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Schulabschluss - politische Ausrichtung

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SevenSins
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Schulabschluss - politische Ausrichtung

Beitrag von SevenSins » 31. Dez 2011 09:53

Da es wohl noch zu früh am Morgen für mich ist und ich gerade anstatt eine Posting abzuteilen, diesen auch gleich noch gleich noch gelöscht habe :roll: , hier der Post von pumpkin
pumpkin hat geschrieben:einen hätte ich noch sry...

eine sache ist mir -zumindest subjektiv- mal aufgefallen:

und zwar habe ich das gefühl, dass man am bildungsneveu die politische richtung markieren kann.
ich will jetzt hier keine debatte auslösen, welche richtung die inteligentere ist, aber mir ist aufgefallen, dass akademiker und solche die es werden wollensehr oft in die linke bzw grüne richtung (also die soziale ecke) rutschen.
und das nazis alle eher stumpfe menschen sind.
natürlich gibt es ausnahmen aber ich finde, dass man das schon ziemlich sieht.

was denkt ihr?

(bei wunsch kann ich das auch nochmal in einem extra threat fragen ) [Ja, gewünscht vom Mod und deshalb abgetrennt und verschoben aus viewtopic.php?f=1&p=148479#p148479 - SevenSins]
Wenn zwei Menschen sich treffen, einander gut tun wie verrückt, hinterher nicht mehr durch die Tür passen vor Grinsen - who cares about the fucking definition?

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Kaoru
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Re: Schulabschluss - politische Ausrichtung

Beitrag von Kaoru » 31. Dez 2011 10:10

Klingt für mich logisch. Wer materiell abgesichert ist, muss sich weniger Gedanken um Finanzen machen. Seine Werte wenden sich also den materiellen ab und hin zu den postmateriellen (Frauen, Tiere, Umwelt, etc) wofür bekanntlich die Grünen stehen.
Das mit den Linken nehem ich nicht ganz so wahr. Ich empfinde sie als deutlich materieller orientiert (Cleavage Arbeit - Kapital).
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ore
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Re: Schulabschluss - politische Ausrichtung

Beitrag von ore » 31. Dez 2011 14:28

Ich denke diese allgemeine Tendenz hat eher mit dem materiellen Status zu tun und nur indirekt mit der Bildung. Eine bessere Bildung ist eher dafür ausschlaggeben, dass es mir auch materiell besser gehen kann. Ich stimme dabei Kaoru zu, dass denn andere Werte wichtiger werden.

Wenn ich mit meinem Einkommen gerade bis zum nächsten Tag rechnen kann, weil es unsicher oder sehr gering ist, dann drängen mich fragen wie: "Was ist in 50 Jahren?" nicht, ich habe ja meine Not schon heute.

Auch würde ich nicht unbedingt sagen, dass niedrige Bildung automatisch zu rechten Ideologien führen muss, ich denke es sind dann eher die populistischen Aussagen, die dann ansprechender wirken. Diese können aber auch aus jedem politischen Lager kommen.

Deswegen würde ich reine "linke" Positionen nicht der Mehrheit der Bildungselite zuweisen, das mehr an Wissen macht diese Gruppe sehr indifferent, weil verschiedenste Ansichten bekannt sind und man sich selbst einordnen kann. Wobei ich auch den Grünen auch keine linke Position zuweisen würde, sondern eher eine konservative, abgesehen von einigen Werten, die sich im letzten Jahrhundert gewandelt haben.

Ergänzend bleiben natürlich andere Personengruppen sowohl in prekären Schichten als auch in wohlhabenden. Es gibt genug Beispiele für wohlhabende und gebildete Rechte, ebenso wie für arme und wenig gebildete Grüne, in letzterem Fall kann man von Idealisten sprechen, im ersteren muss auch immer in Betracht gezogen werden, dass manche Leute Ideologien einfach nur tragen um sich selbst daran zu bereichern.
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Sirenensang
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Re: Schulabschluss - politische Ausrichtung

Beitrag von Sirenensang » 31. Dez 2011 14:49

oregano hat geschrieben:Auch würde ich nicht unbedingt sagen, dass niedrige Bildung automatisch zu rechten Ideologien führen muss, ich denke es sind dann eher die populistischen Aussagen, die dann ansprechender wirken. Diese können aber auch aus jedem politischen Lager kommen.
Sicherlich könnte man das sagen, Die Linke vereinfacht in ihren Reden oft ebenso gerne wie die CDU. Trotzdem greift der Populismus der CDU eher, weil er populärer ist - damit will ich nicht unterstellen, der Großteil der Bevölkerung wäre rechts (das wäre richtig scheiße), damit will ich unterstellen, dass die Meinung der CDU von den Medien eher weiter verbreitet wird als die Der Linken und zudem noch weitaus weniger hinterfragt wird, während alles, was Die Linke sagt, quasi ständig unter harscher Kritik steht. Ist ja auch kein Wunder, schließlich sind die Interessen der CDU mit den Interessen der Medien fast gleichzusetzen.
Überall wird also die Meinung der CDU verbreitet und die Der Linken höchstens unter harscher Kritik. Wenn man nun in der Schule nur mangelhafte politische Bildung genossen hat (das ist im Gymnasium schon nicht so toll, will garnicht wissen, was die in den anderen Schulen für nen Müll erzählt bekommen), ist es sehr wahrscheinlich, dass man das ganze nicht so sehr durchschaut. Dann glaubt man eben, was die Mehrheit der Medien schreibt, und nicht, was eine als radikal und wahnsinnig empfundene Minderheit im Parlament verbreitet.
Damit führt niedrigere Bildung schon wahrscheinlicher zu rechten Ideologien, wie ich finde. In der Weimarer Republik konnten sich KPD und NSDAP durch Populismus gegenseitig blockieren. In der Bundesrepublik ist der Populismus der CDU so dermaßen viel populärer, dass Die Linke da garkeine Chance hat - selbst wenn sie etwas sagt, was richtig ist (was bei ihr eindeutig häufiger der Fall ist als bei der KPD der Weimarer Republik).

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Re: Schulabschluss - politische Ausrichtung

Beitrag von deidre » 1. Jan 2012 01:12

Schulbildung: Abitur.

Politische Ausrichtung? Ich hab so oft in Politik vorgekaut bekommen, wie unsere Demokratie / das Wahlsystem etc funktioniert - und bis heute keinen Durchblick. Politische Ausrichtung? Ganz ehrlich? Politisch ueberfordert? Da hilft auch einem der beste Schulabschluss / hoher IQ nichts, wenn man sich nicht ausreichend fuer das Theater interessiert, was einen Gutteil der Schlagzeilen ausmacht.

Ab und an erbarmt sich jemand, der versucht, mir wieder etwas Durchblick zu geben. Die meiste Zeit bin ich jedoch mit meinem Privatleben / Ausbildung / Therapie beschaeftigt, dass ich nicht ausreichend Horizont aufbringe, mich fuer Spielchen mit zu vielen Parteien zu begeistern. Der Weg Nasenspitze, Kuehlschrank, Mitmenschen im engsten Umkreis ist schon was kompliziert genug.

Bei zu vielen Beteiligten verliere ich den Ueberblick, werd hyperaktiv bis nervtoetend, womit niemandem geholfen ist. Wahrscheinlich auch einer der Gruende, warum ich mich heutzutage nicht mehr auf Stammis traue. Ist einfach zu viel los - und wenn dann noch jemand das Thema Politik anschneidet - ist schreiend weglaufen angesagt. :/

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Re: Schulabschluss - politische Ausrichtung

Beitrag von pumpkin » 1. Jan 2012 09:20

hey danke erstmal sevensins,

weil so verstrahlt wie ich gestern morgen war hab ich meines glaube ich auch gelöscht. :heul:

und ich wollte nicht sagen dass bildung und politische meinung zwangsläufig in abhängigkeit stehen.

mir ist aber aufgefallen, dass man bei zb linken demonstrationen immer hört ja hier studenten dort akademiker usw und ich weis aus meiner zeit als hauptschüler dass damals doch viele auf die reden der rechten gruppen gehört haben.

naja freu mich auf ne schöne diskusion :jsmoke:
Gruß Pumpkin stellt euch nen kürbis-icon vor :jsmoke:

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Re: Schulabschluss - politische Ausrichtung

Beitrag von Kaoru » 1. Jan 2012 13:11

pumpkin hat geschrieben:mir ist aber aufgefallen, dass man bei zb linken demonstrationen immer hört ja hier studenten dort akademiker usw
Das bezweifel ich ernsthaft. Akademiker, die sich auf linke Demenstrationen verirren?
Studenten ja, aber das liegt vermutlich daran, dass Studenten mit Abstand am aktivsten auf der Straße sind. Ergo sind Studenten zu Hauf auf Demonstrationen zu finden, egal welcher Richtung.

Akademiker sind meiner Theorie nach der klassische Typ für Postmaterialisten.
Je nach Erfolg im Job und Ausrichtung der akademichen Lehre dürften sie sich zwischen CDU, FDP und Grünen bewegen.
Dein Wille ist Gesetz,
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und ich eile schon.

Hydrargyrum
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Re: Schulabschluss - politische Ausrichtung

Beitrag von Hydrargyrum » 1. Jan 2012 13:27

Kaoru hat geschrieben:Akademiker sind meiner Theorie nach der klassische Typ für Postmaterialisten.
Je nach Erfolg im Job und Ausrichtung der akademichen Lehre dürften sie sich zwischen CDU, FDP und Grünen bewegen.
Um da mal aus meiner persönlichen Erfahrung zu sprechen: Jeder Professor bei uns, der seine politische Gesinnung hat durchscheinen lassen (7 Stück wenn ich mal zähl^^), war bei mir ausnahmslos eher links eingestellt. Ich bin übrigens Ingenieursstudent wenn das von Interesse ist ^^.
Gaige hat geschrieben:To HELL with the First Law!

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Re: Schulabschluss - politische Ausrichtung

Beitrag von Munro » 1. Jan 2012 14:39

In manchen gehobeneren Milieus gehört es zum guten Ton ein bisschen links zu sein. Ein bisschen für die Armen, die nichts dafür können, vor allem für die Kinder; ein bisschen für ein freies Tibet; ein bisschen für Afrika; ein bisschen für Umverteilung. Ich kann nur mutmaßen, warum das so ist. Mir persönlich sind solche Menschen jedoch hundert mal lieber als irgendwelche Geizkragen. Und vielleicht liegt darin auch ein Grund: Niemand will geizig erscheinen, jeder möchte vermitteln, dass er mehr hat als er eigentlich braucht.

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Thoth
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Re: Schulabschluss - politische Ausrichtung

Beitrag von Thoth » 1. Jan 2012 18:20

Kaoru hat geschrieben: Akademiker sind meiner Theorie nach der klassische Typ für Postmaterialisten.
Je nach Erfolg im Job und Ausrichtung der akademichen Lehre dürften sie sich zwischen CDU, FDP und Grünen bewegen.
Ich nehme mir jetzt einfach mal die Frechheit heraus, mich mit meinem Dipl.-Phys. (Univ.) als Akademiker zu bezeichnen.
Oh und: 2009 habe ich Piraten gewählt und momentan sieht es so aus, als wird es 2013 entweder die SPD oder wieder die Piraten werden.
(Und das alles, ohne dass ich weiß, was ein Postmaterialist ist und ja, ich bin gerade zu faul, Google anzuwerfen ^^)
"I couldn't help it," said the scorpion, "It's my nature".

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