Sprachen lernen

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Egianor
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Sprachen lernen

Beitrag von Egianor »

Moin,

ich habe heute beschlossen, dass ich eine Sprache lernen möchte. Jetzt schwanke ich zwischen Mongolisch und Tschechisch. Beide Sprachen interessieren mich sehr (und ich werde wohl beide früher oder später lernen, ist nur eine Frage der Reihenfolge). Ich habe sowohl Mongolisch als auch Tschechisch bereits spaßeshalber versucht, beide Versuche scheiterten an der Ernstahftigkeit und den Lehrmitteln, wobei es da mit dem Tschechischen insgesamt besser aussieht.
Das Problem bei beidem ist, dass es hier keine Sprachkurse gibt - ergo werde ich mir die Sprache selber beibringen müssen. Sind aber beides nicht unbedingt die Sprachen, sodass ich kaum vernünftiges Material zum lernen finde. Für Tschechisch sieht es da etwas besser aus, ich tendiere aber eher zu Mongolisch - ganz einfach weil das schon länger auf meiner Agenda steht.
Fürs Tschechische habe ich dieses Lehrwerk gefunden, fürs Mongolische gibt es - wenn überhaupt - nur Lehrwerke, die einem einen Touristenwortschatz vermitteln (und somit nicht das, woran ich interessiert bin), aber es wäre eine Möglichkeit, mit einem solchen ersteinmal anzufangen und dann von dort aus aufzubauen - beispielsweise mit dem Angbot dieser Seite.
Beim Mongolischen schwanke ich momentan zwischen diesem und diesem.

Meine Frage ist jetzt: hat jemand Erfahrungen mit einem der Methoden/Lehrwerke (nicht unebdingt in den von mir favorisierten Sprachen)? Wie geht ihr vor, wenn ihr euch eine Sprache selber beibringen wollt?
Mein Versuch, Mongolisch zu lernen, scheiterte am Lehrwerk, der Sprachführer, den ich zu benutzen versuchte, war für mich sowohl von der vermittelten Grammatik als auch vom Wortschatz her absolut unbefriedigend. Ich möchte eine Sprach lernen, nicht ein paar Sätze auswendig können. Mit dem Tschechischen sah es da schon deutlich besser aus, das habe ich einfach nur vernachlässigt. Damals habe ich mir aus einigen kostenlosen Angeboten zum lernen im Interent einfach das zusammengeklaubt, was ich brauchen konnte.
Habt ihr irngedwelche Tips für mich oder Strategien, die ihr mir empfehlen könnte/die euch weitergeholfen haben?

Und rein aus Neugierde: welche Sprachen habt ihr euch selber beigebracht und wie erfolgreich war ihr?
Das Murmeltier erwachte am Morgen und beschloss, ans Meer zu gehen. Alle waren dagegen, sein Vater, auch seine Mutter, die Tante und die Geschwister. "Am Meer ist die Freiheit" sagte das Murmeltier und brach auf.
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Jade
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Re: Sprachen lernen

Beitrag von Jade »

Schau mal bei memrise.com, ich nutz das für Mandarin und find es sehr gut. Es gibt glaube ich etwa 50 Sprachen, also vielleicht wirst du fündig. (Ist kostenlos.)


Ich hab schon einige Sprachen gelernt / angefangen und auch schon versucht, alleine weiterzukommen, aber leider muss ich sagen, dass die Erfolgswahrscheinlichkeit beim Alleinelernen sehr gering ist.

Zum einen, weil man keinen Druck hat und ständig was dazwischenkommt, das wichtiger ist, selbst wenns einem Spaß macht, zum anderen, weil man keine Konversation üben kann und niemand die Aussprache korrigiert.

Wenn es in den Sprachen keine Kurse gibt (schau auch mal bei einer Uni in deiner Nähe oder der VHS, Tschechisch ist jetzt nicht sooo exotisch), würd ich dir empfehlen, trotzdem Lernpartner zu suchen. Über Facebook, Foren, Onlinekurse... oder, falls du in einer Unistadt wohnst, schau mal, ob jemand ein Sprachtandem machen mag (du übst Deutsch mit einem ausländischen Studenten und er mit dir zB Tschechisch) und falls nicht, könntest du auch eine Anzeige aufgeben, ob jemand an sowas Interesse hat.

Fernkurse sind zwar auch nicht so optimal wie Präsenzkurse, aber besser als nichts.
Inzwischen gibts doch für fast alles "Webinare" mit virtuellen Klassenräumen.




Wenn ich genauer drüber nachdenke, hab ich mir Englisch eigentlich selber beigebracht (war dem Klassenlevel immer ein paar Jahre voraus), indem ich massenweise Bücher und später auch Websites gelesen und Podcasts gehört hab, aber bei Englisch ists was anderes, weil einem das im Alltag oft begegnet und man manchmal sogar gezwungen ist, es zu verwenden. Das ist bei exotischen Sprachen natürlich nicht so. Achja, und es macht natürlich auch einen großen Unterschied, ob man nur alleine lernt oder nebenher auch noch Kurse (wenn auch schlechte^^) hat.



Mandarin hab ich auch mal auf eigene Faust versucht (nachdem der VHS-Kurs nicht weiterging), aber das war nicht von Erfolg gekrönt, da braucht man auch einfach jemanden, der einem die Aussprache korrigiert (und auch die Schriftzeichen).
Jetzt studier ich's als Nebenfach, da läuft das gut.




Achja, von Langenscheidt gibts auch nen Sprachtrainer, für den man für fast alle Sprachen Vokabeln runterladen kann (meist von Usern zusammengestellt). Ich hab da noch eine ganz alte Version, also keine Ahnung, wie das aktuell so ist, aber ich fand Funktionen wie "Kreuzworträtsel erstellen" ziemlich nett.




Hast du denn vor, mit den Sprachen mal irgendwas zu machen?
Willst du verreisen oder bist du an der Literatur besonders interessiert?

Ohne Anwendungsbezug ist es echt enorm schwer, sich dauerhaft zu motivieren, ich hab oft erlebt, dass Leute Sprachen anfangen, weil sie sie ganz spannend finden, aber ohne Langzeitziel klappt das selten. Selbst wenn es nur "ich möchte in sechs Monaten die Prüfung bestehen" ist, aber einfach so vor sich hinzulernen ist wirklich nicht empfehlenswert.




Sprachenlernen heißt ja nicht nur, Vokabeln und Grammatik zu können, sondern es gehört auch das Wissen um die Anwendung dazu und auch etwas Landeskunde und Geschichte und auch, dass man die Kultur kennenlernt, sonst bleibt das Wissen immer etwas "platt" und "richtig können" tut man die Sprache dann eigentlich nie.


Wie wärs denn, wenn du mal vor Ort einen Sprachkurs machen würdest? Ein Intensivkurs am Anfang ist sowieso sehr empfehlenswert, weil man dann grade die Aussprache von Anfang an vernünftig lernt und es mit ein paar Grundlagen später auch viel leichter hat.

dulcamara
Stammgast
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Re: Sprachen lernen

Beitrag von dulcamara »

Zu den Lehrwerken kann ich dir nichts sagen, weiß aber aufgrund eigener Erfahrung, wie ich am besten Sprachen lernen kann.
ich bin da stark durch den Umstand beeinflusst, dass ich innerhalb kürzester Zeit von Null auf Oberstufenniveau kommen musste.
Daher weiß ich, welche Strategien bei mir da funktionieren. Und bei meinen Nachhilfeschülern hat's damit auch ganz gut geklappt.

Neben den prima Tipps von jade kann ich nur noch weniges hinzufügen, z.B.:
Bei vielen Sprachen gibt es eine gewisse Grundgrammatik und Grundwortschatz. Da bin ich immer am besten damit gefahren, die mir einfach wirklich im Expressverfahren reinzupauken. Simples Auswendiglernen, immer wieder im Alltag sich selbst gewisse Konjugationen, Sätze, Strukturen vorsagen und wiederholen. Dabei natürlich versuchen, die grammatischen Bildungsregeln und Strukturen dahinter zu kapieren. Bei meinen Nachhilfeschülern hatte ich immer stark den Eindruck, dass das schlechte Können der jeweiligen Sprache auch wirklich daran liegt, dass dieses sprachliche Grundgerüst nicht sitzt. Also, pauken.

Man muss die Sprache dann wirklich aktiv in den eigenen Alltag einbinden, ständig benutzen, damit sich da etwas festigt. Also hab ich dann meine Einkaufszettel eben in francais, nynorsk oder portugues verfasst, kleine Notizen und Termine versucht damit zu schreiben. Später dann tw. Tagebucheinträge, Briefe, Gedichte, .... worauf man einfach Bock hat, was man einfach schreiben möchte. Wichtig dabei ist nicht, immer den korrekten Begriff für das deutsche Pendant zu finden, denn oft kann man auch die kompliziertesten Sachen mit einfachen Worten umschreiben. Und dieses Umschreiben ist eben viel besser, weil man damit aktiv Sprache produzieren muss.
Tu das so oft es nur irgendwie geht. Und wenn du dabei hauptsächlich mit dir selbst redest, vor dir selbst Sätze hinbrabbelst, egal.

Sobald du den Grundwortschatz und die Grundgrammatik sicher drauf hast, kannst du einen Schritt weitergehen und dich mit Zeitungsartikeln und Filmen beschäftigen. Ja, es ist frustrierend wenn man erstmal kaum was versteht - dreh den Spieß einfach um und freu dich über jedes Wort, dass du erkennst. Lass Untertitel möglichst weg, streng dich ruhig an, bemüh dich irgendetwas zu verstehen. Deinen kleinen grauen Zellen tust du damit nämlich einen Gefallen.
Wenn es mit der Motivation schwierig ist: versuch dir, Comics in der jeweiligen Sprache zu besorgen. Oder dein Lieblingsbuch. Oder übersetz und/oder sing 'nen Liedtext (gut, ist bei mongolisch wohl etwas schwer, aber es gibt zB gute tschechische Metalbands und tolle tschechische Festivals, hihi ;) - Oder etwas anderes, das dir große Freude bereitet.

Und weil ich heut morgen über einen artverwandten Artikel dazu gestolpert bin: Wie Gesten im Fremdsprachenunterricht hilfreich sein können

Das Schwierigste ist natürlich, die Sprachnutzung auch beizubehalten, da stimm ich total zu (die Tatsache, dass ich sonst mit norwegisch und portugiesisch nix mehr angefangen hab, sondern einfach irgendwann aufgehört hab, ist auch dafür verantwortlich, dass ich da wieder relativ von ganz von vorn anfangen müsste). ich war total fertig, wieviel ich nur durch ein, zwei Jahre Nichtsmehrtun meines mal sehr guten Schulfranzösisch vergessen habe. Daher wär's in der Tat wohl wirklich am besten, einmal einige Monate in dem entsprechenden Land in einer Gastfamilie, wo niemand deine Muttersprache spricht, zu verbringen. ich bin auch immer wieder geflasht, wie unheimlich gut Arbeitskollegen meines Herrn, die gebürtig aus Frankreich, Italien oder sonstwoher kommen, nach wenigen Monaten schon Deutsch drauf haben; manche sogar lernen zu schwäbeln :D
I have learned a lot (..) over the years, but frankly, a lot my experiences and the resulting lessons can be boiled down to one crude but pithy rule that I adhere to religiously:
Don't _ever_ stick your dick in crazy. (Mistress Matisse) - vergl. http://t.co/ZElbFhfm

Egianor
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Re: Sprachen lernen

Beitrag von Egianor »

Danke euch beiden für die Antworten.

Das ist ungefähr das, was ich mir gedacht habe, bzw. spiegelt meine Erfahrungen wieder. Ich habe mich in beiden Sprachen ja immerhin schonmal versucht.
Ein Sprachkurs in dem entsprechenden Land wäre wohl tatsächlich das Beste, scheitert aber ganz simpel an der Finanzierung. Aber zumindest einen Aushang kann ich ja mal machen, vielleicht findet sich ja wieder erwarten jemand, der Interesse hat mir die Sprache entweder beizubringen oder mit mir zusammen zu lernen. (Dann müsste ich mich nur endlich mal für eine Sprache entscheiden :| ). Und zumindest die eine Seite, die ich oben verlinkt habe, geht ja auch in Richtung Tandemlernen - ich weiß nur eben nicht, ob die auch was taugt.
Als ich versucht habe tschechisch zu lernen, habe ich meine Wohnung mit Lernzetteln zugeklebt, sodass ich eigentlich überall Vokabeln kleben hatte. Das geht ja ungefähr in die Richtung mit den Einkaufszetteln (die ich übrigens sehr gut finde und garantiert übernehmen werde).

Was die Lehrmitteln anbelangt bin ich inzwischen einfach auf Englischsprachiges umgestiegen. Da sieht das deutlich besser aus - zumindest was das mongolische betrifft. Das eine tschechische Lehrwerk hat ja zumindest so gute Rezensionen bekommen, dass ich das durchaus riskieren würde.

Eigentlich kann ich mit Sprachen ganz gut (englisch habe ich mir wie jade auch selber beigebracht, weil mich der Unterricht gelangweit hat und ich übersetzte Bücher uns synchronisierte Filme schon immer doof fand. Hatte dann den Vorteil, dass ich die Harry Potter Bücher immer vor meinen Klassenkamereaden kannte :D ). Momentan möchte ich eine Sprache lernen, weil ich eine Aufgabe brauche, nicht weil ich vorhabe wirklich etwas damit anzufangen - abgesehen davon, dass isch schon immer mal in die Mogngolei wollte. In die tschechische Sprache habe ich mich ein wenig verliebt als ich - aus lauter Langeweile - vor 1,5 Jahren 2 Wochen bevor ich nach Prag auf Klassenfahrt gefahren bin angefangen habe zu lernen. Das hat dann immerhin ausgereicht um mich irgendwie einigermaßen zu verständingen.
Ob das als Langzeitmotivation reicht kommt, denke ich, auch ein wenig auf die Erfolge an, die ich erziele, deshalb ja auch meine Frage wie ihr euch Sprachen selber beibringt.
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Thoth
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Re: Sprachen lernen

Beitrag von Thoth »

Also ich habe mir kürzlich diese Rosetta Stone Software zugelegt. Deren Konzept finde ich sehr kewl und das Lernen macht richtig Spaß, es fühlt sich auch überhaupt nicht an wie lernen. Das einzige Problem: die von dir gewünschten Sprachen werden nicht angeboten - aber für alle, die z.B. Spanisch, Japanisch oder Hebräisch lernen wollen ich das echt eine tolle Sache, weshalb sie in diesem Thread nicht unerwähnt bleiben sollte.
"I couldn't help it," said the scorpion, "It's my nature".

Kaoru
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Re: Sprachen lernen

Beitrag von Kaoru »

Thoth hat geschrieben:aber für alle, die z.B. Spanisch, Japanisch oder Hebräisch lernen wollen ich das echt eine tolle Sache
Aus gegebenem Anlass: auch Yiddish?
Dein Wille ist Gesetz,
deine Worte Religion.
Deine Wünsche sind Befehle
und ich eile schon.

Marnie
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Re: Sprachen lernen

Beitrag von Marnie »

Kaoru hat geschrieben:Aus gegebenem Anlass: auch Yiddish?
Nein, Yiddish leider (noch?) nicht. Siehe Sprachen Rosettastone
Auch wenn nicht alle Sprachen in der Software verfügbar sind, muss ich dem Vorredner noch mal beipflichten: RosettaStone ist PRIMA. Die Lernkurve ist rasant und der Spaßfaktor immer dabei. Einziger Nachteil aus meiner Sicht ist, dass man sich die Sprache mit RosettaStone mehr ankonditioniert als sie im üblichen Sinne zu "lernen". Man baut die Sätze also zwar irgendwann aus dem Gefühl heraus zu 99% richtig auf, erfährt aber niemals, warum sie eigentlich so sein müssen und nicht anders (dazu müsste wohl weiterführende Literatur beschafft werden). Wer sich ansonsten mit Grammatik auskennt, wird natürlich selber ein paar Gesetze aus den Fakten ableiten können, aber schwarz auf weiß vorlegen tut RosettaStone sie einem nicht.
Wer es sich aber finanziell leisten kann, die Kommunikation statt der Sprachwissenschaft in den Vordergrund stellt, und mal etwas weniger "trocken" büffeln möchte, dem sei zu dieser Software unbedingt geraten.

neurotoxin
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Re: Sprachen lernen

Beitrag von neurotoxin »

Ich hab mich in knapp 1 1/2 Jahren in Französisch auf Abiniveau gebracht - auch zu 99% im Selbststudium. Ich hab versucht jeden, aber auch wirklich jeden Tag etwas zu machen - und seien es nur 10 Minuten Text lesen.
Gerade am Anfang hab ich zwar ziemliche Fortschritte gemacht, aber es war nicht so richtig gefestigt. Nach 2-3 Tagen Pause war dann zB meine Aussprache schon schlechter, das Sprachgefühl schlechter geworden.

Zu jeder schriftlichen Aufgabe im Lehrwerk hab ich die Aufgabe zuerst mündlich gelöst, zu jeder mündlichen Aufgabe noch hinterher alles niedergeschrieben. So hatte ich schonmal das etwa doppelte Trainingsvolumen. Ich hab auch - sobald es grammatisch einigermaßen gereicht hat, so nach 1-2Wochen angefangen mit mir zu sprechen. Es war zwar sicherlich nicht alles richtig und die Sätze bestanden nur aus der selben Handvoll Wörtern, aber so hatte ich später nie das Problem irgendwie scheu oder ängstlich zu sein, wenn ich mal sprechen musste. Sonst hat man nachher zwar einen guten passiven Wortschatz, aber kann selbst nicht viel damit anfangen.

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Achja, wenn du mal in die Mongolei willst, nimm dir dein Essen selbst mit. Nur schwach gewürzte Fleischgerichte, die dafür aber ziemlich fettig sind. Aber gut, es gibt wichtigeres als Essen.

Spielkind
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Registriert: 5. Apr 2010 14:28

Re: Sprachen lernen

Beitrag von Spielkind »

Ich habe dem schon Geschriebenen eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

Möchte mich nur mal eben für die vielen Super-Tipps bedanken!!!
Mein Selbststudium holpert nämlich auch so eher vor sich hin und dieser Thread hat mit einige nette Anregungen gegeben :-D

Jade
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Re: Sprachen lernen

Beitrag von Jade »

Zu Rosetta Stone:

Vor dem Kaufen bitte nach Kritik googeln, ich werd's jetzt nicht ausführen, weils genug Seiten und Erklärungen dazu gibt, aber in aller Kürze: Erwachsenen lernen nicht! so! wie! Kinder! Und deswegen ist es auch großer Unsinn, so zu tun, als könne man die sprachsensible Phase einfach wiederholen und so "gedankenlos" lernen.
(Ich möchte nicht sagen, dass das Programm an sich schlecht ist, aber wenn man wirklich ausschließlich damit lernt, *wird* man damit an Grenzen stoßen. Ob einem das Gebotene so viel Geld wert ist, muss jeder selbst wissen)


Ansonsten kann ich auch nur raten, die allseits beliebte Scheu vor dem Auswendiglernen abzulegen. Wie dulcamara schon sagte: ohne vernünftiges Gerüst wird man eine Sprache nie können, und dieses Gerüst lässt sich gut bilden, indem man wichtige Konstruktionen einfach auswendig kann.

Also: pro Gedichte, Songtexte und Lektionstexte-Aufsagen...
Fand ich am Anfang ganz fürchterlich, aber tatsächlich verbessern sich Satzmelodie, Betonung und generelle Aussprache schon sehr, und grade in Sprachen, in denen man nicht so schnell drauflosquatschen kann oder am Anfang nicht mal weiß, wo ein Wort aufhört und das nächste anfängt, ist das ziemlich hilfreich.



Oh, und generell eignen sich Kinderbücher/reime/serien ziemlich gut, weil man damit schon sehr früh halbwegs sinnvolle Geschichte hören/lesen kann und gleichzeitig oft auch noch viel über die Kultur des Landes mitbekommt (ist ja schon aussagekräftig, welche Werte diese Geschichten vermitteln sollen).

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