sind respektlos und bevormundend, auch wenn du es vielleicht 'nicht so gemeint' hast.

glumanda

Re: Frauen und Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik

Beitrag von glumanda »

Zimtschnecke hat geschrieben: Sexistisch und sexuell sind nicht das gleiche... :roll:
Und hör bitte auf, mir und dem Rest der weiblichen Weltbevölkerung vorzuschreiben, wie wir zu sein haben. Natürlich ist es viel leichter und angenehmer, Frauen generell irgendwelche Eigenschaften zuzuschreiben und sich darüber zu ärgern, doch versuchs doch mal damit, die betreffenden Personen direkt zu konfrontieren statt deinen Unmut auf alle weiblichen Geschöpfe zu projizieren.

Und, ganz ehrlich-Geschlechter zu trennen versuchen? Wozu? Damit du glücklich mit deinen Vorurteilen weiterleben und sie nicht hinterfragen musst? Deine Behauptungen sind respektlos und bevormundend, auch wenn du es vielleicht 'nicht so gemeint' hast.
Dumme Behauptungen in den Raum stellen kann ich auch...

Hallo? Ich schreibe hier niemandem etwas vor! Ich weiß nicht was euer Problem ist, diese Unterstellungen die mir hier quer durch die Bank gemacht werden. Frauen haben Klischees, Männer auch. Wo ist das Problem bitte? Hast Du etwa Angst, dass ich Dich als Frau erkenne? Man kann alles in irgendwelche Schubladen stecken oder auch nicht. Das ist jedem seine eigene Sache. Ich finde es respektlos wie Du hier versuchst mich als dumm darzustellen nur weil ich eine andere Meinung vertrete. Wenn Du deswegen Komplexe hast löst die bitte mit selbst und macht mich deswegen nicht so blöd an. Ich habe weder Streit gesucht noch will ich hier was projezieren. Wenn ihr ein Problem damit habt, dass man Geschlechter zuordnen kann ist das nicht mein Problem. Nur weil im Titel "Frauen" enthalten ist, heißt das nicht dass ich euch verurteile. Soll man jetzt in jedem Thread deswegen hergehen und mit Steinen werfen nur weil jemand ein Geschlecht anspricht? :heul:

HoneyBunny
Schreiberling
Beiträge: 111
Registriert: 16. Jul 2012 20:27

Re: Frauen und Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik

Beitrag von HoneyBunny »

Dann fange ich mal an: Ich bin eine Frau und achte auf Rechtschreibung. Ich denke aber nicht, dass das was mit den Geschlechtern zu tun hat, sondern an der persönlichen Einstellung liegt (von "in der Schule werden Mädchen besser benotet" möchte ich absehen, da das ja nichts hiermit zu tun hat).

Ich habe nichts gegen Schusselfehler oder kleinere Rechtschreibfehler. So etwas passiert jedem einmal, z.B. durch Hektik oder am Computer durch das versehentliche Drücken einer danebenliegenden Taste. Das möchte ich nur mal klarstellen ;)

Warum ich auf Rechtschreibung achte? Das fängt mit meiner Grundschulzeit an. In den ersten zwei Jahren wurde von den Lehrern aus fast gar nicht auf eine korrekte Rechtschreibung geachtet. Es gab lediglich einzelne Zeitpunkte, in denen bestimmte Wörter geübt wurden und wir durch "Schreiben nach Gehör" ein Gefühl dafür bekommen sollten. Ansonsten wurde es den Eltern strengstens untersagt, die eigenen Kinder auf Fehler aufmerksam zu machen und zu helfen, sie zu verbessern. Meiner Mama war das zum Glück egal :D Naja, auf jeden Fall hat es sich gerächt, wie man an den Noten im Diktat oder an der Häufigkeit von Fehlern in Aufsätzen bei den Klassenkameraden sehen konnte. Andere konnten am Ende der vierten Klasse noch immer nicht "Mann" von "man" unterscheiden oder hatten anscheinend immer noch nichts von der allgemeinen Großschreibung von Substantiven gehört oder wussten nicht, dass man Hochdeutsch anstatt Schwäbisch schreibt... (kurz bevor man die Schule wechselt und dadurch fast schon der weitere Lebensweg bestimmt wird!) Mittlerweile sehe ich Texte von Erwachsenen (nicht im Internet, sondern da, wo es darauf ankommt), von denen man meinen könnte, ein Grundschüler hätte sie geschrieben! Das kann doch echt nicht sein, dass man, ohne jetzt an einer Krankheit wie Legasthenie zu leiden, nicht mal die eigene Muttersprache korrekt schreiben kann! Wenn ich es zu irgendetwas im Leben bringen will, muss man doch zumindest die Basics draufhaben. Ich hasse es außerdem, dass jetzt irgendwie jeder Zweite an einer Lese-Rechtschreib-Schwäche leiden will, die er sich natürlich einfach mal so selbst diagnostiziert hat - nee, is' klar! Schieb dein eigenes Unvermögen auf eine Krankheit, die du höchstwahrscheinlich noch nicht einmal hast, bravo! (Dass so auch die wirklich Kranken beleidigt werden und nicht mehr ernstgenommen werden, scheint da niemanden zu interessieren...)

Ich glaube, mich nervt so manche Einstellung der Leute in Bezug auf Rechtschreibung:
- "Das hier ist das Internet, da muss ich das nicht machen!" Warum nicht? Nur weil du keine Noten bekommst, heißt das, dass du das Gelernte nicht mehr anzuwenden brauchst? Rechtschreibung gilt immer und überall. Was ist das bitte für eine Logik? Im späteren Berufsleben bekommst du auch nicht ständig Noten erteilt - nein, du wirst gefeuert, wenn dadurch noch weitere Fehler passieren!
- "Auch wenn ich hier im Internet so schreibe, kann ich es in der Schule." Wenn du es kannst, warum machst du es dann nicht einfach? Es ist doch viel schwieriger, etwas, was ich beherrsche, komplett anders zu machen! (Bei den meisten habe ich auch schon gesehen, wie es in der Schule mit der Rechtschreibung aussieht: nicht besser!)
- "Rechtschreibung braucht kein Mensch! Solange andere verstehen, was ich schreibe, ist doch alles in Ordnung." Ja, es stimmt, dass unser Gehirn dazu in der Lage ist, Texte zu verstehen, die komplett falsch geschrieben sind. Wir verstehen auch grammatikalisch inkorrekte Sätze bis zu einem bestimmten Grad. ABER: Bei ersterem sind die Buchstaben der Wörter trotzdem vollständig erhalten, sonst würde dieses "Experiment" nämlich auch nicht mehr funktionieren. Letzteres funktioniert nur, weil wir wissen, wie es richtig geht. Würden wir alle nicht mehr auf Rechtschreibung achten, wie es die allseits bekannten kleinen Kiddies bereits tun, würde niemand auch nur irgendetwas verstehen. Ohne Regeln gibt es nun mal Chaos! Außerdem muss man auch mal an die Leser denken: Es ist unglaublich anstrengend, einen komplett falsch geschriebenen Text zu lesen! Es macht einfach keinen Spaß, egal, was inhaltlich drinsteht, sofern man das überhaupt herausfinden kann...

Deshalb achte ich auf Rechtschreibung. Sie ist einfach wichtig im Leben. Das betrifft nicht nur die deutsche Sprache, sondern jede Sprache. Man muss einfach lernen, wie man sie schreibt, sonst kommt man im Leben nicht besonders weit.


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