Schulabschluss - politische Ausrichtung

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Sirenensang
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Re: Schulabschluss - politische Ausrichtung

Beitrag von Sirenensang » 7. Jan 2012 11:07

Einigen wir uns darauf, dass Bildung etwas damit zu tun hat, aber nicht ausschließlich. Das ist zwar ein fürchterlich unspektakuläres Ergebnis, aber wohl das realistischsten. Schlussendlich ist es immer falsch, hinter irgendetwas nur einen einzigen Grund zu sehen. :)

Von mir aus können wir jetzt weiter drüber streiten, welche Partei die beste ist. Zu unterstellen, die Grünen bestünden nur aus Asozialen, finde ich schonmal interessant. Ich weiß nicht, wie sich dann die Existenz der Union erklären soll, wenn die ganzen Arschlöcher schon weg sind. :D

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Thoth
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Re: Schulabschluss - politische Ausrichtung

Beitrag von Thoth » 7. Jan 2012 13:02

Sirenensang hat geschrieben: Zu unterstellen, die Grünen bestünden nur aus Asozialen, finde ich schonmal interessant. Ich weiß nicht, wie sich dann die Existenz der Union erklären soll, wenn die ganzen Arschlöcher schon weg sind. :D
Jeder Dackel ist ein Hund, aber nicht jeder Hund ist ein Dackel ...
(Das soll jetzt nicht heißen, ich unterstelle irgendeiner Partei in Deutschland, nur Asoziale als Mitglieder zu haben. Ich glaube, das trifft noch nicht einmal auf die bibeltreuen Christen zu - ein weißes Schaf gibt es schließlich auch überall ^^)
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Evve
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Re: Schulabschluss - politische Ausrichtung

Beitrag von Evve » 9. Jan 2012 00:00

Fazit: Eine (wirklich sehr grobe) Einteilung in postmaterialistisch und nicht-postmaterialistisch bringt uns nicht weiter. Eine solche Bipolarität widerspricht dem tatsächlichen Parteienspektrum. Entscheidend kann es daher auf diese Unterteilung nicht ankommen, sie kann allenfalls ergänzend zur Einordnung dienen.
Sehe ich auch so.
Es gibt die Bedürfnispyramide nach Maslow.
Pyramide dennoch nicht für Schwachsinn, man muss nur berücksichtigen, dass manches davon gefordert wird, um grundlegendere Bedürfnisse zu stillen.
Die Bedürfnishierarchie von Maslow kam neulich in einer Vorlesung vor. Es geht nicht darum damit auszudrücken, dass (z.B.) jemand dessen „soziale Bedürfnisse“ nicht hinreichend befriedigt sind, auf keinen Fall von seiner "Selbstverwirklichung" (weiter oben) träumt oder sie nicht anstrebt. Ein Bewerbungsgespräch kann auch jemandem mit Mangel an sozialen Kontakten mal wichtiger sein als eine Verabredung. Die Vernunft kann diese Hierarchie durcheinanderbringen. Es geht m.E. nur darum auszudrücken welches Bedürfnis intuitiv und affektiv -weil wir Lebewesen sind- zuerst kommt und welches danach. Aber diese Hierarchie ist auch nur eine Theorie, eine die man nicht widerlegen oder beweisen kann, dient nur der Orientierung.
Es stimmt schon, dass sehr oft (schon durch den Ursprung der Grünen) der Eindruck entsteht, dass von denen erst mal alles abgelehnt wird, so nach dem Motto „nee neu kostet Geld, neu kostet Energie, neu verschmutzt die Umwelt.“ Aber das hat sich mit der Zeit schon ziemlich geändert, deshalb sind die Grünen ja auch nicht mehr das was sie mal waren, ob das jetzt schlechter oder besser ist sei mal dahingestellt und ist Geschmacksache.


Aber jetzt mal was zur Ausgangsfrage. Da wir hier ja immer nur spekulieren können und unsere eigenen subjektiven Alltagsstatistiken offenlegen können, hab ich mal bisschen gesucht.
Hier mal eine Statistik von der Uni Leipzig aus dem Jahre 2005:
http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/95775/

Was aus der Statistik zum Thema des Threads passt:
„ [...] Bildungsstand und Parteipräferenz unter die Lupe genommen. Am gebildetsten sind demnach die Grünen-Wähler, FDP- und PDS-Anhänger folgen hier dicht aufeinander, ebenso die CDU- und SPD-Sympathisanten. Die Nichtwähler belegen hier den letzten Platz: Nur 10,2 Prozent von ihnen haben einen höheren Bildungsstand.[...] „

Das heißt sehr pauschalisiert könnte man sagen „Die Zahl der Nichtwähler korreliert positiv mit der der Bildungsschwachen und Einkommensschwachen“. Ein Freund von mir hat neulich einfach mal behauptet, dass gerade die die "wenig haben" und wollen dass sich das ändert, wählen gehen. Aber tadaa, man sieht mal wieder ein Fehlschluss.
Ich habe auch Abi gemacht und hinterher NULL Plan von Politik gehabt, weder von der Struktur noch von den einzelnen Parteien.
Unsere Schulen sind jetzt wirklich nicht gerade dafür bekannt begeisterte Wähler hervorzubringen, das ist klar. Aber ob das jetzt am ganzen Bildungssystem, an den Lehrern, der Lehrerausbildung, dem Lehrstoff, den Schülern[...] liegt, ist ja hier nicht Thema.


Und hier noch eine Statistik über die NPD und ihre Wähler:
http://www.bpb.de/themen/GG5EII,0,0,Die ... ieder.html

Was aus der Statistik zum Thema des Threads passt:

„[...] Im Hinblick auf Bildung, Tätigkeit, Gewerkschaftsmitgliedschaft und Konfession fand die NPD die höchste Zustimmung unter Menschen mit einem mittleren Bildungsabschluss (Mittel-/Realschule/10. Kl. polytechnische Oberschule) mit 15 Prozent. Mit Blick auf die Tätigkeit waren die höchsten Ergebnisse unter Arbeitern (17 Prozent), Arbeitslosen (16 Prozent) und Azubis (zehn Prozent) zu verzeichnen. [...]„

Und noch eine aktuellere Statistik vom Sommer (Sie hatten im Sommer über 2300 repräsentativ ausgewählte Personen im Alter von 14 bis 94 Jahren in ganz Deutschland befragen lassen (in langen Interviews bei den Menschen zu Hause)) die den Ergebnissen aus der Studie von 2005 ziemlich ähnlich sind :
http://www.giessener-allgemeine.de/Hom ... d,113.html

Ich hoffe damit ein wenig zur Informationsqualität des Threads beigetragen zu haben ; )
War doesn't determine who's right but who's left.

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