Mal ne etwas persöhnliche Frage

Für alles was sonst ( ML und Chat ) nicht gerne gesehen ist und trotzdem einer Klärung bedarf

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pumpkin
Orga
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Mal ne etwas persöhnliche Frage

Beitrag von pumpkin »

Heyhow,

wer mich kennt weis ja, dass ich Sani bin.
Jetzt kommt einem als Phylosophischer Mensch und erstrecht als Sani doch ab und an mal die Frage: " Wie ist eigentlich sterben? Und was kommt dann?"

Jetzt wollte ich mal fragen wie Ihr den Tod seht. Habt Ihr Angst? freut Ihr Euch? Ignoriert Ihr es einfach?
Haut mal eure Meinung raus wenn Ihr wollt. :)

Also ich für meinen Teil, freue mich fast auf den Tod. Ich bin jetzt niht sonderlich depressiv aber ich bin unglaublich neugierig. Und was ist cooler als Etwas zu lernen, das noch niemand (der davon berichten könnte) gesehen hat. ^^
Allerdings habe ich auch etwas angst vor dem Ungewissen, aber das ist wohl menschliche Natur. :D
Gruß Pumpkin stellt euch nen kürbis-icon vor :jsmoke:

Toborribor

Re: Mal ne etwas persöhnliche Frage

Beitrag von Toborribor »

Ich seh den Tod an sich eigentlich ganz gelassen. Wenn es so weit ist dann ist es eben soweit. Aus eigener Erfahrung , man könnte es ja schon beinahe Nahtoderfahrung nennen, kann ich sagen das man das noch viel lässiger sieht wenn es so weit ist.

Meine Ängste, oder auch Befürchtungen, gehen mehr in die Richtung was ich zurück lassen werde. Ich würde gerne noch einige sachen klären bevor es so weit ist und ich hasse den Gedanken die Menschen die ich so gern habe zurück zu lassen.

Neoktzchen
Stammgast
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Re: Mal ne etwas persöhnliche Frage

Beitrag von Neoktzchen »

Ich mag den Tod nicht. Ich persönlich habe fürchterliche Angst davor. Ich würde gerne daran glauben, dass nach dem Tod etwas kommt, kann es aber nicht. Die Vorstellung, dass danach nichts mehr ist ich nicht mehr bin, nicht denke, alles was ich getan habe quasi sinnlos war, macht mir riesen angst. Auch wenn ich diese Zeilen schreibe überkommt mich ein Gefühl von angst. Dass nach dem Tod etwas ist, kommt in meinem Kopf irgendwie gar nicht in Frage.

Anderseits fürchte ich mich auch davor, nicht alles tun zu können, was ich tun will und das schlimmste daran ist, dass dies definitiv der Fall sein wird. Ich weiß ganz genau, dass ich niemals die Zeit erleben werde, wenn wir auf Außerirdisches Leben treffen (außer jemand sollte plötzlich wiedererwartens eine Wahnsinns Idee haben). Ich will einfach noch so viel in meinem Leben tun, habe aber vergleichsweiße, viel zu wenig Zeit dazu. 20 Jahre gingen so schnell vorbei und ich ärger mich ja jetzt schon über viele Dinge, die ich nicht getan habe, als ich die Zeit dazu hatte.

Porculus
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Re: Mal ne etwas persöhnliche Frage

Beitrag von Porculus »

Huh, interessante Frage :)
Mir persönlich geht es da ähnlich bzw. teilweise genauso wie Neoktzchen:
Ich kann mir nicht vorstellen, dass nach dem Tod "irgendwas" ist, was soll denn da auch sein?
Du bist tot, dein Körper fügt sich in den Kreislauf der Natur ein und fertig.
Ich habe auch Angst vor dem Tod, glaube aber, dass die eigentliche Angst nicht vor dem Tod als solches besteht, sondern eher vor einem Szenario, quasi auf dem Sterbebett zu liegen und zu wissen, dass man viele Sachen nie mehr tun können wird oder nicht getan hat und verpassten Chancen hinterher trauert.
Ich glaube allerdings auch, dass für ein erfülltes Leben wichtiger ist, was und vor allem auch mit wem man was getan hat, als was man eben nicht getan hat und mit einem gesunden Anspruch an sich selbst, sollte es möglich sein, auf sein Leben zurück zuschauen und damit zufrieden zu sein und den Tod einfach zu akzeptieren; was anderes bleibt einem eigentlich eh nicht übrig.
Die Angst besteht also eher davor zu sterben, bevor man sein Leben gelebt hat.
In dem Fall hoffe ich einfach, dass es schnell und möglichst schmerzfrei über die Bühne geht.

Fremdkörper

Re: Mal ne etwas persöhnliche Frage

Beitrag von Fremdkörper »

Angst vor dem Tod habe ich nicht, dann müsste ich ja jeden Tag eine Todesangst haben... (Verzeiht das schlechte Wortspiel).
Der Tod kann einen immer holen. Ob nun Essen die Speiseröhre verstopft, man ungünstig die Treppe herunterfällt oder im Straßenverkehr stirbt.

Angst vor dem Tod an sich habe ich nicht. Es ist der Deal, den man mit dem Leben einfach eingeht.
Ich habe nur eine Angst vor dem Sterben. Das schlimmste wäre für mich durch langjährige Krankheit zu sterben, am Ende noch im Krankenhaus. So einen Tod will ich nicht.
Offen gesagt will ich gar nicht wissen ob und wann es mit mir zu Ende geht.
Am liebsten wäre mir einfach der Tod im Schlaf durch Altersschwäche, oder ein sehr plötzlicher und kurzer Tod.

Da ich jedoch Agnostiker bin, kann ich mich noch an die Hoffnung an eine Existenz nach dem Tod klammern.
Glauben kann ich daran leider nicht mehr, nur noch der stille Wunsch an einen ewigen Schlaf indem man träumt bleibt mir noch erhalten.

Offen gesagt hoffe ich einfach ein gesundes und erfahrungsreiches Leben haben zu dürfen und möglichst viel erleben zu dürfen.
Wenn ich mindestens 60 Jahre alt werde, werd' ich schon nicht meckern.
Man lebt nur ein Mal und sollte dieses Leben so gut wie möglich nutzen und genießen, denn dafür ist es da.

Von daher hört auf euch über den Tod so viele Gedanken zu machen und genießt das Leben, denn wie Welt ist groß und schön und bietet mehr Erfahrungen als ein Menschenleben haben kann.

Lowl3v3l
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Re: Mal ne etwas persöhnliche Frage

Beitrag von Lowl3v3l »

Hmmm was ist sterben? Ich würde ganz biologisch sagen : Der prozess, bei dem der körper unwiderruflich in einen zustand gerät in dem er die Merkmale des Lebens nicht mehr erfüllt. Wohin kommt man danach? Ähm naja, hängt von der Bestattungsform ab. Ob es noch irgendeine Seele gibt die irgendwo anders hinkommt? Nach allem das wir wissen nicht. Das hat aber was ungemein tröstliches, denn es ist nach dem Leben einfach vorbei.

Ich selbst hab keine Angst vor dem Tod, warum auch? Ich war nahezu während der gesamten bisherigen Zeit des Universums tot, hat mir nicht weh getan. Ich hab nur angst vor dem sterben, es gibt verdammt beschissene Wege das zeitliche zu segnen, brauch ich dir als Sani sicherlich nicht erklären.

Ein anderer witziger gedanke der vielleicht hilft dazu : Viele Glauben ja, Christentum und andere Religionen mit ihrem Paradies seien irgendwie toll oder wären ne tolle Quelle für Hoffnung. Ich glaube das nicht. Ein immerwährendes Paradies wäre das für mich absolut grausamste das es geben kann, wenn ich vor etwas angst habe dann davor. "Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen".... und das dann über die Äonen, während die Jahrmilliarden verfliegen? *Schüttel* davor habe ich wirklich angst.

aiko
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Re: Mal ne etwas persöhnliche Frage

Beitrag von aiko »

Eine seeeeehr interessante Frage, mit der ich mich besonders mit 12-15 sehr viel (zu sehr) beschäftigt habe.
Mittlerweile habe ich ehrlich gesagt keine Angst mehr vor meinem Tod. Ich habe Angst vor dem Tod geliebter Menschen und je nach Szenario habe ich auch Angst vor dem Sterben, aber nicht vor dem Tod.
Ich glaube (wie überraschenderweise scheinbar die meisten hier) nicht, dass danach noch etwas kommt. Ehrlich gesagt wünsche ich mir nichts sehnlicher, als dass danach nichts mehr kommt. Sicherlich finde ich es "schade" dass dann mein "ICH", also mein Lebenswerk, etwas auf dessen Formung nach meinen Vorstellungen ich mein ganzes Leben verwendet habe, einfach weg ist. Aber ich habe doch die Hoffnung, dass es nicht so ist, als wäre ich niemals da gewesen. Eine zugegebenermaßen absolut bescheuerte arrogante menschentypische Hoffnung, schließlich bin ich dann tot und es kann mir völlig egal sein ob das jemanden kratzt.
Zurück zum Thema, ich finde die Vorstellung, dass es immer und immer weiter geht absolut schrecklich. Für immer existieren zu müssen wäre für mich die schlimmste Strafe. Ich stelle mir den letzten Moment des Sterbens, also den Tod, sehr friedlich vor. Alle Schlechte ist weg, genau wie alles Gute und man wird einfach .... nichts. Und das wars. Auch wenn ich hoffe, dass es noch sehr sehr viele Jahre dauert, ich habe keine Angst davor.
Ich finde auch, erst durch den Tod erhält das Leben einen gewissen Wert. Ich bin kein Anhänger von irgendwelchem YOLO oder "Lebe jeden Tag als wäre es dein letzter" Kram, ich denke einfach, dass etwas, das alternativlos ist, nie den Wert erhalten könnte wie etwas, das jeden Moment unwiderruflich zu Ende sein könnte, ohne zweite Chance, ohne Bonuspunkte.
Viel schlimmer wäre für mich was davor kommt, Krankheit, Schmerzen, der Tod geliebter Menschen, ja ich habe vor dem Leben viel viel mehr Angst vor dem Tod.
Ich finde es übrigens auch nicht so schlimm, etwas vor dem Tod nicht erledigt zu haben. Klar, es ist schade für mein Leben, aber in dem Moment in dem ich sterbe ist eh alles für die Katz, meine Erfahrungen und meine Gedanken, alles löst sich ins Nichts auf, also ist es auch egal. Das ist für mich genau so, wie das mit dem Geld. Man nimmt nichts mit. Kein Geld, keine Gedanken, keine Erfahrungen.
Einfach tot.
Das muss erlösend sein...

pumpkin
Orga
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Re: Mal ne etwas persöhnliche Frage

Beitrag von pumpkin »

Echt schön dass so viele schon geantwortet haben. Ich dachte die Frage verstaubt. ^^

Ich teiele übrigens die allgemeine Meinung. Ich fürchte mich mehr vor dem "Wie ich sterbe" als dem "dass ich sterbe". Ich weis dass es passieren wird und ich habe auch kein Problem damit dass es jeden Moment passieren könnte.
Ich hoffe nur, dass es schnell und vorzugsweise schmerzlos geht (Ich habe zb schreckliche Angst vor dem Ertrinken (seit ich gelernt habe wie ertrinken funktioniert)). Am bessten sollte es noch einen gewissen Nutzen haben... :angel:

Ich glaube zwar nicht wirklich an ein Leben nach dem Tod im eigentlichen Sinne aber selbst wenn wir einfach nicht mehr existieren, wäre es doch interessant noch zu erfahren, wie sich das "Verschwinden" anfühlt. :-D

Klar tut es weh wenn man geliebte Menschen verliert aber ich weis ja/bzw mache mir klar, dass man dagegen nichts tun kann. Dass es einfach passiert.
As Ziel setze ich mir aber auch keine tollen Erungenschaften. Ich will nicht möglichst viel auf dem Konto haben wenn ich sterbe und ich will auch nicht jeden Tag nach diesem "yolo-code" leben.
Ich denke am bessten deffiniert sich ein Leben bzw mein Leben doch, indem ich das mache was ich möchte und nicht was das Besste sein könnte.
Daher entscheide ich oft nach Bauchgefühl oder nach Warscheinlichkeit. Würde ich jetzt zum Fallschirmspringen eingeladen werden würde ich annehmen nur weil ich gerne sachen ausprobiere vn denen ich weis dass ich mir fürs kneifen vorwürfe machen würde.(auf Drogen zu verzichten werde ich zb nie bereuen, also werde ichs auch nicht machen) ...schwer zu erklären... ^^
Der Wert meines Lebens messe ich daran wie viele andere Leben ich positiv beeinflusst habe. Immerhin sind wir nach unserem Tod doch nicht mehr, als die Erinnerung der Menschen die uns vermissen. :)
Gruß Pumpkin stellt euch nen kürbis-icon vor :jsmoke:

Apfelkeks
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Registriert: 17. Aug 2013 22:40

Re: Mal ne etwas persöhnliche Frage

Beitrag von Apfelkeks »

also ich denke mal so man stribt und der geist, das wesen, die seele hört auf... ende

und wenn ich echt mal an den tod denken muss... egal ob nun meiner oder den von anderen... ich fange an zu heulen... jupp just in time heule ich gerade...
ich habe angst und trauer jetzt schon... ich will nicht das irgendeiner stirbt^^ wenn ich mal bundeskanzlerin werde... werde ich das verbieten
brav= braucht richtig arsch voll
9 von 10 stimmen in meinem kopf sagen das ich nicht verrückt bin...
die zehnte summt einfach die melodie von tetris^^

Rabias
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Re: Mal ne etwas persöhnliche Frage

Beitrag von Rabias »

Für mich hat der Tod als solches eher etwas beruhigendes. Wenn man versucht hat immer das Beste aus dem Tag zu machen und sein Leben genossen hat und das versuche ich, empfinde ich den Tod, egal wann er eintritt, nicht als schrecklich. Der einzige Gedanke, bei dem mir Flau in der Magengrube wird, ist der an mir wichtige Personen. Ich versuche wo es geht für gewisse Leute da zu sein und ihnen bei zu stehen, wenn etwas passiert. Das geht nicht, wenn ich tot bin und da ist meine einzige Sorge, das manch einer am Ende alleine da steht.

Und was das Sterben innerhalb der Familie, des Freundeskreises angeht .. da habe ich das Glück recht kühl an die Sache rangehen zu können. Die Menschen in meinem Umfeld, die bisher von uns gegangen sind, hatten einen enormen Kampf hinter sich, ich habe mich, so makaber es klingt, "einfach" damit abgefunden, das es ihnen nicht mehr schlecht gehen kann.
I against me, me against myself
I have become my enemy number one

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